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Heinrich Bronzetti

Ignaz Heinrich Bronzetti (* 10. Juli 1815 in Bamberg; † 20. November 1882 in München) war sein Leben lang bayerischer Soldat und im deutsch-französischen Krieg 1870/71 Kommandeur des 3. Königlich Bayerischen Feldartillerieregiments.

LebenBearbeiten

Ignaz Heinrich Bronzetti war Sohn des Offiziers Carl Joseph Bronzetti (1788–1854) und dessen Ehefrau Helene Ott (1790–1855). Er war Cousin der berühmten „Fratelli Bronzetti“, Narciso Bronzetti und Pilade Bronzetti, die als Soldaten in den Kriegen um die Einigung Italiens fielen.

Er trat mit 13 Jahren in das Bayerische Kadettenkorps ein. Seine Zeugnisse weisen ihn als einen der Besten seiner Klasse aus. Am 6. August 1833 erfolgte seine Beförderung zum Junker. Nach weiteren Beförderungen erreichte er am 1. Februar 1870 den Rang eines Obersten.

Während des deutsch-französischen Krieges 1870/71 führte Bronzetti vom 1. Februar 1870 an das 3. Bayerische Feldartillerieregiment und blieb dessen Befehlshaber bis zum 11. April 1874, den Tag seiner Pensionierung.

Er nahm während dieses Krieges an zahlreichen Schlachten – Beaumont, Remilly-sur-Meuse, Sedan, vom 22. September bis 5. Oktober 1870 an der Belagerung von Paris, sowie den Schlachten von Artenay, Orléans, Coulmiers, Nogent le Rotru sowie Bazoches les Hautes – teil. In der letztgenannten Schlacht wurde er verletzt, die Verletzung heilte jedoch schnell wieder aus.

Am 6. Juli 1875 beförderte König Ludwig II. den bereits pensionierten Bronzetti noch zum Generalmajor.[1]

Aus Bronzettis Ehe mit Amalie Sauer (1821–1900) ging die Tochter Dora hervor, verheiratet mit dem Oberstleutnant Richard Jaeger (1845–1899).

 
Amalie Bronzetti, geb. Sauer

Auszeichnungen und OrdenBearbeiten

Mit Entschließung vom 31. Dezember 1868 verlieh der Bayerische König Ludwig II. Heinrich Bronzetti das Ritterkreuz I. Classe des Koeniglichen Verdienst Ordens vom heiligen Michael, am 1. Dezember 1870 das Ritterkreuz Iter Classe des Militär-Verdienstordens.

Kaiser Wilhelm verlieh Bronzetti am 2. März 1871 „in Anerkennung seiner pflichtgetreuen Theilnahme an dem siegreichen Feldzuge 1870–1871“ die Kriegs-Denkmünze für Combattanten.

König Wilhelm von Preußen verlieh ihm am 19. Januar 1873 das Eiserne Kreuz zweiter Klasse.[1]

Zu seinem Abschied schrieb ihm die Königinmutter Marie am 29. April 1874: „Ich bedauere von Herzen, daß Sie unser schönes tapferes Regiment verlassen haben, welches Sie stets siegreich führten in dem schwersten Kriege. Es wird Ihnen zu steter Ehre und Genugthuung gereichen.“[2]

LiteraturBearbeiten

  • Alessandro Marra: Pilade Bronzetti: un bersagliere per l´unità d´Italia: da Mantova a Morrone. Mailand 1999.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b Alle Originalurkunden in Familienbesitz, Bayerisches Kriegsarchiv, Archivnummer OP 5385.
  2. Urkunde in Familienbesitz, Kopie im Museum in der Casa Bronzetti in Roverè della Luna/Eichholz.