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House of Numbers: Anatomy of an Epidemic

Film (2009)
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House of Numbers: Anatomy of an Epidemic (deutsch: Das Kartenhaus) ist ein Film über das Thema HIV und Aids.

Bei dem Film handelt es sich um einen umstrittenen angeblichen Dokumentarfilm aus dem Jahr 2009, in dem der Verfasser Brent Leung argumentiert, dass das Krankheitsbild AIDS nicht durch HIV verursacht wird.

Verschiedene in dem Film als Experten befragte Persönlichkeiten und Medien, darunter The New York Times und The Lancet, distanzierten sich im Nachhinein von der in dem Film transportierten Tendenz, dass es kein HI-Virus gebe. Es wird in dem Film behauptet, dass die HIV-Tests sehr unzuverlässig seien.

Als eine Kronzeugin lässt der Film Christine Maggiore auftreten, eine HIV-positive Frau, die den Zusammenhang zwischen HIV und Aids bestritt und sich deswegen – auch während ihrer Schwangerschaft – nicht behandeln ließ. Der Film verschweigt allerdings, dass Maggiores Kind im Alter von drei Jahren an Aids starb und sie selbst im Dezember 2008 an einer Lungenentzündung als Folge ihrer Aidserkrankung.[1][2]

VeröffentlichungBearbeiten

Der Film wurde auf mehreren kleinen Filmfestivals aufgeführt einschließlich des London Raindance Filmfestivals.[3] Eine Podiumsdiskuission des Film beimA panel des Films beim Boston Film Festival wurde von Leung und anderen Aidsleugner gestört die versuchten Mitglieder des Podiums, mit deren Meinung sie nicht einverstanden waren, niederzubrüllen versuchten.[4]

Eine deutschsprachige Version der Dokumentation mit dem Titel House of Numbers – Die AIDS-Verschwörung erschien 2011 auf DVD im Kopp Verlag. Die deutschsprachige Fassung des Filmes wurde 2013 unter dem gleichen Titel vom österreichischen Fernsehsender ORF III ausgestrahlt.[5]

RezeptionBearbeiten

Die Rezensenten bewerteten den Film allgemein negativ. Leungs Behauptung von „objektiver Sicht“ des Themas wurde abgelehnt. Der Film wurde mehrmals als eine Mischung von AIDS-Leugnung mit Verschwörungstheorien angesehen. So sah es beispielsweise die Fachzeitschrift The Lancet.[6] Der Rezensent der New York Times sprach von einem „wieseligen Unterstützungspamphlet für Aidsleugner“.[7] Das Wall Street Journal bezeichnete den Filminhalt als Verschwörungstheorien von „Personen, die die Wahrheit hinter einfach allem wüssten“.[8] Der Autor und Arzt Ben Goldacre ließ in der Tageszeitung The Guardian verlauten, dass der Film House of Numbers „Aidsleugner-Propaganda“ sei.[3] Die Zeitung Portland Oregonian bemängelte, dass Leung „nicht völlig ehrlich gegenüber den Zuschauern“ sei und kritisierte den Film wegen "selektiver Bearbeitung, Anomalien und Anekdoten, unfundierten Schlussfolgerungen ... und Unterdrückung unangenehmer Fakten.".[9]

Siehe auchBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Aids: Tödliche Zweifel, Der Tagesspiegel, 20. Januar 2010
  2. A Mother's Denial, a Daughter's Death, Zeitungsartikel in der Los Angeles Times über Christine Maggiore und ihre Tochter vom 24. September 2005
  3. a b Ben Goldacre: HIV and Aids: debate or denial?, The Guardian, 24. Oktober 2009
  4. Ethan Jacobs: Crazy 'House'. In: Bay Windows, 22. April 2009. Abgerufen am 8. September 2009. 
  5. House of Numbers - Die Aids-Verschwörung - ORF III, 2. Dezember 2013
  6. Talha Burki: House of numbers. In: The Lancet Infectious Diseases. 9, 2009, S. 735, doi:10.1016/S1473-3099(09)70316-0.
  7. Jeanette Catsoulis: AIDS Seen From a Different Angle, New York Times vom 4. September 2009
  8. David Aaronovitch: "A Conspiracy-Theory Theory. How to fend off the people who insist they know the 'real story' behind everything", The Wall Street Journal, 21. Dezember 2009
  9. Stan Hall: 'House of Numbers' blurs facts on HIV, Portland Oregonian, 21. Januar 2010.