Internationale Tennismeisterschaften von Deutschland 1970

   Tennis Internationale Tennismeisterschaften von Deutschland   
Datum 10. – 17. August 1970
Austragungsort Hamburg
Deutschland BundesrepublikBundesrepublik Deutschland BR Deutschland
Erste Austragung 1892
Turnierart Freiplatzturnier
Spieloberfläche Sand
Titelverteidiger
Herreneinzel AustralienAustralien Tony Roche
Dameneinzel AustralienAustralien Judy Tegart
Herrendoppel NiederlandeNiederlande Tom Okker
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Marty Riessen
Damendoppel Deutschland BundesrepublikBundesrepublik Deutschland Helga Niessen
AustralienAustralien Judy Tegart
Mixed AustralienAustralien Judy Tegart
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Marty Riessen
Titelträger
Herreneinzel NiederlandeNiederlande Tom Okker
Dameneinzel Deutschland BundesrepublikBundesrepublik Deutschland Helga Hösl
Herrendoppel Sudafrika 1961Südafrika Bob Hewitt
Sudafrika 1961Südafrika Frew McMillan
Damendoppel AustralienAustralien Karen Krantzcke
AustralienAustralien Kerry Melville
Mixed AustralienAustralien Judy Dalton
Sudafrika 1961Südafrika Frew McMillan

Die 64. Internationalen Tennismeisterschaften von Deutschland fanden vom 10. August bis zum 17. August 1970 auf dem Rothenbaum in Hamburg statt.

Sechs Jahre nach ihrem Sieg im Mixedwettbewerb gewann Helga Hösl diesmal das Damenfinale gegen Helga Niessen. Die inzwischen verheiratete dreifache Titelverteidigerin Judy Dalton konnte nur ihren Titel im Mixed verteidigen, diesmal an der Seite von Frew McMillan. Das Damendoppel gewannen die beiden Australierinnen Karen Krantzcke und Kerry Melville. Zum ersten Mal wurden auch im Damenbereich Preisgelder ausgeschrieben.[1]

Bei den Herren litt aus deutscher Sicht das Turnier darunter, dass gleichzeitig das Interzonenfinale im Davis Cup zwischen Deutschland und Spanien ausgetragen wurde. Der Veranstalter hatte sechs Profispieler von der World Championship Tennis verpflichtet: Mark Cox, Owen Davidson, Tom Okker, Nikola Pilić, Tony Roche und Graham Stilwell. Okker gewann das Einzelfinale gegen Ilie Năstase, während im Herrendoppel Bob Hewitt und Frew McMillan ihren Erfolg von 1967 wiederholen konnten.

Wegen der Verpflichtung der Profis wurde das Turnier nicht in die in diesem Jahr im Herrenbereich von der ILTF zum ersten Mal eingerichtete Grand-Prix-Serie aufgenommen.

PreisgeldBearbeiten

Der Sieger im Herreneinzel erhielt 4.000 $ und die Siegerpaarung im Herrendoppel 2.000 $.[2] Bei den Damen waren für die Einzelsiegerin 1.500 $ und für die siegreiche Doppelpaarung 800 $ vorgesehen.

ErgebnisseBearbeiten

HerreneinzelBearbeiten

  Finale
               
   Niederlande  Tom Okker 4 6 6 6
 Rumänien 1965  Ilie Năstase 6 3 3 4

DameneinzelBearbeiten

  Finale
           
 Deutschland Bundesrepublik  Helga Hösl 6 6
 Deutschland Bundesrepublik  Helga Niessen  3 3

HerrendoppelBearbeiten

  Finale
               
   Sudafrika 1961  Bob Hewitt
 Sudafrika 1961  Frew McMillan 
6 7 6
 Niederlande  Tom Okker
 Jugoslawien Sozialistische Föderative Republik  Nikola Pilić
3 5 2

DamendoppelBearbeiten

  Finale
           
 Australien  Karen Krantzcke 
 Australien  Kerry Melville
6 6
 Vereinigtes Konigreich  Winnie Shaw
 Vereinigtes Konigreich  Virginia Wade
0 1

MixedBearbeiten

  Halbfinale Finale
                         
 Australien  Judy Dalton
 Sudafrika 1961  Frew McMillan
6 6      
 Australien  Fay Moore
 Australien  Mal Anderson
4 4  
 Australien  Judy Dalton
 Sudafrika 1961  Frew McMillan 
6 6
   Australien  Evonne Goolagong 
 Sudafrika 1961  Bob Hewitt
4 4
 Australien  Evonne Goolagong 
 Sudafrika 1961  Bob Hewitt
w. o.
 
 Sudafrika 1961  Annette du Plooy
 Sudafrika 1961  Robert Maud
 

QuellenBearbeiten

  • Hamburger Abendblatt, Ausgaben vom 11. bis 18. August 1970, verfügbar im Online-Archiv von abendblatt.de (kostenpflichtig)
  • Tennis, amtliches Organ des Deutschen Tennisbundes, 24. Jahrgang, Heft 16 (1. September-Ausgabe 1970)

AnmerkungenBearbeiten

  1. Ob von den entsprechend platzierten Damen jemand das Geld annehmen durfte, muss aber zunächst offenbleiben.
  2. Dies entsprach genau den im vorigen Jahr gezahlten Geldern, sodass man vielleicht davon ausgehen kann, dass dies in etwa auch für die anderen Runden galt.