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Hotel Chevalier

Film von Wes Anderson (2007)

Hotel Chevalier ist ein Kurzfilm des Regisseurs Wes Anderson von 2007. Er ist zugleich Prolog zu dessen Film Darjeeling Limited. Drehort war das Hotel Raphaël in Paris.

Filmdaten
Deutscher TitelHotel Chevalier
OriginaltitelHotel Chevalier
Hotel Chevalier.jpg
ProduktionslandUSA
OriginalspracheEnglisch
Erscheinungsjahr2007
Länge13 Minuten
Stab
RegieWes Anderson
DrehbuchWes Anderson
ProduktionJohn Runkle
KameraRobert D. Yeoman
SchnittVincent Marchand
Besetzung

HandlungBearbeiten

Ort der Handlung ist das Zimmer 403 des Pariser Hotels Chevalier. Jack (Jason Schwartzman) erhält, nachdem er beim Zimmerservice Essen bestellt hat, überraschend Besuch von seiner Ex-Freundin (Natalie Portman), die für einen Tag in der Stadt ist. Nachdem sie das Zimmer betrachtet, sich die Zähne geputzt und der Kellner das Essen gebracht hat, beginnt Jack seine Ex-Freundin auszuziehen und bemerkt an ihr dabei blaue Flecke. Sie möchte, dass beide Freunde bleiben und gesteht Jack ihre Liebe, doch er verhält sich ihr gegenüber kühl und abweisend. Der Film endet mit Austritt beider auf den Balkon und den Blick auf den gegenüberliegenden Straßenzug.

Aus dem Spielfilm Darjeeling Limited ergibt sich, dass es sich bei Jack um einen von drei emotional zerrütteten Brüdern handelt.

MusikBearbeiten

Die Pavane pour une infante défunte von Maurice Ravel spielt der französische Pianist Pascal Rogé (* 1951).

KritikenBearbeiten

Rüdiger Suchsland von Telepolis zeigte sich enttäuscht, dass Hotel Chevalier nur der Vorfilm war: „Er ist besser und inhaltsreicher als der Hauptfilm - was nicht heißt, dass er viel zu sagen hätte oder nicht auch vor allem vom Marken-Fetischismus geprägt wäre. Aber immerhin geht es um etwas. Und alles, was "Hotel Chevalier" NICHT erzählt, und alles was er zeigt, ist hundert Mal interessanter und berührender als jede Sekunde von "The Darjeeling Limited." Das Vergnügen wird nur dadurch gemildert, dass der Film schwer zugänglich ist; bei i-Tunes, auf You-Tube wird er sehr schnell und sehr regelmäßig gelöscht.“[1]

Dominik Kamalzadeh vom Standard sah einen „wunderbar lakonischen Kurzfilm“, er wirke „ein wenig wie ein Fallbeispiel für die Art, wie Anderson Figuren und ihre Welt begreift: Sie sind auf zwingende Weise in ihr Umfeld eingepasst, fast so, als wären sie selbst ein illustres Ausstattungsstück. Doch immer ist da auch ein Rest, ein Fehler, eine Lücke [...]“[2]

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Die mit Abstand größte Film-Nervensäge des Jahrhunderts, Artikel von Rüdiger Suchsland vom 3. Januar 2008, abgerufen am 17. Januar 2008
  2. Einmal Selbstfindung und zurück@1@2Vorlage:Toter Link/derstandard.at (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven  Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis., Artikel von Dominik Kamalzadeh, DER STANDARD/Printausgabe vom 5./6. Januar 2008