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Triathlon Ironman Austria
Austragungsort Klagenfurt
OsterreichÖsterreich Österreich
Erste Austragung 1998
Veranstalter World Triathlon Corporation
Rekorde
Distanz Swimming pictogram.svg 3,86 km

Cycling (road) pictogram.svg 180,2 km
Athletics pictogram.svg 42,195 km

Streckenrekord Männer: 7:45:58 h, 2011
BelgienBelgien Marino Vanhoenacker
Frauen: 8:41:17 h, 2016
AustralienAustralien Mirinda Carfrae
Website Offizielle Website

Der Ironman Austria ist eine seit 1998 jährlich stattfindende Triathlon-Sportveranstaltung über die Ironman-Distanz (3,86 km Schwimmen, 180,2 km Radfahren und 42,195 km Laufen) im österreichischen Klagenfurt in Kärnten.

OrganisationBearbeiten

 
Start zum Ironman Austria 2012
 
Schwimmen im Wörthersee
 
Der Däne Torbjørn Sindballe auf dem Rad 2006
 
Die Führende Rebecca Preston auf der Laufstrecke am Wörthersee entlang (Siegerin 2006)

Der Ironman Austria war mit 2950 Startern (2014)[1] einer der teilnehmerstärksten Bewerbe innerhalb der Ironman-Weltserie der World Triathlon Corporation. Amateure können sich hier über 50 auf die einzelnen Altersklassen verteilte Qualifikationsplätze für die Ironman World Championship in Kailua-Kona qualifizieren. 2016 wurden wegen der mittlerweile weltweit gestiegenen Anzahl von Qualifikationsbewerben in Klagenfurt nur noch 40 Hawaiislots vergeben.

Profi-Triathleten, die um die 75.000 US$ Preisgeld[2] in Klagenfurt kämpfen, können sich für den mit insgesamt 650.000 US$ ausgeschriebenen Wettkampf in Hawaii über das Kona Pro Ranking System (KPR) qualifizieren.[3] In Klagenfurt erhalten Sieger und Siegerin je 2000 Punkte, weitere Platzierte eine entsprechend reduzierte Punktzahl. Zum Vergleich: Der Sieger auf Hawaii erhält 8000 Punkte, die Sieger in Frankfurt, Texas, Florianópolis, Melbourne und Port Elizabeth jeweils 4000, bei den übrigen Ironman-Rennen entweder 1000 oder 2000 Punkte.[2] Über die halbe Ironman-Distanz werden in Österreich seit 2007 der Ironman 70.3 Austria in St. Pölten sowie seit 2012 der Ironman 70.3 Zell am See-Kaprun ausgetragen. 2012 lag das Gesamtpreisgeld in Klagenfurt noch bei 50.000 US$.[4] 2013 erhielten der Sieger und die Siegerin beim Ironman Austria je 12.500 € Preisgeld.[5]

Bereits im Jahr 2005 versorgten 2000 Helfer die Athleten entlang der Strecke und insgesamt waren über 100.000 Zuseher entlang der Strecke anwesend. Auf Grund der rasanten Zunahme der Teilnehmer wurde der Ironman Austria am 3. Juli 2005 auch vom ORF mit einer dreistündigen Berichterstattung ins Programm aufgenommen.
2014 wurde erstmals das gesamte Rennen live im österreichischen Fernsehprogramm übertragen.[6]

Der Ironman ist eine wichtige Einnahmequelle für die Tourismusbetriebe der Stadt Klagenfurt geworden, im Jahre 2004 wurden etwa 40.000 Nächtigungen gezählt. Der volkswirtschaftliche Nutzen wurde 2012 auf rund 8,2 Mio. € geschätzt. Das Organisations-Budget betrug 2012 2,2 Mio. €.[4]

An den Labestationen an der Strecke und im Ziel wurden 2012 25.000 l Wasser, 8.000 l Cola und 10.000 l Elektrolytgetränke in 60.000 Trinkbechern und 15.000 Trinkflaschen, 50.000 Schwämme zur Abkühlung sowie 10.000 Energie-Riegel, 10.000 Energie-Gels, 3 t Bananen, 1,5 t Orangen, 2.000 Portionen Grillhendl sowie 2.000 Stück Pizza an die Athleten ausgegeben.

Die Triathlonmesse, Wechselzelte u. a. ergaben zusammen über 3.331,5 m² verbaute Zeltfläche. Bei der „Pasta Party“ am Freitag vor dem Rennen aßen die Athleten ca. 2 t Nudeln und 800 Salatköpfe.[4]

GeschichteBearbeiten

VeranstalterBearbeiten

Initiatoren des Ironman Austria waren Georg Hochegger, Helge Lorenz und Stefan Petschnig. Hochegger, Goldschmiede-Meister und Schmuck-Designer mit einem Atelier in Klagenfurt, bewarb Mitte der Neunzigerjahre in einem amerikanischen Fachblatt eine von ihm entworfene goldene Anstecknadel, die einen Triathleten symbolisierte und wurde daraufhin von Triathlonlegende Mark Allen kontaktiert. 1994 in Roth hatte Georg Hochegger seinen ersten Ironman absolviert,[7] zwei Jahre später unterhielt er sich dort mit Mark Allen über die Modalitäten für Lizenzvergaben für Ironman-Wettbewerbe.[8] Helge Lorenz, einer der ersten Profi-Triathleten Österreichs, ließ sich von den Erzählungen seines Freundes Hochegger motivieren, einen Business Plan zu entwickeln, den er 1997 als Abschlussarbeit in seinem BWL-Studium mit Schwerpunkt Marketing & Organisationsentwicklung an der Universität Klagenfurt abgab.[9] Das Konzept sah vor, über Vorveranstaltungen mit initial 300 Teilnehmern und 900 im dritten Jahr innerhalb von fünf Jahren eine Ironman-Lizenz nach Österreich zu holen.
Der Mut hinter diesem Plan wird deutlich, wenn man sich vor Augen führt, dass es damals keine Triathlonveranstaltung mit mehr als 400 Startern in Österreich gab.[10][8][11] Dritter im Bunde war Stefan Petschnig, dreifacher Österreichischer Staatsmeister im Schwimmen und mit Lorenz über die gemeinsamen Triathlonaktivitäten im ASV Maria Saal befreundet, damals Presseoffizier an der MilAk.

Noch 1997 gründeten die drei die Triangle Sports & Promotion GmbH und organisierten 1998 in Klagenfurt ihren ersten Triathlon unter dem Namen TriMania über die originale Ironman-Distanz. Mit dem Anspruch, gleich mehr Preisgeld als alle anderen zu zahlen, betrug das Budget 2 Millionen öS (145.000 €), ein Viertel davon verschlang alleine eine TV-Produktion. Aber statt der geplanten 300 Teilnehmer waren nur 124 dabei. Im Wettkampf fuhr ein Auto den Führenden an, aufgrund des Unfalls musste während des laufenden Bewerbs eine Streckenänderung erfolgen. Mangels Straßensperren wurden die Teilnehmer durch einen Oldtimer-Konvoi ausgebremst, eine Labestation im Ziel einzurichten wurde schlicht vergessen.[12] Dass der Fünf-Jahresplan Makulatur wurde, hatte aber einen ganz anderen Grund: Mittlerweile hegten zwei weitere österreichische Veranstalter Ambitionen auf eine Ironman-Lizenz. Trotzdem erhielt Hochegger kurze Zeit später von Mark Allen, der als Beobachter bei der Premiere vor Ort war, die Information, dass Triangle die Ironman-Lizenz erhält.[10]

Statt geplanter 600 kamen 1999 zum ersten Ironman Austria mit 50 Qualifikationsplätzen für den Ironman Hawaii 802 Starter, 2000 waren es 1138 Teilnehmer, 2001 kamen 1452 Athleten, 2002 1599, 2003 1686 und 2004 bereits 1891 Starter. 2005 wurde am 4. Jänner erstmals mit 2200 Anmeldungen „ausgebucht“ gemeldet. 2006 wurde der Ironman Austria mit 2417 Anmeldungen zu einem der weltweit teilnehmerstärksten Events unter dem Ironman-Label.

 
Die Siegerin Edith Niederfriniger im Ziel beim Ironman in Klagenfurt (2007)

Triangle, 2001 bereits für die Vergabe der Ironman-Lizenz nach Frankfurt verantwortlich,[13] organisierte auch den Ironman France (seit 2002), den Ironman South Africa (seit 2004), den Ironman 70.3 St. Pölten (seit 2007), den Ironman 70.3 South Africa (seit 2008) sowie den heute nicht mehr ausgetragenen Ironman 70.3 Monaco (2005 bis 2009). 2008 wurde die World Triathlon Corporation (WTC), Lizenzgeberin von Triangle, von einer Investmentgesellschaft aufgekauft[14] und änderte daraufhin ihre Strategie, Hawaii-Qualifikationsrennen nicht mehr wie bisher durch von ihr bis auf die Lizenzierung unabhängige Veranstalter ausrichten zu lassen, sondern sie jetzt selbst zu organisieren.[15] Nach ersten Gesprächen im Oktober 2009 in Hawaii verkauften Hochegger, Lorenz und Petschnig 2010 die Rechte an ihren Veranstaltungen an die WTC.[16]

