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Hirono (Iwate)

Ort in der Präfektur Iwate, Japan

Hirono (jap. 洋野町, -chō) ist eine Stadt im Landkreis Kunohe in der Präfektur Iwate auf Honshū, der Hauptinsel von Japan.

Hirono-chō
洋野町
Hirono (Iwate) (Japan)
Red pog.svg
Geographische Lage in Japan
Region: Tōhoku
Präfektur: Iwate
Koordinaten: 40° 25′ N, 141° 43′ OKoordinaten: 40° 24′ 31″ N, 141° 43′ 7″ O
Basisdaten
Fläche: 303,2 km²
Einwohner: 15.775
(1. April 2018)
Bevölkerungsdichte: 52 Einwohner je km²
Gemeindeschlüssel: 03507-6
Symbole
Flagge/Wappen:
Flagge/Wappen von Hirono
Baum: Japanische Rotkiefer
Blume: Rhododendren
Vogel: Sturmmöwe
Rathaus
Adresse: Hirono Town Hall
27 Dai-23-chiwari, Taneichi
Hirono-chō, Kunohe-gun
Iwate 028-1392
Webadresse: www.town.hirono.iwate.jp
Lage Hironos in der Präfektur Iwate
Lage Hironos in der Präfektur

Inhaltsverzeichnis

GeografieBearbeiten

Hirono liegt an der Sanriku-Küste am Pazifischen Ozean im äußersten Norden der Präfektur Iwate. Ein Großteil des Gemeindegebietes ist Bergland, so dass sich die Bevölkerung auf die Küstenabschnitte, sowie Berg- und Flusstäler konzentriert.

Die Gemeinde besteht aus folgenden neun Ortsteilen. An der Küste liegen von Nord nach Süd Taneichi (種市), Okonai (小子内), Uge (有家) und Nakano (中野) an der Südgrenze. Etwa 15 Kilometer im Inland in einem ausgedehnten Flussbecken des Ōno-Flusses (大野川) liegt das relativ dicht besiedelte Ortskern von Ōno (大野, dt. „großes Feld“). Der Ōno-Fluss bildet auch südliche Westgrenze und entspringt im Südwesten der Gemeinde. In der unmittelbaren Nähe entspringt auch der Kōge-Fluss (高家川) entlang dem sich in einer Hochebene die Ortsteile Mizusawa (水沢), Taishima (帯島) und, immer noch knapp 10 km von der Küste entfernt, Akogi (阿子木) befinden. Danach bildet der Fluss die Südgrenze der Gemeinde bis er in den Ozean mündet. Der Ōno-Fluss mündet etwas nördlich vom Ortszentrum von Ōno in den Uge-Fluss (有家川), der bei Uge in den Pazifik mündet, während sich flussaufwärts an der Westgrenze Kamidate (上舘) befindet.

Nachbargemeinden sind Kuji im Süden, Karumai im Westen und Hashikami im Norden.

GeschichteBearbeiten

Die Gemeinde entstand am 1. Januar 2006 durch die Vereinigung der Stadt Taneichi und des Dorfes Ōno.

Hirono ist ein Beispiel dafür, dass bei dem am 11. März 2011 vom Tōhoku-Erdbeben ausgelösten Tsunami die Deiche diejenigen Gemeinden Japans erfolgreich schützen konnten, in denen der vom Erdbeben ausgelöste Tsunami niedriger als die Deiche war. Während der Tsunami in der Stadt Hirono eine Höhe von 9,5 m über dem Gezeitenstand hatte, waren die Deiche hier 12 m höher als der Gezeitenstand, und es kam zu keiner Überflutung der Stadt Hirono.[1] Nach anderen Angaben hatten die Flutwellen eine Höhe von 6,3 bis 15 Meter.[2] Von einem Zufluchtsort aus wurde beobachtet, wie der Tsunami 41 Fischerboote wegschwemmte. Die Boote wurden später 2–3 km in der hohen See in einer Linie gefunden.[3] 10 Wohngebäude wurden völlig und 15 weitere teilweise zerstört.[4] Das Postamt Hirono wurde beschädigt.[5] Es kam in Hirono, wo sich der Großteil der Ortsteile landeinwärts befindet, weder zu Verletzten, noch zu Toten.[6][4]

VerkehrBearbeiten

Wichtigste Fernstraßen sind die Nationalstraße 45 nach Sendai oder Aomori, sowie 395 nach Kuji oder Ninohe. Weitere sind die Präfekturstraßen 11, 20, 139, 150, 153, 164, 216, 247, 269 und 292.

