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Irene Grandi

italienische Sängerin, Komponistin und Filmschauspielerin
Irene Grandi (2007)

Irene Grandi (* 6. Dezember 1969 in Florenz) ist eine italienische Popsängerin und Songwriterin. Sie hatte 1994 ihren Durchbruch beim Sanremo-Festival. Gelegentlich trat sie auch als Filmschauspielerin und Fernsehmoderatorin in Erscheinung.

Inhaltsverzeichnis

KarriereBearbeiten

Seit den späten 1980er-Jahren war Irene Grandi in der lokalen Musikszene von Florenz aktiv. Zwischen 1988 und 1990 war sie in der Band Goppions tätig, dann bei La Forma und Le Matte in Traferta. Nach der Begegnung mit dem Songwriter Lorenzo Ternelli begann sie, an einer Solokarriere zu arbeiten. Sie konnte den Produzenten Dado Parisini auf sich aufmerksam machen, der ihr einen Plattenvertrag beim Label CGD vermittelte. 1993 nahm sie an der Vorauswahl für die Newcomer-Kategorie des Sanremo-Festivals teil und konnte so 1994 in Sanremo auf nationaler Ebene mit dem Lied Fuori debütieren (die Kategorie gewann Andrea Bocelli, Grandi erreichte den vierten Platz). Wenig später erschien ihr erstes Album Irene Grandi, darauf auch Lieder von Eros Ramazzotti und Jovanotti. Es erreichte die Top 10 der Charts und auch die folgende Tournee mit Paolo Vallesi war ein Erfolg. In Deutschland gelang Grandi 1994 ein kleiner Erfolg mit dem Titel Weil Du anders bist (Così diversi noi), einem Duett mit Klaus Lage.[1]

Das zweite Album In vacanza da una vita erschien 1995 und konnte an den Erfolg des Vorgängers anknüpfen. Lieder wie Dolcissimo amore, Bum Bum, In vacanza da una vita oder Bambine cattive waren beim Publikum sehr populär. Grandi begleitete Pino Daniele auf Tournee und nahm mit ihm das Duett Se mi vuoi auf. Im Jahr darauf spielte sie ihre erste Filmrolle in Il Barbiere di Rio von Giovanni Veronesi und nahm mit Fai come me auch den Titelsong dazu auf. Das Lied fand Eingang in ihr drittes Album Per fortuna purtroppo, das 1997 erschien. 1998 veröffentlichte die Sängerin eine Kompilation für den spanischsprachigen Markt und versuchte sich im Theater, im Jahr darauf nahm sie mit einem neuen Produktionsteam das vierte Album Verderossoeblu auf. Mit dem von Vasco Rossi und Gaetano Curreri (Stadio) geschriebenen Lied La tua ragazza sempre kehrte sie 2000 zum Sanremo-Festival zurück und konnte in der Hauptkategorie den zweiten Platz erreichen.

Nach dem Sanremo-Erfolg erschien 2001 die erste Kompilation der Sängerin, Irek. 2003 war das nächste Studioalbum Prima di partire an der Reihe, auf dem Grandi auch die Zusammenarbeit mit Vasco Rossi fortsetzte, dessen Konzert in San Siro sie in diesem Jahr auch eröffnete. 2004 war sie Moderatorin des Musikwettbewerbs Festivalbar.[2] Es folgten das Album Indelebile (2005) und die Kompilation irenegrandi.hits (2007), auf der das von Francesco Bianconi (Baustelle) geschriebene Lied Bruci la città enthalten war, das Platz zwei der Charts erreichte und in Italien ein Sommerhit wurde. Nach einem Weihnachtsalbum 2008 kehrte die Sängerin 2010 nach Sanremo zurück, erreichte dort mit dem wieder von Bianconi geschriebenen La cometa di Halley nur den achten Platz. Im Anschluss erschien das Album Alle porte del sogno.

2012 nahm Grandi mit dem befreundeten Jazzpianisten Stefano Bollani ein gemeinsames Album auf. Die Zusammenarbeit mit Bollani umfasste auch eine gemeinsame Tournee sowie seine Beteiligung an ihrem nächsten Album Un vento senza nome, das 2015 nach einer erneuten Sanremo-Teilnahme mit dem gleichnamigen Lied erschien.