Georg Hochegger schied aus dem Unternehmen aus und gründete die TriStar-Serie. Stefan Petschnig, der 2009 als Bürgermeister für Klagenfurt kandidierte,[17][18] und Helge Lorenz blieben noch bis 2012 als CEO Europe, South Africa and Middle East bzw. Managing Director Business Development Europe & Middle East & Africa bei der WTC.[19][9] Im August 2015 wurde der Verkauf des Veranstalters an den chinesischen Finanzinvestor Dalian Wanda bekannt gegeben.[20]

Im Rahmen der publik gewordenen Dopingfälle von Lisa Hütthaler und Bernhard Kohl warf 2008 der Anti-Dopingexperte Prof. Hans Holdaus vom Institut für medizinische und sportwissenschaftliche Beratung (IMSB) Triangle als Veranstalter des Ironman Austria vor, Triangle habe eine „Anti-Dopingtest-Haltung“. Triangle wies die Vorwürfe zurück und stellte klar, dass die NADA bereits seit 2006 Dopingkontrollen beim Ironman Austria vornehme, den Tests haben sich die Top-Drei der Herren und Damen sowie sechs weitere Profi- und Altersklassen-Athleten unmittelbar nach dem Rennen zu unterziehen. Außerdem kündigte Triangle an, die Anzahl der Kontrollen zukünftig auf mindestens 50 anzuheben.[21][22] Vor dem Wettkampf 2009 konkretisierte Triangle, dass im Ziel 20 Athleten kontrolliert würden. Dies betreffe die drei schnellsten Frauen und Männer, zwei weitere aus den Top-Ten sowie stichprobenartige Kontrollen in den Altersklassen.[23] Für Aufregung sorgte 2009 die Teilnahme von Hannes Hempel, der nach seiner Startzusage ein Dopinggeständnis abgelegt hatte, daraufhin von Triangle von der Startliste genommen wurde. Nach Widerruf des Geständnisses durch Hannes Hempel erwirkte dieser eine einstweilige Verfügung, starten zu dürfen,[24] Hempel wurde letztlich neunter in 8:30:39 h und lag damit außerhalb der Preisgeldränge. Ein Jahr später erhielt Hannes Hempel eine lebenslange Sperre rückwirkend ab 2008.[25] Auch 2014 wiederholte der Veranstalter die Kontrollen von Altersklassenathleten.[26]

Die drei Gründer des Ironman Austria – Georg Hochegger, Helge Lorenz und Stefan Petschnig – wurden im Oktober 2014 für ihre Leistungen als erste Europäer mit der Aufnahme in die Ironman Hall of Fame ausgezeichnet.[27] Patrick Schörkmayer ist der Renndirektor des Ironman Austria.

 
Die Grazerin Barbara Tesar beim Ironman Austria (Juli 2010)
 
Marino Vanhoenacker – achtfacher Sieger des Ironman Austria

Bei den Männern sind Michael Weiss und Norbert Langbrandtner mit je drei Podiumsplatzierungen die erfolgreichsten heimischen Athleten. Bei den Frauen konnte die für Österreich startende Kate Allen (2003 und 2005) und die Kärntnerin Eva Wutti (2015 und 2017) zweimal in Klagenfurt siegen. Der Tirolerin Eva Dollinger gelang 2010 der Sieg beim Ironman Austria.

Sportliche HistorieBearbeiten

2011 erzielte der Belgier Marino Vanhoenacker bei seinem sechsten Sieg in Klagenfurt in Folge mit 7:45:58 h die weltweit schnellste bis dahin erreichte Zeit bei einem Ironman-Rennen.[28]

2012 wurde wegen der hohen Wassertemperatur das Tragen von Neoprenanzügen verboten. Dieses Verbot gilt ab 24,5 °C und bei den Profis ist das schon ab 22 °C Wassertemperatur der Fall. In diesem Jahr gab es im Rennen Spitzentemperaturen von über 36 °C Lufttemperatur und der Sieger Faris Al-Sultan bezeichnete den Ironman Austria im Anschluss als „eines der härtesten Rennen meiner gesamten Karriere“.

