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Koordinaten: 53° 33′ 26″ N, 10° 0′ 17″ O

Hotel Atlantic
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Hotelkette Kempinski
Stadt Hamburg
Adresse An der Alster 72–79
Website www.kempinski.com/de/hamburg/hotel-atlantic
Hotelinformationen
Eröffnung 1909
Gebäude steht unter Denkmalschutz
Besitzer Dr. Broermann Hotels & Residences GmbH
Leitung Franco Esposito
Stefan Massa
Klassifizierung 5 Sterne Superior
Auszeichnungen diverse
Mitarbeiter ca. 200[1]
Ausstattung
Zimmer 221
Restaurants 2
Bars 1
Foto des Hotels
Die weithin sichtbare Weltkugel am Hotel Atlantic

Das Hotel Atlantic Kempinski in Hamburg wurde im Jahr 1909 als Grand Hotel für die Passagiere der Hamburg-Amerika-Linie eröffnet. Seit dem 4. Oktober 2010 steht das Gebäude unter Denkmalschutz.[2] Heute gehört das Hotel Atlantic zur Kempinski-Gruppe.

BeschreibungBearbeiten

Das Hotel liegt direkt an Hamburgs Außenalster und nahe dem Hauptbahnhof. Die Haupteinkaufsstraßen befinden sich im Umkreis weniger hundert Meter. Es gibt 221 Zimmer und Suiten, Pool, Sauna und Fitnesseinrichtungen. Das Haus hat insgesamt 13 Veranstaltungsräume, die Platz für bis zu 1200 Gäste bieten. Mehrere regelmäßige Veranstaltungen im Jahr finden hier statt, zum Beispiel der Hamburger Presseball und der „Ball über den Wolken“, der seit 1950 in den Festsälen des Atlantic gefeiert wird.

Prominenter Bewohner des „weißen Schlosses an der Alster“ ist seit den Neunzigerjahren der Musiker und Maler Udo Lindenberg. Das dem Hotel angegliederte Restaurant Atlantic sowie eine Galerie im Hotel sind geschmückt mit so genannten „Likörellen“ Lindenbergs.

Bis 2008 als Fünf-Sterne-Premium-Hotel klassifiziert, besaß das Atlanic vorübergehend keine Einstufung.[3] 2009 erfolgte wegen „mangelnde[r] Qualitätsstandards“ des Hauses der Ausschluss beim Marketingverband The Leading Hotels of the World.[4] Nach umfassenden Renovierungsmaßnahmen erhielt das Hotel 2011 wieder die höchste Bewertungskategorie Fünf Sterne Superior.[5]

Die Fassade wurde 2008 saniert. Die Generalrestaurierung hat Anfang 2010 begonnen. In den darauf folgenden 12 bis 14 Monaten wurde als Teil eines Gesamtinvestments für rund 25 Millionen Euro ein Großteil der Zimmer und Suiten im Haupthaus saniert und neu gestaltet. Die Restaurierungsarbeiten an dem Gründerzeitbau finden in zwei separaten Phasen getrennt vom Hotelbetrieb statt. Die ersten 140 restaurierten Zimmer und Suiten wurden ab Mai 2011 zur Verfügung gestellt.[6]

Ein Detail der Inneneinrichtung weist auf das Deutsch-Britische Flottenwettrüsten im Jahr der Eröffnung hin: Auf einem blauen Teppich im Treppenhaus sind die Umrisse des Kontinents zu erkennen, aber die von Großbritannien fehlen.[7]

RestaurantsBearbeiten

Im Hotel Atlantic Kempinski befinden sich zurzeit zwei Restaurants: das Atlantic Restaurant, das für seine traditionelle, heimatverbundene, speziell auch maritime Küche bekannt ist und das Lifestyle-Restaurant "Atlantic Grill and Health", in dem der Fokus auf regionale und nachhaltige Küche gelegt ist. Im Sommer kann man auch im mediterran gestalteten Innenhof essen und trinken.

GeschichteBearbeiten

Das Haus wurde nach Plänen des Architekturbüros Friedrich Wellermann und Paul Fröhlich errichtet und nach zweijähriger Bauzeit am 2. Mai 1909 eröffnet. Der Reeder Albert Ballin war an der Gründung des Hotels beteiligt, um dort eine adäquate Unterbringung für die 1.-Klasse-Passagiere der Hapag zu schaffen.[7]

Der erste Restaurantdirektor war der damals bekannte Koch Franz Pfordte, der zusammen mit seinem ersten Küchenchef, Alfred Walterspiel, für die Kochkunst in dem Palast an der Alster sorgte. Um die Bedeutung der Küche hervorzuheben, erhielt das Hotel den Namen „Atlantic - Pfordte“, der auf einem Dachgitter oberhalb der Fassade in riesigen Buchstaben angebracht wurde.[8]

Zwischen 1945 und 1950 diente das Hotel der britischen Besatzungsmacht als Unterkunft für Offiziere.

Seit 1957 gehört das Hotel Atlantic zur Kempinski-Hotelgruppe.

1997 fand im Hotel ein Teil der Dreharbeiten zum James Bond-Film Der Morgen stirbt nie mit Pierce Brosnan statt.

2004 wurde mit dem „PrivateMax“ das erste Privatkino in einem deutschen Grandhotel eröffnet.

Seit Ende 2012 präsentieren sich die aufwendig restaurierten Zimmer und Suiten in vier verschiedenen Stilrichtungen.

LiteraturBearbeiten

  • Erich Lüth: Das Atlantic Hotel zu Hamburg 1909–1984. Reiner Faber Verlag, München 1984.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten