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Illerkreis (Kempten)

Kreis im Königreich Bayern von 1808 bis 1817
Bayerns Einteilung in Kreise im Jahr 1808
Kempten 1809
„Hauptstadt des Illerkreises“

Der Illerkreis war ab 1808 bis 1817 einer der Kreise des Königreichs Bayern. Kempten im Allgäu war die Hauptstadt des Illerkreises.

GliederungBearbeiten

Kreisunmittelbare StädteBearbeiten

Kempten - Lindau (Bodensee) - Memmingen (ab 1810)

LandgerichteBearbeiten

Der Kreis gliederte sich in folgende Landgerichte älterer Ordnung bzw. Herrschaftsgerichte (HG): Babenhausen HG (ab 1813) - Bregenz ¹ - Buchhorn ² - Buchloe (ab 1810) - Buxheim HG (ab 1813) - Dornbirn ¹ - Edelstetten HG (ab 1816) - Elchingen (ab 1810) - Feldkirch ¹ - Füssen - Grönenbach - Günzburg (ab 1810) - Illertissen (ab 1810) - Immenstadt - Inner-Bregenzer-Wald ¹ - Kaufbeuren (ab 1810) - Kempten - Kirchheim HG (ab 1814) - Leutkirch ² - Lindau - Mindelheim (ab 1810) - Montafon ¹ - Oberdorf (Marktoberdorf) - Obergünzburg - Ottobeuren (ab 1810) - Ravensburg ² - Reutte (ab 1810) ¹ - Roggenburg (ab 1810) - Schongau - Schwabmünchen (ab 1810) - Sonnenberg ¹ - Sonthofen - Tettnang ² - Thannhausen HG (ab 1814) - Türkheim (ab 1810) - Ursberg (ab 1810) - Wangen ² - Weiler

¹ 1814 an Österreich abgetreten
² 1810 an Württemberg abgetreten

GeschichteBearbeiten

1808 wurde das Königreich Bayern in 15 Kreise eingeteilt, deren Namen sich - gemäß französischem Vorbild - nach Flüssen richteten: Mainkreis (Bamberg), Pegnitzkreis (Nürnberg), Rezatkreis (Ansbach), Nabkreis (Amberg), Regenkreis (Regensburg und Straubing), Altmühlkreis (Eichstätt), Oberdonaukreis (Ulm), Lechkreis (Augsburg), Isarkreis (München), Salzachkreis (Burghausen), Unterdonaukreis (Passau), Illerkreis (Kempten mit Vorarlberg), Innkreis (Innsbruck), Eisackkreis (Brixen und Bozen) und Etschkreis (Trient). Dies wurde bestimmt durch eine allerhöchste Verordnung zur Territorial-Einteilung des Königreichs vom 21. Juni 1808.

Der Illerkreis mit der Hauptstadt Kempten umfasste zunächst 21 Landgerichte und seit 1809 die kreisunmittelbaren Städte Kempten und Lindau, ab 1810 auch Memmingen. 1810 kamen einige Landgerichte an das Königreich Württemberg, gleichzeitig wurde der Illerkreis um einige Landgerichte des Innkreises und des Lechkreises vergrößert, musste jedoch 1814 einige Landgerichte an Österreich abgeben. 1817 wurde der Illerkreis fast ganz dem Oberdonaukreis angegliedert, lediglich das Landgericht Schongau kam zum Isarkreis.

Dem Illerkreis stand als Generalkommissär Karl August von Raisach vor.

LiteraturBearbeiten

  • Richard Bauer, Reinhard Heydenreuter, Gerhard Heyl, Emma Mages, Max Piendl, August Scherl, Bernhard Zettel (Autoren): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. Hrsg.: Wilhelm Volkert. C.H.Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7.