2013 wurde das Starterfeld des Ironman Austria vergrößert und der Start in zwei Wellen aufgeteilt.[29]

2015 wurden die 2897 erwarteten Athleten (87 % Männer und 13 % Frauen) bei der 18. Austragung hier erstmals in sieben Wellen nach Altersgruppen gestartet, um die Sicherheit und die Fairness auf der Strecke zu verbessern.[30] Ursprünglich waren beim Ironman Austria alle Athleten gleichzeitig gestartet, was insbesondere auf der Radstrecke regelmäßig zu Problemen bei der Einhaltung des Windschattenverbots führte. Marino Vanhoenacker gewann 2015 mit der drittschnellsten je bei einem Ironman-Rennen erzielten Zeit.

2016 wurde der „Rolling Start“ eingeführt und es gewann Vanhoenacker zum achten Mal in Klagenfurt – als erster Athlet nach dem Schweizer Ronnie Schildknecht, der 2015 zum achten Mal den Ironman Switzerland gewinnen konnte. Im Juni 2016 konnte die Australierin Mirinda Carfrae mit ihrer Siegerzeit von 8:41:17 h einen neuen Streckenrekord erstellen und mit 2:49:06 Stunden erzielte sie auch die zweitschnellste je bei einem Ironman-Rennen auf der Marathon-Distanz erzielte Zeit.[31]

2017 fand das Rennen in Klagenfurt am ersten Wochenende im Juli statt. Die Mängel auf der Rad- und Laufstrecke, die nach einem kalten Winter aufgetreten waren, konnten 2017 vor dem Rennen noch von der Straßenverwaltung ausgebessert werden. Die Strecken wurden in diesem Jahr etwas angepasst und die Distanz auf dem Rad betrug nun erstmals korrekte 180 km, der Marathon war 42,1 km lang und die Finisher-Zeiten lagen über jenen der Vorjahre.

Ein 58-Jähriger aus Wiener Neustadt stürzte in Sankt Jakob im Rosental bewusstlos vom Rad, wurde von einem Notarzt von der Rennstrecke erstversorgt und starb nach Rettungshubschraubertransport im Krankenhaus; vermutet wird akutes Herzversagen.[32]

2018 wurde der Ironman Austria am 1. Juli zum 21. Mal ausgetragen. Das Rennen der Männer entschied Michael Weiss als erster österreichischer Athlet für sich[33] und obwohl es nach dem Schwimmen mit der überraschenden Beatrice Weiß und dann mit der lange Zeit führenden Lisa Hütthaler nach einem möglichen österreichischen Doppelerfolg aussah, wurde diese auf der Laufstrecke noch von der Deutschen Mareen Hufe überholt.[34]

2019 wurden hier im Rahmen der 22. Austragung am 7. Juli nach 2016 zum achten Mal die Österreichischen Triathlon-Staatsmeisterschaften auf der Langdistanz ausgetragen. Erstmals führte der neue Radkurs nur über eine Runde und das Starterfeld wurde auf bis zu 4000 Athleten vergrößert.

Qualifikationszeiten für den Ironman HawaiiBearbeiten

In der folgenden Tabelle ist jeweils die Finisherzeit des höchstplatziertesten Teilnehmers, der noch eine Qualifikationsplatz für den Ironman Hawaii in Anspruch nahm, aufgeführt.[35][36] Dies ist jeweils abhängig davon, wie viele regulär qualifizierte Teilnehmer ihren Anspruch auf eine Anmeldung zum Ironman Hawaii nicht wahrnehmen. So löste 2015 beispielsweise erst der 49. der M45 den letzten Slot in seiner Altersklasse ein, in der W40 wurde der Slot bis zu Rang sieben durchgereicht. 2016 wurde die Zahl der Hawaii-Slots von bisher 50 auf 40 reduziert.

