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Horst Hagen

deutscher Jurist, Vizepräsident des Bundesgerichtshofs

Horst Hagen (* 5. Januar 1934 in Oppeln) ist ein deutscher Jurist, war langjährig Richter am Bundesgerichtshof und von 1994 bis 1999 dessen Vizepräsident.

LebenBearbeiten

Nach Abschluss seiner juristischen Ausbildung trat Hagen zunächst 1961 in den höheren Justizdienst des Landes Schleswig-Holstein ein. Nach der Probezeit wurde er 1965 zum Landgerichtsrat am Landgericht Kiel ernannt, jedoch bereits 1966 als wissenschaftlicher Mitarbeiter an die Universität Kiel abgeordnet. Dort wurde er mit einer Arbeit über Die Drittschadensliquidation im Wandel der Rechtsdogmatik habilitiert. Trotz einer ihm verliehenen venia legendi kehrte Hagen 1973 in den richterlichen Dienst am Oberlandesgericht Schleswig zurück. 1975 zum Richter am Bundesgerichtshof gewählt, gehörte Hagen während seiner gesamten Tätigkeit an diesem Gericht dem vorwiegend für das Grundstücksrecht zuständigen V. Zivilsenat an, ab Mai 1988 als dessen Vorsitzender. Von 1994 bis zu seiner Pensionierung 1999 war Hagen Vizepräsident des Bundesgerichtshofs.

Er ist Mitglied der katholischen Studentenverbindung A.V. Rheno-Guestfalia Kiel im CV.

EhrungenBearbeiten

  • 1974 verlieh die Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät der Universität Kiel Horst Hagen den Titel eines außerplanmäßigen Professors.
  • 2009 wurde er mit der Ehrendoktorwürde der Universität Mannheim ausgezeichnet.