Illange

französische Gemeinde

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Illange
Illange (Frankreich)
Staat Frankreich
Region Grand Est
Département (Nr.) Moselle (57)
Arrondissement Thionville
Kanton Yutz
Gemeindeverband Portes de France-Thionville
Koordinaten 49° 20′ N, 6° 11′ OKoordinaten: 49° 20′ N, 6° 11′ O
Höhe 147–215 m
Fläche 5,65 km²
Einwohner 1.835 (1. Januar 2019)
Bevölkerungsdichte 325 Einw./km²
Postleitzahl 57970
INSEE-Code
Rathaus Illange

Illange (deutsch Illingen, lothringisch Illéngen) ist eine französische Gemeinde mit 1835 Einwohnern (Stand 1. Januar 2019) im Département Moselle in der Region Grand Est (bis 2015 Lothringen). Sie gehört zum Arrondissement Thionville und zum Kanton Yutz.

GeographieBearbeiten

Das Dorf liegt unweit des rechten Moselufers, etwa vier Kilometer südöstlich von Thionville (deutsch Diedenhofen) und zehn Kilometer westlich von Metzervisse (Metzerwiese) unmittelbar nordöstlich der alten deutsch-französischen Sprachgrenze auf einer mittleren Höhe von 178 m. Zum 5,71 km² umfassenden Gemeindegebiet gehört auch der Großteil des Moselhafens auf der linken Moselseite, zu dem es vom Kernort aber keine Straßenverbindung gibt.

GeschichteBearbeiten

Der Ort gehörte früher zum Bistum Trier.[1]

Auf der Gemarkung des Dorfs stand das Schloss Meilberg, einst Sitz der vom Luxemburg abhängigen Herrschaft Milbourg. Überlieferte Namen des Schlosses sind Mirabel (1279), Malberc (1304), Mailberch (1323), Mailburg (1328), Milbourg (1681) und Le Château de Malbroug (1756).[2] Es soll auf dem Terville (Terwen) gegenüberliegenden Berghügel gestanden, sich jedoch nichts davon erhalten haben;[2] nach anderen Angaben sollen im späten 19. Jahrhundert im Wald des Dorfs noch Ruinen des Schlosses vorhanden gewesen sein.[1] Von der Bevölkerung der Umgegend wurde es im 19. Jahrhundert „Malborough“ genannt.[1] 1484 war ein Friedrich von Milbourg Herr auf Hamm.[3]

Durch den Frankfurter Frieden vom 10. Mai 1871 kam die Region an Deutschland und das Dorf wurde dem Kreis Diedenhofen-Ost im neu gebildeten Department Mosel, Bezirk Lothringen, im Reichsland Elsaß-Lothringen zugeordnet. Die Dorfbewohner betrieben Getreideanbau, Weinbau und Viehzucht.[1] Nach dem Ersten Weltkrieg musste die Region aufgrund der Bestimmungen des Versailler Vertrags 1919 an Frankreich abgetreten werden. Das Departement Mosel blieb in seinen geographischen Ausmaßen erhalten, wurde jedoch in Département Moselle umbenannt. Im Zweiten Weltkrieg war die Region von der deutschen Wehrmacht besetzt.

BevölkerungsentwicklungBearbeiten

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2007 2019
Einwohner 700 1276 1360 1729 2071 2130 2059 1835

LiteraturBearbeiten

  • Illingen, Landkreis Diedenofen-Ost, Elsass-Lothringen, in: Meyers Gazetteer, mit Eintrag aus Meyers Orts- und Verkehrslexikon, Ausgabe 1912, sowie einer historischen Landkarte der Umgebung von Illingen (meyersgaz.org).
  • Eugen H. Th. Huhn: Deutsch-Lothringen. Landes-, Volks- und Ortskunde, Stuttgart 1875, S. 335 (google.books.de).
  • Georg Lang: Der Regierungs-Bezirk Lothringen. Statistisch-topographisches Handbuch, Verwaltungs-Schematismus und Adressbuch, Metz 1874, S. 114 (books.google.de).
  • Franz Xaver Kraus: Kunst und Alterthum in Elsass-Lothringen. Beschreibende Statistik. Band III: Kunst und Althertum in Lothringen, Friedrich Bull, Straßburg 1886, S. 783 (books.google.de).

WeblinksBearbeiten

Commons: Illange – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b c d Eugen H. Th. Huhn: Deutsch-Lothringen. Landes-, Volks- und Ortskunde, Stuttgart 1875, S. 335 (google.books.de).
  2. a b Franz Xaver Kraus: Kunst und Alterthum in Elsass-Lothringen. Beschreibende Statistik. Band III: Kunst und Althertum in Lothringen, Friedrich Bull, Straßburg 1886, S. 783 (books.google.de).
  3. Publications de la Section Historique de L'Institut Grand-ducal de Luxembourg, Band 35, Luxembourg 1882, S. 202, Nr. 140 und 141 (books.google.de).