2015 2014 2013 2012 2011 2010 2015 2014 2013 2012 2011 2010
M18 09:54:53 09:11:11 09:13:42 09:04:50 10:05:32 W18 12:36:21 16:31:36 10:58:29 11:25:02
M25 09:15:03 09:10:01 09:07:18 08:59:51 09:37:56 W25 09:41:24 10:08:06 10:39:57 09:47:14 10:46:11
M30 09:11:58 09:04:41 09:11:53 08:51:22 09:34:52 W30 09:50:26 09:51:49 09:32:09 09:55:16 10:28:42
M35 09:24:06 09:09:18 09:14:50 09:01:04 09:45:09 W35 09:53:28 10:04:29 09:56:29 09:24:32 10:34:28
M40 09:24:35 09:06:17 09:27:25 09:10:59 09:54:15 W40 11:04:04 09:56:18 11:43:48 10:23:02 10:41:14
M45 10:19:52 09:33:55 09:24:13 09:19:21 10:13:12 W45 10:51:15 11:02:59 10:35:42 10:12:27 11:15:06
M50 09:45:52 09:56:01 09:55:51 09:43:01 10:45:39 W45 10:51:15 11:02:59 10:35:42 10:12:27 11:15:06
M55 09:57:40 09:49:35 10:05:39 09:49:38 10:56:00 W50 11:00:45 10:34:50 10:49:40 10:44:10 11:50:45
M60 10:38:42 11:36:05 09:54:32 10:37:56 12:12:48 W60 14:18:03 12:51:24 14:32:04 14:14:33
M65 10:56:21 11:38:56 10:42:16 12:07:59 11:06:33 W65 16:21:12
M70 12:45:04 12:45:02 13:23:38 14:02:15 14:25:45
M75 14:37:51

StreckenverlaufBearbeiten

 
Übergang vom Wörthersee in den Lendkanal
  • Die Schwimmdistanz über 3,8 km startet im Strandbad Klagenfurt und ist ein einmal zu absolvierender Kurs im Wörthersee. Der Start in der Wörthersee-Ostbucht gehört zu den Zuschauermagneten der Veranstaltung. Nach dem Start führt die Strecke zunächst geradeaus in den See, bis sie nach 1500 m nach links in Richtung Strandbad Maiernigg abknickt. Die letzten 900 m führen durch den Lendkanal, wo eine durchgehende Zuschauerkette entlang der Böschung nur wenige Meter von den Schwimmern getrennt ist. Der Schwimmausstieg befindet sich in der Bucht des Seepark-Hotels.
Bis 2005 war die Boje bereits nach 800 m zu umschwimmen und die Schwimmstrecke war durch einen Landgang unterbrochen, seit 2006 gibt es die Schwimmstrecke in der heutigen Form.[37]
2012 war erstmals in der Geschichte des Ironman Austria das Tragen von Neoprenanzügen verboten. Gemäß aktuellem Reglement ist – abweichend vom normalem ÖRTV/ITU-Reglement – ab einer Wassertemperatur von 24,5 °C das Tragen von Neoprenanzüge für Amateure sowie bei einer Wassertemperatur über 22 °C für Profis verboten.[38][39][40]
 
Dichtes Zuschauerspalier in der Nähe des Wendepunktes beim Minimundus
  • Die 180 km lange Raddistanz bestand bis 2005 aus drei Runden à 60 km. Seit 2006 gibt es eine zusätzliche Schleife zum Faaker See und die Radstrecke bestand nur mehr aus zwei Runden über 1680 Höhenmeter. Durch die Verlängerung entfielen nach Berechnungen der Veranstalter über 60.000 Überrundungen.[38] Die Anzahl zugelassener Starter wurde allerdings seither gegenüber 2005 um rund 36 % erhöht. Die Athleten machten seit 2017 zusätzliche Kilometer bei der Schleife zum Wörthersee-Stadion in der ersten Runde. Am Anstieg von St. Egyden zum Rupertiberg erwartete die Teilnehmer ein dichtes Zuschauerspalier und weitere Stimmungsnester befanden sich in Egg am Faaker See sowie beim Wendepunkt am Minimundus.
2019 wurde vom Veranstalter die Radstrecke geändert und diese auf einen einmal zu fahrenden Rundkurs entlang des Wörthersees und durch den Kärntner Zentralraum mit St. Veit und Feldkirchen verlegt.[41][42] Die Sportler starten seit 2019 von der Wechselzone beim Klagenfurter Seeparkhotel bzw. der Alpen-Adria-Universität über Hallegg, Lendorf und das Zollfeld Richtung Sankt Veit. Befahren wird dabei die gesperrte S37. Von St. Veit geht es über Liebenfels nach Feldkirchen, wo dann Richtung Oberglan abgebogen wird. In einer kleinen Zusatzschleife führt die Strecke dann über Tigring nach Moosburg, Krumpendorf und zurück zum Seepark Hotel, von wo es auf den bisherigen Teil der Radstrecke geht. Der „alte“ Streckenverlauf – die Radstrecke entlang des Wörther und Faaker Sees – bleibt als zweites Teilstück vollständig erhalten.
  • Die Laufstrecke über die Marathondistanz verläuft ebenso über einen zweimal zu absolvierenden Kurs. Die Strecke verläuft sehr flach aus der Wechselzone entlang dem Nordufer des Wörthersees zum ersten Wendepunkt nach Krumpendorf. Anschließend führt die Strecke durch den Europapark und am Lendkanal entlang bis zum zweiten Wendepunkt rund um den Lindwurmbrunnen, von wo es wieder am Lendkanal entlang Richtung Ziel und zweiter Runde geht. Seit 2017 wird eine zusätzliche Schleife auf beiden Runden in Krumpendorf gelaufen. Das Ziel liegt am Metnitzstrand.

