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Hufeisennasen

Familie der Ordnung Fledertiere (Chiroptera)
Hufeisennasen
Große Hufeisennase (Rhinolophus ferrumequinum)

Große Hufeisennase (Rhinolophus ferrumequinum)

Systematik
Unterklasse: Höhere Säugetiere (Eutheria)
Überordnung: Laurasiatheria
Ordnung: Fledertiere (Chiroptera)
Überfamilie: Hufeisennasenartige (Rhinolophoidea)
Familie: Rhinolophidae
Gattung: Hufeisennasen
Wissenschaftlicher Name der Familie
Rhinolophidae
J. E. Gray, 1825
Wissenschaftlicher Name der Gattung
Rhinolophus
Lacépède, 1799

Die Hufeisennasen (Rhinolophidae) stellen eine Familie innerhalb der Unterordnung der Fledermäuse dar. Die Familie umfasst 109 Arten, die alle zur Gattung Rhinolophus gezählt werden. Die Rundblattnasen (Hipposideridae) werden manchmal als Unterfamilie Hipposiderinae in die Hufeisennasen eingegliedert.

VerbreitungBearbeiten

Hufeisennasen sind in Eurasien, Afrika und Australien verbreitet. Fünf Arten sind auch in Europa anzutreffen, nämlich

Weitere Arten der Gattung sind:[1]

BeschreibungBearbeiten

Ihren Namen haben die Tiere von den blattartigen Hautbildungen, die die Nasenöffnungen umgeben. Diese bestehen aus einem hufeisenförmigen unteren Lappen, der in der Mitte eingesenkt ist und in dem sich die beiden Nasenlöcher befinden, und einem Sattel, der die Nasenlöcher oben abschließt und an ein rückwärtig liegendes Beil erinnert. Hinzu kommt eine Lanzette, eine dreieckige, spitze Struktur auf der Stirn. Diese Nase dient den Hufeisennasen zur Lautverstärkung. Die Ohren besitzen eine auffällig breite Basis und laufen spitz zu.

Die Flügel der Tiere sind sehr breit, und der kurze Schwanz wird komplett in die Flughaut einbezogen. Der Flug der Tiere wirkt eher langsam und gaukelnd mit langen Gleitstrecken, die Manövrierfähigkeit der Tiere ist jedoch sehr gut.

Hufeisennasen erreichen eine Kopfrumpflänge von 35 bis 110 Millimeter und ein Gewicht von vier bis 30 Gramm.

LebensweiseBearbeiten

In ihren Quartieren hängen die Tiere meist einzeln und sind dabei vollständig in ihre Flughaut eingeschlagen. Werden sie gestört, können sie ohne lange Lethargie gleich starten. Wie andere Fledermäuse auch jagen die Tiere nachts und orientieren sich durch Echoortung. Die Laute werden bei ihnen durch die Nasenöffnungen ausgestoßen. Ihre Beute, vorwiegend Insekten und Spinnen, fangen sie sehr häufig mit der Armflughaut.

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Hufeisennasen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Rhinolophus Lacépède, 1799 bei ITIS
  2. Chelmala Srinivasulu, Aditya Srinivasulu, Bhargavi Srinivasulu and Gareth Jones. 2019. Integrated Approaches to Identifying Cryptic Bat Species in Areas of High Endemism: The Case of Rhinolophus andamanensis in the Andaman Islands. PLoS ONE. 14(10): e0213562. DOI: 10.1371/journal.pone.0213562