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Ilona Grandke

deutsche Schauspielerin, Sängerin und Synchronsprecherin

LebenBearbeiten

Ilona Grandke absolvierte von 1960 bis 1962 eine Schauspielausbildung an der Hochschule für Film und Fernsehen „Konrad Wolf“ in Babelsberg. Während dieser Zeit gab sie am Hans Otto Theater Potsdam als „Mascha“ in Leo Tolstois Der lebende Leichnam ihr Bühnendebüt. Weitere Theaterstationen waren Bautzen, Dessau sowie die Volksbühne Berlin.

Seit den 1960er Jahren trat sie zudem als Sängerin mit eigenen Liederabenden auf und ging auf Tournee. Außerdem übernahm sie regelmäßig Rollen in Film- und Fernsehproduktionen. Sie verkörperte die „Madame Pompadour“ in Neunundzwanzig Grad im Schatten[1] und spielte in erfolgreichen Serien und Reihen wie Polizeiruf 110, Der Staatsanwalt hat das Wort und Aber Vati!.

1982 siedelte Ilona Grandke in die Bundesrepublik Deutschland über. Dort spielte sie in München Theater und arbeitete für Fernsehproduktionen wie Tatort, Freunde fürs Leben und Fest im Sattel. In der Serie Münchener Freiheit spielte sie eine der Hauptrollen.

Als Synchronsprecherin lieh sie ihre Stimme international bekannten Schauspielerinnen wie Jeanne Moreau in Die Zeit die bleibt, Shohreh Aghdashloo in Der Exorzismus von Emily Rose, Helen Shaver in Der Hexenclub, Lily Tomlin in Flirting with Disaster – Ein Unheil kommt selten allein und Pam Ferris in Harry Potter und der Gefangene von Askaban. Nach dem Tod von Rose-Marie Kirstein wurde Ilona Grandke zudem die zweite deutsche Stimme von „Lt. Uhura“ Nichelle Nichols in den für Sat.1 synchronisierten Folgen von Raumschiff Enterprise sowie in den Kinofilmen Star Trek IV: Zurück in die Gegenwart, Star Trek V: Am Rande des Universums, Star Trek VI: Das unentdeckte Land, Snow Dogs und Sind wir schon da?.

1998 wurde Ilona Grandke für die Sendereihe Lebenslinien des Bayerischen Rundfunks porträtiert. Der Film mit dem Titel „Ich bin eine Fremde im eigenen Land“ wurde für den Prix d‘Europa der Menschenrechte nominiert.

Ilona Grandke war mit dem Schauspieler, Drehbuchautor und Regisseur Jürgen Pörschmann verheiratet, der 1979 starb.

Filmografie (Auswahl)Bearbeiten

Synchronrollen (Auswahl)Bearbeiten

FilmeBearbeiten

SerienBearbeiten

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Frank-Burkhard Habel, Volker Wachter: Das große Lexikon der DDR-Stars. Die Schauspieler aus Film und Fernsehen. Erweiterte Neuausgabe. Schwarzkopf & Schwarzkopf, Berlin 2002, ISBN 3-89602-391-8, S. 118.