StreckenrekordeBearbeiten

Streckenrekorde in KlagenfurtBearbeiten

Belgien  Marino Vanhoenacker 7:45:58 h (2011; Weltbestzeit der Ironman-Serie bis 2016)
Australien  Mirinda Carfrae 8:41:17 h (2016)

Disziplinrekorde in KlagenfurtBearbeiten

Schwimmen: Radfahren: Laufen:
Belgien  Bart Colpaert 42:54 min (2013)[43] Belgien  Marino Vanhoenacker 4:11:47 h (2015) Ukraine  Wiktor Sjemzew 2:39:57 h (2016)
Schweiz  Simone Brändli 45:51 min (2014) Australien  Mirinda Carfrae 4:47:38 h (2016) Australien  Mirinda Carfrae 2:49:06 h (2016)

SiegerlisteBearbeiten

Männer Frauen
N ° Datum/Jahr Erster Platz Zweiter Platz Dritter Platz
23 05. Juli 2020
22 07. Juli 2019 Danemark  Daniel Lund Bækkegård Belgien  Stenn Goetstouwers Slowenien  David Pleše
21 01. Juli 2018 Osterreich  Michael Weiss Russland  Iwan Tutukin Vereinigte Staaten  Andy Potts
20 02. Juli 2017 Deutschland  Jan Frodeno Spanien  Eneko Llanos Ukraine  Wiktor Sjemzew
19 26. Juni 2016 Belgien  Marino Vanhoenacker -8- Ukraine  Wiktor Sjemzew Italien  Alessandro Degasperi
18 28. Juni 2015 Belgien  Marino Vanhoenacker -7- Osterreich  Michael Weiss Spanien  Iván Raña
17 29. Juni 2014 Spanien  Iván Raña Deutschland  Christian Kramer Slowenien  David Pleše
16 30. Juni 2013 Deutschland  Andreas Raelert Deutschland  Maik Twelsiek Slowenien  David Pleše
15 01. Juli 2012 Deutschland  Faris Al-Sultan Italien  Daniel Fontana Portugal  Pedro Gomes
14 03. Juli 2011 Belgien  Marino Vanhoenacker -6- (SR) Osterreich  Michael Weiss Estland  Albert Marko
13 04. Juli 2010 Belgien  Marino Vanhoenacker -5- Belgien  Dennis Devriendt Osterreich  Michael Weiss
12 05. Juli 2009 Belgien  Marino Vanhoenacker -4- Sudafrika  James Cunnama Vereinigtes Konigreich  Stephen Bayliss
11 13. Juli 2008 Belgien  Marino Vanhoenacker -3- Vereinigtes Konigreich  Stephen Bayliss Osterreich  Hannes Hempel
10 08. Juli 2007 Belgien  Marino Vanhoenacker -2- Osterreich  Norbert Langbrandtner Deutschland  Maximilian Longrée
9 16. Juli 2006 Belgien  Marino Vanhoenacker Spanien  Hektor Llanos Spanien  Eneko Llanos
8 05. Juli 2005 Sudafrika  Raynard Tissink Osterreich  Norbert Langbrandtner Osterreich  Werner Leitner
7 04. Juli 2004 Ukraine  Wiktor Sjemzew -3- Sudafrika  Raynard Tissink Deutschland  Olaf Sabatschus
6 06. Juli 2003 Ukraine  Wiktor Sjemzew -2- Schweiz  Bruno von Flüe Ungarn  Tibor Lehmann
5 07. Juli 2002 Ukraine  Wiktor Sjemzew Osterreich  Norbert Langbrandtner Deutschland  Olaf Sabatschus
