Isabella – Mit blanker Brust und spitzem Degen

Film von Bruno Corbucci (1969)

Isabella – Mit blanker Brust und spitzem Degen (Originaltitel: Isabella, duchessa dei diavoli, auf Deutsch: Isabella, Herzogin der Teufel) ist ein italienischer Spielfilm aus dem Jahr 1969 von Bruno Corbucci. Das Drehbuch wurde von Mario Amendola, Giorgio Cavedon und Elisabeth Forster verfasst. Die Hauptrollen sind mit Brigitte Skay, Mimmo Palmara und Fred Williams besetzt. Seine Weltpremiere hatte der Film im 30. August 1969 in Italien. In Deutschland konnte man ihn erstmals am 15. Mai 1970 im Kino sehen.

Film
Deutscher TitelIsabella – Mit blanker Brust und spitzem Degen
OriginaltitelIsabella, duchessa dei diavoli
Produktionsland Italien,
Deutschland
Originalsprache Italienisch
Erscheinungsjahr 1969
Länge 79 Minuten
Stab
Regie Bruno Corbucci
Drehbuch Mario Amendola,
Giorgio Cavedon,
Elisabeth Forster
Produktion Italo Martinenghi,
Rob Houwer
Musik Sante Maria Romitelli
Kamera Fausto Zuccoli
Schnitt Luciano Anconetani
Besetzung

HandlungBearbeiten

Als Isabella de Frissac gerade mal zwei Jahre alt war, musste sie mit ansehen, wie einer aus dem Geschlecht derer zu Toulouse ihre Familie umbrachte, um sich deren Gebiet einverleiben zu können. Isabella allein entkommt und wird von Zigeunern großgezogen. Aber ihr adliges Geschlecht bleibt nicht unerkannt; sie kommt zu befreundeten Fürsten, wo sie allerdings knapp einem Mordanschlag des Toulousers entgeht. Da beschließt sie, ihr rechtmäßiges Erbe zurückzuerkämpfen. Mit List – eben mit „blanker Brust und spitzem Degen“ – gelangt sie in das Schloss, verwundet ihren Todfeind, wird gefasst, kann fliehen und den Verfolger festsetzen lassen. Doch als der dann rechtmäßig geköpft werden soll, rollt unter der Haube ein anderer Kopf hervor: Der Toulouser reitet von dannen und schwört Rache.[1]

KritikBearbeiten

Das Lexikon des internationalen Films bemerkt lapidar, bei dem Film handle es sich um ein „Mantel und Degenstück mit eingebauten Sex- und Brutalszenen.“[2] Der Evangelische Film-Beobachter fasst seine Kritik so zusammen: „Mit Sexszenen angereicherter Abenteuerfilm alten Stils um eine französische Adelige, die um ihr rechtmäßiges Erbe kämpft. Nur mäßig spannend und unbeholfen.“[1] L. Pestelli meinte in La Stampa, der Film „könne das Interesse des Publikums an der alten Geschichte nur mit Sex-Anreicherungen vor dem Ertrinken retten. Trotz dieses Ausmaßes an Nacktheit verspielt der Film seine Pluspunkte durch allzu strenges Befolgen bewährtester Handlungsstränge.“[3]

AnmerkungenBearbeiten

Der Film wurde nach einer Comicserie gedreht, die ab 1966 in 263 Nummern zehn Jahre lang erschien[4] und von Giorgio Cavedon geschrieben sowie von Sandro Angiolini gezeichnet wurde.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b Quelle: Evangelischer Filmbeobachter, Evangelischer Presseverband München, Kritik Nr. 238/1970, S. 244
  2. Lexikon des internationalen Films, rororo-Taschenbuch Nr. 6322 (1988), S. 1835.
  3. Kritik in La Stampa vom 2. Januar 1970
  4. Gianni Bono: Guida al fumetto italiano. Epierre, 2003. S. 1058–1060.