Horville-en-Ornois

französische Gemeinde

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Horville-en-Ornois
Wappen von Horville-en-Ornois
Horville-en-Ornois (Frankreich)
Horville-en-Ornois
Region Grand Est
Département (Nr.) Meuse (55)
Arrondissement Commercy
Gemeindeverband Portes de Meuse
Koordinaten 48° 30′ N, 5° 28′ OKoordinaten: 48° 30′ N, 5° 28′ O
Höhe 301–390 m
Fläche 7,61 km²
Einwohner 54 (1. Januar 2018)
Bevölkerungsdichte 7 Einw./km²
Postleitzahl 55130
INSEE-Code

Horville-en-Ornois ist eine französische Gemeinde mit 54 Einwohnern (Stand: 1. Januar 2018) im Département Meuse in der Region Grand Est (bis 2015 Lothringen). Die Gemeinde gehört zum Arrondissement Commercy und zum 2016 gegründeten Gemeindeverband Portes de Meuse.

GeografieBearbeiten

Die Gemeinde Horville-en-Ornois liegt in der Landschaft Barrois in einer sehr ländlich geprägten Umgebung im Süden des Départements Meuse, etwa 47 Kilometer südöstlich von Saint-Dizier und 25 Kilometer nordöstlich von Neufchâteau. Das 7,63 km² umfassende Gemeindegebiet ist waldarm und weist nur geringe Höhenunterschiede auf. Nahe der östlichen Gemeindegrenze verläuft das Flüsschen Ognon, einer der Quellflüsse des Ornain, was den Namenszusatz -en-Ornois erklärt. Umgeben wird Horville-en-Ornois von den Nachbargemeinden Bonnet im Norden, Gondrecourt-le-Château im Nordosten, Südwesten und Westen sowie Dainville-Bertheléville im Südosten.

OrtsnameBearbeiten

Eine erste Erwähnung fand das Dorf 1580 als Dehorville. Über Dehonville (1700), Deonville und Dohudivilla (1707) sowie Dehuvilla und Horvilla (zwischen 1711 und 1749) entwickelte sich der Ortsname schließlich ab 1793 zum heute noch gebräuchlichen Horville. Die Ortsbezeichnung geht wahrscheinlich auf den Namen Hordius zurück, eines ersten Gutsbesitzers im Ort.[1] 1924 wurde der Namenszusatz -en-Ornois eingeführt.[2]

BevölkerungsentwicklungBearbeiten

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2006 2018
Einwohner 91 76 64 63 58 51 58 54

Im Jahr 1886 wurde mit 169 Bewohnern die bisher höchste Einwohnerzahl ermittelt. Die Zahlen basieren auf den Daten von annuaire-mairie[3] und INSEE[4].

SehenswürdigkeitenBearbeiten

  • Kirche Saint-Jean-Baptiste in Teilen aus dem 14. Jahrhundert, 2010 restauriert
  • Lavoir aus dem Jahr 1888
  • Brunnen

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

In Horville-en-Ornois sind sieben Landwirtschaftsbetriebe ansässig (Anbau von Getreide, Hülsenfrüchten und Ölsaaten, Ziegen- und Schafzucht).[5]

Nur wenige Kilometer westlich von Horville-en-Ornois liegt das 30 Quadratkilometer umfassende unterirdische Tunnelsystem des durch die französische Atommüllbehörde ANDRA (Agence Nationale pour la Gestion des Déchets Radioactifs) in Bure betriebene Untertagelabor zur Erforschung der örtlichen geologischen Verhältnisse für den Bau des Atommüllendlagers Bure.

Horville-en-Ornois liegt abseits der überregional wichtigen Verkehrsströme. Durch die Gemeinde führt die Fernstraße D 32 von Gondrecourt-le-Château nach Chassey-Beaupré. Weitere Straßenverbindungen führen in die Gemeinden Bonnet und Mandres-en-Barrois. Im 34 Kilometer entfernten Ligny-en-Barrois besteht Anschluss an die autobahnartig ausgebaute Route nationale 4 von Saint-Dizier nach Toul. Der 30 Kilometer entfernte Bahnhof in Neufchâteau liegt an der Bahnstrecke Culmont-Chalindrey–Toul.

LiteraturBearbeiten

  • Le Patrimoine des Communes de la Meuse. Flohic Editions, Band 1, Paris 1999, ISBN 2-84234-074-4, S. 495.

BelegeBearbeiten

  1. Gondrecourt-le-Château, inventaire topographique, 1981, S. 225 (ISBN 2-11-080752-0)
  2. Ortsname auf cassini-ehess.fr (französisch)
  3. Horville-en-Ornois auf annuaire-mairie
  4. Horville-en-Ornois auf INSEE
  5. Landwirtschaftsbetriebe auf annuaire-mairie.fr (französisch)

WeblinksBearbeiten

Commons: Horville-en-Ornois – Sammlung von Bildern