4 01. Juli 2001 Deutschland  Jürgen Zäck -2- Deutschland  Rainer Müller-Hörner Tschechien  Petr Vabroušek
3 23. Juli 2000 Deutschland  Jürgen Zäck Vereinigte Staaten  Tim DeBoom Deutschland  Rainer Müller-Hörner
2 12. Juli 1999 Kanada  Peter Reid Deutschland  Olaf Sabatschus Deutschland  Stefan Holzner
1 19. Juli 1998 Deutschland  Stefan Holzner Ungarn  Attila Fazekas Australien  Jason Shortis
  Österreichische Triathlon-Staatsmeisterschaft auf der Langdistanz (ÖTRV)  
Jahr Erster Platz Zweiter Platz Dritter Platz
2020
2019 Schweiz  Daniela Ryf Osterreich  Bianca Steurer Finnland  Heini Hartikainen
2018 Deutschland  Mareen Hufe Osterreich  Lisa Hütthaler Vereinigtes Konigreich  Emma Pallant
2017 Osterreich  Eva Wutti -2- Vereinigtes Konigreich  Corinne Abraham Danemark  Michelle Vesterby
2016 Australien  Mirinda Carfrae (SR) Osterreich  Michaela Herlbauer Osterreich  Elisabeth Gruber
2015 Osterreich  Eva Wutti Osterreich  Lisa Hütthaler Vereinigte Staaten  Sarah Piampiano
2014 Vereinigte Staaten  Linsey Corbin -2- Schweiz  Simone Brändli Osterreich  Lisa Hütthaler
2013 Ungarn  Erika Csomor -2- Schweden  Åsa Lundström Irland  Eimear Mullan
2012 Vereinigte Staaten  Linsey Corbin Ungarn  Erika Csomor Osterreich  Michaela Rudolf
2011 Vereinigte Staaten  Mary Beth Ellis Ungarn  Erika Csomor Deutschland  Diana Riesler
2010 Osterreich  Eva Maria Dollinger Danemark  Karina Ottosen Deutschland  Beate Görtz
2009 Schottland  Bella Bayliss Deutschland  Sonja Tajsich Tschechien  Lucie Zelenková
2008 Deutschland  Sandra Wallenhorst Schottland  Bella Comerford Italien  Edith Niederfriniger
2007 Italien  Edith Niederfriniger Osterreich  Veronika Hauke Australien  Rebecca Preston
2006 Australien  Rebecca Preston Kanada  Lori Bowden Osterreich  Veronika Hauke
2005 Osterreich  Kate Allen -2- Italien  Edith Niederfriniger Osterreich  Veronika Hauke
2004 Ungarn  Erika Csomor Deutschland  Andrea Brede Vereinigtes Konigreich  Jessica Draskau-Petersson
2003 Osterreich  Kate Allen Italien  Edith Niederfriniger Vereinigte Staaten  Wendy Ingraham
2002 Kanada  Lori Bowden -2- Osterreich  Kate Allen Deutschland  Imke Schiersch
2001 Kanada  Lori Bowden Vereinigte Staaten  Wendy Ingraham Schweiz  Ariane Gutknecht
2000 Vereinigte Staaten  Wendy Ingraham -3- Ukraine  Tamara Kozulina Kanada  Lori-Lynn Leach
1999 Vereinigte Staaten  Wendy Ingraham -2- Vereinigte Staaten  Beth Zinkand Vereinigtes Konigreich  Beth Thomson
1998 Vereinigte Staaten  Wendy Ingraham Deutschland  Katja Mayer Australien  Raeleigh Tennant

(SR: Streckenrekord)

