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Institut für Deutsche Sprache

Forschungseinrichtung der Leibniz-Gemeinschaft
Das Institut in R5
Lage innerhalb der Mannheimer Quadrate

Das Institut für Deutsche Sprache (IDS) in Mannheim ist eine Stiftung des bürgerlichen Rechts, die sich der Sprachforschung widmet. Ziel ist es, die deutsche Sprache in ihrem gegenwärtigen Gebrauch und in ihrer neueren Geschichte wissenschaftlich zu erforschen und zu dokumentieren. Das IDS wurde 1964 gegründet. Es gehört zusammen mit 89 anderen außeruniversitären Forschungsinstituten und Serviceeinrichtungen zur Leibniz-Gemeinschaft.

Seit dem Frühjahr 2019 trägt das Institut den Namen Leibniz-Institut für Deutsche Sprache (IDS).[1]

Inhaltsverzeichnis

ArbeitsgebieteBearbeiten

Die wissenschaftliche Arbeit des IDS findet zumeist in langfristigen Projekten statt. Organisatorisch gliedert sich das IDS in die drei Abteilungen Grammatik, Lexik und Pragmatik sowie Zentrale Forschung und Bibliothek.

ArchiveBearbeiten

Das Institut für Deutsche Sprache (IDS), Mannheim, verfügt mit dem Archiv für gesprochenes Deutsch (AGD) über die weltweit größte Sammlung von Tonaufnahmen des gesprochenen Deutsch. Ein Teil des Bestandes kann im Web über die „Datenbank gesprochenes Deutsch (DGD)“ abgefragt werden (Leitung: Thomas Schmidt).

Außerdem stellt das IDS mit dem Deutschen Referenzkorpus (DeReKo) das weltweit größte Angebot an deutschsprachigen Textkorpora/Textsammlungen geschriebener Sprache (derzeit mehr als 32,8 Milliarden Wörter, Stand: 31. Oktober 2017.) zur Verfügung, das u. a. über die Schnittstelle COSMAS (Corpus Search, Management and Analysis System) II recherchier- und analysierbar ist.[2] COSMAS II hat mehrere tausend registrierte Internet-Benutzer im In- und Ausland.

FinanzierungBearbeiten

Als Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft wird das Institut jeweils zur Hälfte vom Bund und vom Land Baden-Württemberg getragen. Hinzu kommen in wechselndem Umfang Mittel von forschungsfördernden Organisationen wie der Deutschen Forschungsgemeinschaft, der Europäischen Union oder der Volkswagenstiftung. Förderung erfährt das IDS auch von der Stadt Mannheim und dem Verein der Freunde des Instituts für Deutsche Sprache e.V.

DatenBearbeiten

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Im Jahr 2013 hat die COST-Initiative (European Cooperation in the field of Scientific and Technical Research) der EU ein Full Proposal für eine neue COST-Aktion zur Einrichtung eines European Network of e-Lexicography (ENeL) bewilligt.

Im Jahr 2014 hatte das IDS 229 Mitarbeiter (davon 102 wissenschaftliche Angestellte) und beschäftigte ca. 90 Hilfskräfte (Stand: 1. November 2014). Jedes Jahr arbeiten ca. 80 Gastwissenschaftler unter dem Dach des IDS. Direktor war seit 2003 Ludwig M. Eichinger, sein Stellvertreter Arnulf Deppermann. Seit 2018 ist Henning Lobin Direktor des IDS.

AuszeichnungenBearbeiten

  • 2009 wurde das Institut von der Stadt Mannheim mit dem Konrad-Duden-Preis ausgezeichnet.
  • 2013 wurde das Institut zum zweiten Mal mit dem Total-E-Quality-Prädikat ausgezeichnet.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Institut für Deutsche Sprache – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Umbenennung des Instituts für Deutsche Sprache, deutschlandfunkkultur.de, erschienen und abgerufen am 10. April 2019
  2. Das Deutsche Referenzkorpus – DeReKo Abruf 10. Februar 2017.

Koordinaten: 49° 29′ 17,6″ N, 8° 28′ 19,2″ O