DiskografieBearbeiten

AlbenBearbeiten

Jahr Titel Charts[3] Anmerkungen
Italien  IT
1994 Irene Grandi
9
(18 Wo.)
CGD
1995 In vacanza da una vita
5
(40 Wo.)
CGD
1997 Per fortuna purtroppo
3
(14 Wo.)
CGD East West
1999 Verderossoeblu
25
(4 Wo.)
CGD East West
2000 Verderossoeblu (edizione Sanremo)
7
(28 Wo.)
CGD East West
2001 Irek
8
(23 Wo.)
CGD East West
Kompilation
2003 Prima di partire
8
(24 Wo.)
CGD East West / Warner
2005 Indelebile
11
(17 Wo.)
Atlantic/Warner
2007 irenegrandi.hits
4
(54 Wo.)
Atlantic/Warner
Kompilation
2008 Canzoni per Natale
2
(8 Wo.)
Atlantic/Warner
Weihnachtsalbum
2010 Alle porte del sogno
16
(33 Wo.)
Atlantic/Warner
2012 Grandi & Bollani
5
(11 Wo.)
Carosello
(mit Stefano Bollani)
2015 Un vento senza nome
25
(6 Wo.)
Sony
  • Kose da Grandi (EP, 2002)

Singles (Auswahl)Bearbeiten

Jahr Titel
Album
Chartplatzierungen[4] Anmerkungen
Italien  IT Deutschland  DE
1994 Fuori
Irene Grandi
17
(2 Wo.)
300!
Weil du anders bist (Così diversi noi)
Katz & Maus
300! 79
(2 Wo.)
(mit Klaus Lage)
1996 Fai come me
Per fortuna purtroppo
19
(2 Wo.)
300!
2000 La tua ragazza sempre
Verderossoeblu
4
(12 Wo.)
300!
2001 Per fare l’amore
Irek
22
(10 Wo.)
300!
2003 Prima di partire per un lungo viaggio
Prima di partire
8
(18 Wo.)
300!
Buon compleanno
Prima di partire
19
(13 Wo.)
300!
2005 Lasciala andare
Indelebile
7
(17 Wo.)
300!
2007 Bruci la città
irenegrandi.hits
2
(22 Wo.)
300!
2008 Sono come tu mi vuoi
irenegrandi.hits
9
(9 Wo.)
300!
Bianco Natale
Canzoni per Natale
9
(4 Wo.)
300!
Oh Happy Day
Canzoni per Natale
31
(3 Wo.)
300!
2010 La cometa di Halley
Alle porte del sogno
7
(15 Wo.)
300!
IT:   Gold (15.000+)[5]
Alle porte del sogno
Alle porte del sogno
20
(20 Wo.)
300!
Figli delle stelle
Figli delle stelle (OST)
48
(1 Wo.)
300!
2015 Se mi vuoi
Non calpestare i fiori nel deserto (1995)
22
(1 Wo.)
300!
(Pino Daniele feat. Irene Grandi)
Un vento senza nome
Un vento senza nome
28
(4 Wo.)
300!
La signora del quinto piano # 1522
64
(1 Wo.)
300!

FilmografieBearbeiten

  • 1996: Il Barbiere di Rio
  • 1998: A casa di Irma
  • 2003: L’apetta Giulia e la signora Vita (Stimme)

WeblinksBearbeiten

  Commons: Irene Grandi – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

BelegeBearbeiten

  1. Klaus Lage & Irene Grandi – Weil du anders bist. In: hitparade.ch. Hung Medien, abgerufen am 15. August 2018.
  2. Festivalbar - Artisti - Irene Grandi. Abgerufen am 15. August 2018 (italienisch).
  3. Chartquellen (Alben):
  4. Chartquellen (Singles):
  5. Certificazioni, Irene Grandi. FIMI, abgerufen am 15. August 2018.
  6. Luca Valtorta: Carmen Consoli per le donne, “la mia canzone contro gli stalker”. In: Repubblica.it. Gruppo Editoriale L’Espresso, 28. Mai 2015, abgerufen am 15. August 2018 (italienisch).