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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Insul
Insul
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Insul hervorgehoben

Koordinaten: 50° 26′ N, 6° 55′ O

Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Ahrweiler
Verbandsgemeinde: Adenau
Höhe: 218 m ü. NHN
Fläche: 5,01 km2
Einwohner: 464 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 93 Einwohner je km2
Postleitzahl: 53520
Vorwahl: 02695
Kfz-Kennzeichen: AW
Gemeindeschlüssel: 07 1 31 034
Adresse der Verbandsverwaltung: Kirchstraße 15
53518 Adenau
Website: www.insul.de
Ortsbürgermeister: Ewald Neiß
Lage der Ortsgemeinde Insul im Landkreis Ahrweiler
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Über dieses Bild
Insul
Ortskern Brückenstraße

Insul ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Ahrweiler in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Adenau an. [2]

GeographieBearbeiten

Insul liegt sieben Kilometer nördlich der Stadt Adenau auf beiden Seiten der Ahr. Die Wohnbebauung des Dorfs erstreckt sich auf einem relativ ebenen Gebiet und steigt im Südwesten am Rand der Anhöhe Burg 271 m ü. NHN minimal an. Das Gemeindegebiet wird naturräumlich größtenteils zum Dümpelfelder Ahrtal gezählt, während der südliche Abschnitt sich bereits dem Reifferscheider Bergland zurechnen lässt. Dort erreicht es an der südwestlichen Grenze auf dem Gipfel des 521 m ü. NHN hohen Scheidnück seinen höchsten Bodenpunkt.

Nachbargemeinden sind Schuld, Sierscheid, Dümpelfeld.

GeschichteBearbeiten

Der Ortsname Insul, der in Urkunden auch mit Esell (1669), Eßel (1728), Insel (1758) und Oesel (1849) überliefert ist, wird auf Insel zurückgeführt. An der Ortslage ist heute noch erkennbar, dass die Ahr in früheren Zeiten auch einen südlichen Flussarm hatte. Mundsprachlich wird der Ort auch „Äsel“ genannt. Insul wurde im Jahre 1269 als „Oensel supra Aram“ erstmals urkundlich erwähnt. Das Gebiet, wo Insul liegt, gehörte im 12. Jahrhundert zur Grafschaft Are, Mitte des 13. Jahrhunderts kam die Grafschaft mit allem Besitz an Kurköln. Insul (auch „Essel“) war nun eine Honnschaft, die zur kurkölnischen Amt Nürburg gehörte, das bis zum Ende des 18. Jahrhunderts bestand.[3]

Unter der französischen Verwaltung gehörte Insul zur Mairie Adenau im Kanton Adenau. Nach 1815, wurde Insul eine preußische Gemeinde, die zur Bürgermeisterei Adenau im damals neu gebildeten Kreis Adenau, das 1932 aufgelöst wurde. Die inzwischen „Amt“ genannte Bürgermeisterei Adenau kam zum Kreis Ahrweiler, zu dem Insul seitdem gehört.[4]

Kirchlich gehörte Insul zur Pfarrei Schuld, die schon im 10. Jahrhundert bestand. Um 1570 wird Insul als Filiale von Schuld und 1631 eine Kapelle in Insul in den Urkunden erwähnt. Die Kapelle wurde 1882 niedergelegt und 1884 durch eine neue Kapelle ersetzt, sie ist St. Rochus geweiht. Im Jahre 1910 erhielt die Kapelle eine Orgel mit sechs Registern, die vom Bonner Orgelbauer Klais eingerichtet wurde.

Eine eigene Schule bekam Insul im Jahre 1863, vorher, bereits 1724 wurde ein Lehrer für Insul urkundlich erwähnt. Im Zuge der in den 1970er Jahren vollzogenen rheinland-pfälzischen Schulreform wurde die Schule in Insul 1972 aufgelöst, die Kinder gehen seitdem nach Adenau zu Grund- und weiterführenden Schulen.

Statistik zur Einwohnerentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Oberlascheid, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[5]

Jahr Einwohner
1815 220
1835 256
1871 244
1905 296
1939 295
1950 331
Jahr Einwohner
1961 371
1970 438
1987 435
1997 462
2005 471
2017 463

PolitikBearbeiten

GemeinderatBearbeiten

Der Gemeinderat in Insul besteht aus acht Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 26. Mai 2019 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.[6]

