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Holger Paetz

deutscher Kabarettist, Autor von satirischen Texten und Liedermacher
Holger Paetz (2012)

Holger Paetz (* 23. August 1952 in München) ist ein deutscher Kabarettist, Liedermacher und Autor von satirischen Texten.

LebenBearbeiten

Holger Paetz wuchs in Leider, einem Stadtteil von Aschaffenburg, auf und besuchte in der Mainstadt das Humanistische Gymnasium. Nach einem abgebrochenen Studium an der Universität in Würzburg entschloss er sich, eine künstlerische Laufbahn einzuschlagen. Er verfasste eigene Texte und Lieder (Ascheberscher Cityblues), und nach anfänglichem Tingeln durch die unterfränkische Provinz wurde er 1976 mit dem Liedermacherpreis des Hessischen Rundfunks ausgezeichnet. 1977 ging er nach München und trat dort auf den verschiedensten Kleinkunstbühnen auf, so im KEKK, der Liederbühne Robinson und im Hinterhoftheater. Nebenher verdiente er sich seinen Lebensunterhalt als Friedhofsgärtner, Kellner und Archivar.

Seine musikalischen Fähigkeiten an der Gitarre und kabarettistischen Texte führten Paetz schließlich ans Mainzer Unterhaus, er trat beim KampnagelFestival in Hamburg und der Leipziger Lachmesse auf. Er war Gast in Kabarett-Sendungen wie den Mitternachtsspitzen, Ottis Schlachthof und dem Scheibenwischer, wo er zusammen mit Dieter Hildebrandt auftrat. Dieser war auch sein Pate bei der Verleihung des Kabarettpreises Salzburger Stier, den Paetz 1996 erhielt.

Seit 1999 arbeitet er mit Uli Bauer zusammen, der ebenso wie Paetz dem 2002 neu gegründeten Ensemble der Münchner Lach- und Schießgesellschaft angehörte, das jedoch bereits 2003 wieder entlassen wurde. Danach spielten Paetz und Bauer ein von Holger Paetz geschriebenes Duo-Programm: "Es muss jetzt eine Zufriedenheit her". Von 1999 bis 2009 war er Hauptautor des Singspiels beim Starkbieranstich am Nockherberg und dort auch Darsteller des FDP-Politikers Guido Westerwelle.[1] Seit September 2009 gibt Paetz im Münchner Valentin-Musäum im Rahmen einer sonntäglichen Matinee einen satirisch-politischen Monatsrückblick unter dem Titel "So schön war’s noch selten!"[2] Unter demselben Titel spielt Holger Paetz alljährlich ab Dezember ein Jahresrückblick-Programm. Sein Solo "Gott hatte Zeit genug" feierte am 13. Januar 2010 im Mainzer Unterhaus Premiere und das Bühnenprogramm "Ganz fest loslassen" am 17. März 2012 im Hofgarten-Kabarett, Aschaffenburg. Ebenfalls dort fand Ende Oktober 2013 die Uraufführung des Programmes "Auch Veganer verwelken" statt und im Oktober 2016 das Programm "Ekstase in Würde".

2015 Gründung des Holger Paetz Verlags Schwabing.

2018 wurde er in die Süddeutsche Literatenvereinigung Münchner Turmschreiber aufgenommen.

Programme seit 1977Bearbeiten

  • 1977: Songs, Satire, Sprechblasen, Solo
  • 1978: Mischgemüse, Solo
  • 1979: Sprechstunde, Solo
  • 1986: Normalblöde Geschichten (I), Solo
  • 1990: Sorgfalt ist die Mutter des Wahnsinns, Solo
  • 1992: Normalblöde Geschichten (II), Solo
  • 1995: Ich kann nur Vorspiel, Solo
  • 1997: WeichEi muss man köpfen, Solo
  • 1998 bis 2009: Autor des Nockherberg-Singspiels, Nockherberg und BR
  • 1999: Ohne mich wird’s auch nicht besser, Solo
  • 2001: Deutsch? Ich bin ja nicht mal Laie! Solo
  • 2002: Schöner Denken, Ensemble der Münchner Lach- und Schießgesellschaft
  • 2002 bis 2005: Autor des Promi-Derbleckens, Hacker-Pschorr und BR
  • 2004: Es muß jetzt eine Zufriedenheit her, Duo mit Uli Bauer
  • 2006: KrisenFest, Solo
  • seit 2009: So schön war’s noch selten! (Satirisch-politischer Monats- und Jahresrückblick)
  • 2010: Gott hatte Zeit genug, Solo
  • 2012: Ganz fest loslassen, Solo
  • 2013: Auch Veganer verwelken, Solo
  • 2016: Ekstase in Würde, Solo
  • seit 2018: Fürchted Euch! (Alljährliche Buß- und Fastenpredigt), Solo

AuszeichnungenBearbeiten

 
Holger Paetz, Schwabinger Kunstpreis, 2013

DiskographieBearbeiten

  • 2000: Ohne mich wird’s auch nicht besser (Audio-CD), Selbstverlag
  • 2010: Songs (Audio-CD), einLächeln, Mainaschaff
  • 2011: Gott hatte Zeit genug (Audio-CD), einLächeln, Mainaschaff
  • 2015: Auch Veganer verwelken (Audio-CD), Holger Paetz Verlag, Schwabing, ISBN 978-3-9817602-0-0

BibliographieBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Wolfgang Görl: Abschied vom Nockherberg. „Das war’s dann.“ (Memento des Originals vom 10. April 2010 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.sueddeutsche.de, Süddeutsche Zeitung vom 6. April 2009
  2. Ankündigung des satirisch-politischen Monatsrückblicks von und mit Holger Paetz im Valentin-Musäum (Memento vom 4. Februar 2012 im Internet Archive)
  3. Liste der Preisträger des Münchner Kabarettpreises