IPAS

Industrie- und Gewerbegebiet in Euskirchen
Lage vom IPAS in Euskirchen
Luftaufnahme des Industrieparks (2015)

IPAS steht für Industrie-Park Am Silberberg und ist ein Industrie- und Gewerbegebiet in Euskirchen.

KerndatenBearbeiten

Der Industriepark wurde Anfang der 1980er auf offenem Feld entlang der beiden Euskirchener Stadtteile Großbüllesheim und Wüschheim unter dem Namen Gewerbegebiet Großbüllesheim-Wüschheim gegründet, um das innenstadtnahe Gewerbegebiet EURO-Park zu entlasten und großzügigere Gewerbeflächen anbieten zu können. Gleich zu Beginn siedelte sich der global tätige Konsumgüterkonzern Procter & Gamble, der in Euskirchen Windeln der Marke Pampers für über 30 Länder produziert, dort an. Weitere Großunternehmen wie die beiden Verpackungsunternehmen Smurfit Kappa und RP-Verpackung oder der Ersatzteileanbieter Ratioparts folgten. Seit 2016 wurden weitere Großprojekte realisiert, unter anderem das erste 34.000 m² große Logistikzentrum der DHL Supply Chain[1] (2016), welches durch ein zweites kleineres Logistikzentrum auf dem nebenliegenden Grundstück in 2018 ergänzt wurde, der Taschenhersteller Fond of Bags[2] und eine Avex-Tankstelle.

Das Gebiet hat eine Gesamtfläche von ca. 2 Mio. m² und ist damit das größte zusammenhängende Gewerbe- und Industriegebiet im Kreis Euskirchen.[3] Über 70 Betriebe mit insgesamt ca. 4.000 Beschäftigten haben sich inzwischen dort niedergelassen. Ein Großteil der Betriebe setzt sich aus metallverarbeitenden Unternehmen, Logistikunternehmen sowie Schaustellerbetrieben zusammen. Der Industriepark liegt verkehrsgünstig am Autobahnzubringer zur A 61 und verfügt über einen eigenen Bahnanschluss. Durch die geplante Verlegung der B 56 als nördliche Ortsumgehung von Euskirchen würde in Zukunft zusätzlich ein Anschluss an die A 1 geschafft werden, jedoch wurde dieses Bauvorhaben im neuesten Bundesverkehrswegeplan herabgestuft, sodass die Realisierung in unvorhersehbarer Ferne liegt.[4]

Zur Versorgung besitzt das Industriegebiet ein eigenes Umspannwerk, eine Erdgas-Hochdruckleitung und einen eigenen Gleisanschluss, der in die Eifelstrecke mündet. Die verhältnismäßig schlechte Breitbandversorgung aufgrund zu großer Entfernungen zur nächsten Vermittlungsstelle in Euskirchen wurde durch den Ausbau eines eigenen Glasfasernetzes durch das Bonner Telekommunikationsunternehmen bn:t Blatzheim Networks Telecom GmbH[5] sowie durch einen zentral positionierten Mobilfunkmast ausgeglichen.

PrimeSite Rhine RegionBearbeiten

Im Nordosten ist geplant, das Gebiet um weitere 205 Hektar zu erweitern, womit es auch auf das Gemeindegebiet von Weilerswist und dessen Ortsteil Ottenheim übergreift.[6] Diese so genannte „PrimeSite Rhine Region“ ist für industrielle Großvorhaben reserviert. In den Jahren 2001 und 2013 bekundeten die Unternehmen BMW und Haribo bereits Interesse an der Investition an diesem Standort, entschieden sich dann aber doch dagegen.[7] Im Moment ist die Fläche unbebaut und wird landwirtschaftlich genutzt. In der Vergangenheit war dort unter anderem ein 10.000 m² großes Areal für die Ansiedelung eines Hotels und Restaurants geplant.

ReferenzenBearbeiten

  1. https://www.ksta.de/region/euskirchen-eifel/euskirchen/euskirchen-dhl-baut-logistikzentrum-im-ipas-24288320
  2. https://www.ksta.de/region/euskirchen-eifel/auf-40-000-quadratmetern--fond-of--baut-logistikzentrum-in-euskirchen-31450350
  3. https://germansite.de/GermanSite/expose/parcel/de/119676
  4. http://www.radioeuskirchen.de/eus/re/1356579/news/eifel_und_rheinland
  5. http://www.bn-t.de/files/05_09_bnt_IPAS.pdf
  6. https://www.nrwinvest.com/de/standort-nrw/freie-gewerbeflaechen/primesite-rhine-region/
  7. https://www.rundschau-online.de/region/kreis-euskirchen/prime-site-rhine-im-kreis-euskirchen-ganz-grosser-fang-bleibt-fuer-den-kreis-wohl-ein-traum-22622002

Koordinaten: 50° 41′ 27,5″ N, 6° 49′ 39,5″ O