Die Hohe Geest ist eine Geest-Landschaft mit landschaftlichen Erhöhungen durch Gletscherablagerungen im Süden Schleswig-Holsteins und im Geesthangbereich Hamburgs (nördlich und südlich der Elbe) sowie im nördlichen Niedersachsen. Sie umschließt das Elbe-Urstromtal mit zum Teil steilen Geländeerhebungen von etwa 27 m beim an der Elbe liegenden Altonaer Balkon bis 94,4 m ü. NHN[1] auf dem nahe dem Pumpspeicherkraftwerk Geesthacht gelegenen Haferberg.

Geologische Entstehung und BeschaffenheitBearbeiten

Die Hohe Geest besteht aus den Alt- bzw. Endmoränen des aus nordöstlicher Richtung von Finnland und Skandinavien kommenden Gletschers des Warthe-Stadiums der Saale-Eiszeit (etwa 160.000 bis 100.000 v. Chr.), der Norddeutschland bedeckte.[2] Die Hohe Geest wird von dem bis zu zwanzig Kilometer breiten Urstromtal der Elbe durchschnitten und kann durch diese natürliche Grenze grob dem Süden Schleswig-Holsteins und dem nördlichen Teil Niedersachsens zugeordnet werden. Hamburg liegt im Wesentlichen im und um das Urstromtal der Elbe und hat deswegen wesentlichen Anteil an dieser Landschaft: Die Höhenunterschiede in Harburg und Blankenese sind durch den Geesthang bestimmt. Der Verlauf der B5 zwischen Billstedt und Geesthacht zeigt den Geesthang deutlich, die Grenze zwischen hoher Geest und Marsch sowie auch niederungsbedingter Bruchlandschaft (auch Brook genannt) oder Auwald. Landwirtschaftliche Bedeutung hat die Hohe Geest durch den Anteil fruchtbaren Geschiebemergels, durch den Gletscher mitgeführte Ton- oder Lehmschollen haben Ton- oder Lehmgruben gebildet.

Hohe Geest in Schleswig-HolsteinBearbeiten

Diese Geest, bestehend aus „Hoher Geest“ und „Niederer Geest“, ist die mittlere Naturlandschaft in Schleswig-Holstein. Ein Teil davon ist die Heide-Itzehoer Geest.

Hohe Geest im Norden von Niedersachsen & im Süden von HamburgBearbeiten

Im nördlichen Niedersachsen sowie im Süden von Hamburg ist die Hohe Geest durch drei Höhenzüge gekennzeichnet:

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Kartendienste des Bundesamtes für Naturschutz (Hinweise)
  2. Tim Mansfeldt: Geologie und Geomorphologie Schleswig-Holsteins (Memento des Originals vom 7. März 2016 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/homepage.ruhr-uni-bochum.de, Fakultät für Geowissenschaften – Geographisches Institut der Ruhr-Universität Bochum: Seminar: Geologie, Geomorphologie und Böden Schleswig-Holsteins
  3. Wilhelm Marquardt: Die Landschaft des Kreises; in: Landkreis Harburg – Geschichte – Landschaft – Wirtschaft; Gerhard Stalling AG (Hrsg.); Wirtschaftsverlag, Oldenburg, 1963; S. 38