WappenBearbeiten

Blasonierung: „Im silbernen Schildhaupt ein schwarzes Kreuz, darin ein silberner Pilgerstab. Im rechten oberen Schildteil ein roter links gewendeter Löwe, im unteren linken Schildteil ein rotes Eichenblatt.“[7]
Wappenbegründung: Aus den fränkischen Gaugrafen entwickelte sich das Geschlecht der Grafen von Are, von dem sich im 12. Jahrhundert die Linie Are-Nürburg abzweigte. Wappen der Nürburger; silberner Löwe in Rot und silberne Schindeln. Deshalb wurde der Löwenkopf oben rechts in das Wappen aufgenommen. Bis 1290 zur Grafschaft Nürburg gehörend, kam Insul danach bis 1794 zu Kurköln. Aus dem Sitz des Honnen in Schuld entwickelte sich ein Schultheißenamt für die vier Hundertschaftsorte innerhalb des kurkölnischen Amtes Nürburg. Insul bildete auch mit den anderen drei Hundertschaftsorten eine Dinggemeinde (Gerichtsgemeinde) unter Vorsitz des Schultheißen. Wappen von Kurköln; schwarzes Kreuz in Silber Patron der Dorfkapelle ist der heilige Rochus. Attribut des heiligen Rochus ist ein Pilgerstab. Dieser Pilgerstab wurde auf das schwarze Kreuz gelegt. Auf die Bedeutung des Waldes für die Gemeinde und unsere Landschaft weist das rote Eichenblatt unten links im Wappen hin.

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

 
Hofanlage Bergstraße 3
 
Am Stauwehr der Ahr
 
St. Rochus und Sebastian

BauwerkeBearbeiten

  • Katholische Filialkirche St. Rochus und Sebastian, von 1882
  • Ehemaliger Zehnthof, Fachwerkbau und Hofanlage aus dem Jahre 1616 (Brückenstraße 4)
  • Mehrere Fachwerkhäuser aus dem 19. Jahrhundert, die unter Denkmalschutz stehen
  • Wegekreuz von 1796

Siehe auch: Liste der Kulturdenkmäler in Insul

Grünflächen und NaherholungBearbeiten

  • Der Ort zeichnet sich durch eine waldreiche, naturbelassene Landschaft aus.
  • Burgberg[8]
  • Stauwehr der Ahr mitten im Ort
  • Der Ahr-Radweg führt durch Insul
  • Wanderwege in und um Insul. Touristisch bedeutsam ist Insul als Etappe (mit Unterkünften) des Fernwanderweges AhrSteig[9][10]
  • Das Naturdenkmal Prümer Tor. Eine durchschnittene Felspartie mit 12 m Höhe [11]
  • Bienen-Lehrpfad mit Informationstafeln

Siehe auch: Liste der Naturdenkmale in Insul

Regelmäßige VeranstaltungenBearbeiten

  • Autofreier Sonntag. Von der Quelle in Blankenheim bis hin nach Altenahr führt die „Tour de Ahrtal“ (Ende Juni)
  • Maibaum-Fest am 1. Mai
  • Oktoberfest – ein Erntedank- und Trachtenumzug des Junggesellenvereins (im Oktober)[12]

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

BildungBearbeiten

Der Kindergarten wird in Schuld (2,5 km) besucht, die Grundschule, Schulen wie RealschulePlus und Gymnasium in Adenau. Die Kinder werden im Ort mit Bussen abgeholt.

MedienBearbeiten

Seit 2007 ist Insul vom Ministerium des Innern und für Sport des Landes Rheinland-Pfalz im Rahmen des Dorferneuerungsprogramms als Schwerpunktgemeinde eingestuft.[13]

VerkehrBearbeiten

Die Gemeinde ist durch die Landesstraße 73 und die K 25 erschlossen.

PersönlichkeitenBearbeiten

  • Franz Schmitten (1929–2011), Tierzuchtwissenschaftler und Hochschullehrer

WeblinksBearbeiten

  Commons: Insul – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Bevölkerungsstand 2018, Gemeindeebene (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz (Hrsg.): Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile. Stand: Januar 2018[Version 2019 liegt vor]. S. 4 f. (PDF; 2,2 MB).
  3. Heinrich Thiebes: Insul, Geschichte und Brauchtum in Heimatjahrbuch 1958 Landkreis Ahrweiler
  4. Johann Friedrich Schannat: Eiflia illustrata oder geographische und historische Beschreibung der Eifel, Ausg. 3 - 1852, Seite 371
  5. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  6. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2019, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  7. Wappenbeschreibung-/begründung. Ortsgemeinde Insul, abgerufen am 11. August 2017.
  8. Burgberg Insul. Abgerufen am 25. Juli 2017.
  9. Wanderroute Insul. Abgerufen am 11. August 2017.
  10. Rundweg Insul. Abgerufen am 11. August 2017.
  11. Prümer Tor. (Nicht mehr online verfügbar.) Archiviert vom Original am 26. Oktober 2015; abgerufen am 25. Juli 2017.   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.kreis.aw-online.de
  12. Junggesellenverein JGV Insul. Abgerufen am 11. August 2017.
  13. 23 neue Schwerpunktgemeinden der Dorferneuerung. 2. März 2007, archiviert vom Original am 29. April 2014; abgerufen am 9. Januar 2016 (Schwerpunktanerkennung des Ministeriums des Innern und für Sport des Landes Rheinland-Pfalz).