Infanteriegewehr

Das Infanteriegewehr ist eine Schusswaffe, welche mit einem langen Lauf und Kolben ab 30 cm Gesamtlänge ausgestattet ist und sie ist von Einheiten der Kampftruppen des Heeres in Verwendung, welche auf den Nahkampf spezialisiert sind.

GeschichteBearbeiten

Der erste Prototyp des Infanteriegewehres war die schwere Büchse, welche als Arkebuse bekannt war. Zu Beginn des 15. Jahrhunderts waren diese Waffen mit einer primitiven Zündvorrichtung versehen. Um 1440 revolutionierten diese Gewehre in Europa erstmals durch die Entwicklung des Luntenschlosses. Die leichte Büchse, welche als Muskete bezeichnet wurde, war in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts wichtigster Teil der Infanteriebewaffnung. Diese wurden in allen damaligen Schlachtfeldern Europas, Asiens und in den überseeischen Ländern eingesetzt. Die Muskete wurde bis ins 20. Jahrhundert als Infanteriegewehr bezeichnet.

In der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts entstanden Waffen mit Funkenzündung. Die erste Zündvorrichtung, welche diese Zündung ermöglichte, war das Radschloss. Der Begriff der Arkebuse wandelte sich ab diesem Zeitpunkt zur leichten Radschlossbüchse. Anfang des 17. Jahrhunderts folgte ein weiteres Zündsystem, das sogenannte Steinschloss. Die Infanterie nutzte es bis in die erste Hälfte des 19. Jahrhunderts. Während des 18. Jahrhunderts waren Infanteriegewehre mit Batterieschloss, welche in unterschiedlichen Ländern hergestellt wurden, einander sehr ähnlich. Sie unterschieden sich in Details, wie Material und Verzierungen.[1]

Nachfolgende Waffen sind in der Mitte des 19. Jahrhunderts mit Zündnadelzündungen erschienen. 1835 entwickelte Johann Nikolaus von Dreyse das Zündnadelgewehr. Infanteriegewehre des 21. Jahrhunderts sind in Österreich das Steyr AUG, in Deutschland das HK G36, in den USA das M16 und in Russland das AK-74.

Siehe auchBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Handfeuerwaffen Band 1 Systematischer Überblick über die Handfeuerwaffen und ihre Geschichte Lugs, Jaroslav ISBN 3327000328 / ISBN 9783327000328 Verlag: Militärverlag, Berlin, 1986