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Ironman Austria 2014 – Die Starterliste
  2. a b Punkte- und Preisgeldverteilung für Profi-Triathleten (Memento vom 19. Oktober 2014 im Internet Archive)
  3. Professional Athlete Qualification & Validation. In: ironman.com.
  4. a b c Zahlen, Daten und Fakten zum Ironman Austria. In: Laola1.tv. 1. Juli 2013.
  5. Ironman Sieger erhielten 12.500 Euro und kommen 2014 wieder. In: Kleine Zeitung. 1. Juli 2013.
  6. Stefan Leitner: IRONMAN Austria 2014 knapp zehn Stunden live auf ORF. In: trinews.at. 4. Juni 2014.
  7. Ergebnisheft Ironman Europe 2004. In: Ironman Europe. 21. Juli 1994.
  8. a b Arno Wohlfahrter: Das Gavia-Prinzip: Management braucht SPORT braucht Management. novum pro, 2010, ISBN 978-3-99003-251-0, S. 145–152.
  9. a b Lebenslauf Helge Lorenz. In: LinkedIn.@1@2Vorlage:Toter Link/at.linkedin.com (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven  Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  10. a b Rainer Petek: Das Nordwand-Prinzip: Wie Sie das Ungewisse managen: neues Denken, neues Handeln, neue Wege gehen. 2. Auflage. Linde, Wien, 2012, ISBN 978-3-7093-0492-1, S. 46–49.
  11. Stefan Petschnig: 10 Jahre Ironman Triathlon Austria. Meyer & Meyer Sport, 2007, ISBN 978-3-89899-261-9.
  12. Die Macher: Stefan Petschnig Helge-Lorenz. In: Kleine Zeitung. 28. Juni 2014.
  13. Steffen Gerth: Ironman in Deutschland: Wechselt Frankfurt nun Roth ab?. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 6. Juli 2001.
  14. Dan Empfield: WTC sold to private equity firm. In: slowtwitch.com. 8. September 2008.
  15. Steffen Guthardt: Die Verzinsung des Eisenmannes. In: sponsors.de. September 2009.
  16. Elzabe Boshoff, Marietjie VanDerMerwe: The Heart of an Ironman South Africa. 2. Auflage. Meyer & Meyer, 2012, ISBN 978-1-84126-363-2, S. 16–17.
  17. Ironman-Planer als FPÖ-Spitzenkandidat für Klagenfurt. In: Der Standard. 10. Januar 2009.
  18. Kärnten-Wahl: Hartes Match um Bürgermeistersessel. In: Österreich (Zeitung). 28. Januar 2009.
  19. Lebenslauf Stefan Petschnig. In: LinkedIn.
  20. Dan Empfield: Ironman sold to Dalian Wanda. In: slowtwitch.com. 26. August 2015, abgerufen am 21. Juli 2017 (englisch).
  21. Mehr als 50 Dopingtests beim Ironman Austria 2009 geplant.. In: trinews.at. 28. November 2008.
  22. Ironman-Organisatoren wehren sich gegen Vorwurf der „Anti-Dopingtest-Haltung“. In: triangle.cc. Dezember 2008.
  23. Strengere Dopingkontrollen beim "Ironman". In: ORF. 2. Juli 2009.
  24. Martina Leingruber: Ironman: Aus einer anderen Welt. In: Die Presse. 4. Juli 2009.
  25. Nis Sienknecht: Lebenslange Sperre für Hannes Hempel. In: tri-mag.de. 4. Oktober 2013.
  26. Age Group Dopingkontrollen beim IRONMAN Austria. In: trinews.at. 25. Juni 2014.
  27. IRONMAN Hall of Fame Inductees (23. September 2014)
  28. Ironman: Weltrekord von Vanhoenacker in Kärnten (3. Juli 2011)
  29. Ironman in Klagenfurt: der beste Blick für die Zuschauer. In: Kleine Zeitung. 28. Juni 2013.
  30. Wellenstart beim IRONMAN Austria (5. Februar 2015)
  31. Carfrae rennt in Klagenfurt zum Streckenrekord (26. Juni 2016)
  32. Zwischenfall beim Ironman Austria trinews.at, Juli 2017, abgerufen 6. Juli 2017.
  33. Weiss erfüllt sich mit Klagenfurt-Sieg einen Traum (1. Juli 2018)
  34. Mareen Hufe gewinnt Ironman Austria (1. Juli 2018)
  35. Ironman Austria 2015: results and analysis. In: coachcox.co.uk. 30. Juni 2015.
  36. Stefan Leitner: Entwicklung der Finisherzeiten beim Ironman Austria. In: trinews.at. 7. Juli 2015.
  37. Stefan Leitner: Neoprenverbot beim Ironman Austria?. In: trinews.at. 19. Juni 2015.
  38. a b Streckenänderung IRONMAN Austria. In: trinews.at. 21. Januar 2006.
  39. Neoprenverbot beim Ironman Austria trinews.at, 2015, abgerufen 6. Juli 2017.
  40. IRONMAN Austria – neue Regeln für Neoprenanzüge triaguide.com > Allgemein, 2015, abgerufen 6. Juli 2017.
  41. IRONMAN Austria möchte größter IRONMAN weltweit werden (8. November 2018)
  42. Neue Streckenführung bei Ironman Austria (9. November 2018)
  43. Raelert and Csomor Shine in Klagenfurt (30. Juni 2013)