Ikarus (Manga)

Manga
Manga
TitelIkarus
Originaltitelイカル
TranskriptionIkaru
Land JapanJapan Japan
Autor Moebius
Zeichner Jirō Taniguchi
Verlag Kodansha
Magazin Morning
Erstpublikation 1997
Ausgaben 1

Ikarus (jap. イカル, Ikaru) ist eine Manga-Serie von Moebius und Jirō Taniguchi, die 1997 in Japan erschien. Sie ist in die Genres Science Fiction und Seinen einzuordnen und wurde ins Deutsche und andere Sprachen übersetzt.

InhaltBearbeiten

Der Junge Ikarus kann seit seiner Geburt fliegen. Doch wurde er von seiner Mutter weggenommen und wuchs in der Obhut der Regierung auf, die ihn erforschen lässt. Doch eines Tages verliebt er sich in eine der Forscherinnen und entwickelt einen eigenen Willen. Er versucht seinem Gefängnis zu entkommen, ehe ihm sein Drang nach Freiheit genommen werden kann.

Entstehung und VeröffentlichungBearbeiten

Die Serie entstand nach dem Szenario von Moebius und wurde gezeichnet von Jirō Taniguchi. Dem Entwurf von Moebius nach sollte sie 10.000 Seiten umfassen. Taniguchi jedoch hatte bei der Umsetzung freie Hand und kürzte die Handlung auf knapp 300 Seiten.[1]

Sie erschien 1997 im Magazin Morning des Verlags Kodansha in Japan. Sie wurde von Bijutsu Shuppansha 2000 auch in einem Sammelband herausgebracht. Es erschien eine Übersetzung ins Französische bei Kana, eine italienische sowie eine polnische. Eine englische Fassung kam bei Simon & Schuster heraus. Auf Deutsch erschien der Manga schließlich 2016 bei Schreiber & Leser in einem Band.

RezeptionBearbeiten

Peter Osteried bezeichnet das Werk als großartige Kollaboration der beiden bekannten Künstler. Man erkenne neben den europäischen Einflüssen in Taniguchis Stil auch Einflüsse aus Katsushiro Otomos Akira, das wiederum von Moebius beeinflusst war. Insgesamt sei das Werk eine„ perfekte Synthese aus frankobelgischem und japanischem Comic“.[1] Auch Lars von Törne betont im Tagesspiegel, das Werk zeige welch große Bedeutung westliche Comics für Taniguchis Stil hatten.[2]

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b Ikarus – Eintrag bei Comic.de von Peter Osteried
  2. Der vertraute Fremde. In: www.tagesspiegel.de. Abgerufen am 9. Juli 2016.