Historikerpreis der Stadt Münster

Der Historikerpreis der Stadt Münster ist ein Wissenschaftspreis, der 1978 von der Stadt Münster aus Anlass der 330-Jahr-Feier des Westfälischen Friedens gestiftet wurde. Mit ihm werden seit 1981 Lebenswerke oder „herausragende Werke der Geschichtswissenschaft“ ausgezeichnet. Der Preis ist mit 12.500 Euro dotiert und wird alle fünf Jahre ausgelobt (Stand 2017).

Seit dem Jahr 2017 wird außerdem ein mit 3000 Euro dotierter Förderpreis für junge Historiker und Historikerinnen vergeben.

PreisträgerBearbeiten

HauptpreisBearbeiten

  • 1981 Gordon A. Craig, Doyen der US-amerikanischen Geschichtswissenschaft und Deutschlandkenner
  • 1984 Thomas Nipperdey, für seine dreibändige Deutsche Geschichte und seine Studien zur Religionsgeschichte
  • 1988 Hans-Peter Schwarz, für seine Forschungen zur Geschichte der Bundesrepublik Deutschland in der Ära Konrad Adenauers
  • 1993 Jacques Le Goff, für seine Studien über die Geburt Europas im Mittelalter
  • 1998 Konrad Repgen, für die Erforschung der Geschichte Deutschlands und Europas vom Zeitalter der Reformation bis zur Gegenwart
  • 2003 Reinhart Koselleck, für seine grundlegenden Studien zur Begriffsgeschichte und Sensibilisierung für die Instrumentalisierbarkeit von politischer Sprache
  • 2009 Henryk Samsonowicz, für einen „europäischen Intellektuellen und herausragenden Vertreter der zeitgenössischen polnischen Geschichtswissenschaft,“ der „in den 80er Jahren maßgeblichen Anteil am Erfolg der Solidarność-Bewegung“ gehabt habe.
  • 2017 David Nirenberg, für die Forschungen zu seinem Werk „Anti-Judaismus. Eine Geschichte des westlichen Denkens“[1]

FörderpreisBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Berthold Tillmann (Hrsg.): Historikerpreis der Stadt Münster. Die Preisträger und Laudatoren von 1981 bis 2003. Lit-Verlag, Münster 2004, ISBN 978-3-8258-8025-5

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Stadt Münster: Presse- und Informationsamt - Pressemeldungen. In: muenster.de. 24. März 2017, abgerufen am 16. Mai 2017.