An das Schienennetz ist die Gemeinde über die JR East Hachinohe-Linie angeschlossen mit Stationen innerhalb der Gemeinde in Kadonohama, Hiranai, Taneichi, Tamagawa, Shukunohe, Rikuchū-Yagi, Uge und Rikuchū-Nakano.

Zudem befinden sich in der Gemeinde die Häfen Tateichi (種市港), Tamagawa (玉川港), Heruke (戸類家港), Shukunohe (宿戸港), Yagi (八木港), sowie weitere Fischhäfen. Der Yagi-Hafen gehört zu den wichtigsten der Präfektur.[7]

BildungBearbeiten

In Hirono befinden sich die Grundschulen (洋野町立X小学校, Hirono-sonritsu X shōgakkō) Tateichi (種市), Hiranai (平内), Kadonohama (角浜), Jōnai (城内), Shukunohe (宿戸), Nakano (中野), Ōno (大野), Ringō (林郷), Taishima (帯島) und Mukaida (向田), die Mittelschulen (洋野町立X中学校, Hirono-sonritsu X chūgakkō) Tateichi, Shukunohe, Nakano, Ōno-Daiichi (大野第一, „1. Mittelschule Ōno“) und Ōno-Daini (大野第二, „2. Mittelschule Ōno“), sowie die beiden präfekturalen Oberschulen (岩手県立種市高等学校, Iwate-kenritsu X kōtō gakkō) Tateichi und Ōno.[8]

WeblinksBearbeiten

  Commons: Hirono – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Structural Measures Against Tsunamis. In: Federica Ranghieri, Mikio Ishiwatari (Hrsg.): Learning from Megadisasters - Lessons from the Great East Japan Earthquake. World Bank Publications, Washington, DC 2014, ISBN 978-1-4648-0153-2, Chapter 1, S. 25–32, doi:10.1596/978-1-4648-0153-2 (Werk online zugreifbar auf Google Books [abgerufen am 3. April 2018])., Lizenz: Creative Commons Attribution CC BY 3.0 IGO.
  2. 広報ひろの. Nr. 5/2011, S. 4 (town.hirono.iwate.jp (Memento vom 19. Juli 2011 im Internet Archive) [PDF]).
  3. 東日本大震災:「何度も押し寄せた」岩手県洋野町の津波 („Ostjapanisches Erdbeben: ‚Es flutet wieder und wieder‘, Tsunami in Hirono, Präfektur Iwate“). In: 毎日jp. Mainichi Shimbun-sha, 13. März 2011, abgerufen am 29. Mai 2011 (japanisch).
  4. a b 平成23年(2011年)東北地方太平洋沖地震(東日本大震災)について(第157報) (Memento vom 18. März 2018 auf WebCite) (PDF (Memento vom 18. März 2018 auf WebCite)), 総務省消防庁 (Fire and Disaster Management Agency), 7. März 2018.
  5. 南相馬の郵便局、津波で流失 東北各地で被災 („Postamt in Minamisōma weggespült, viele Orte in der Region Tōhoku betroffen“). In: asahi.com. Asahi Shimbun-sha, 12. März 2011, archiviert vom Original am 14. März 2011; abgerufen am 29. Mai 2011 (japanisch).
  6. 東日本大震災 図説集. In: mainichi.jp. Mainichi Shimbun-sha, 20. Mai 2011, archiviert vom Original am 19. Juni 2011; abgerufen am 19. Juni 2011 (japanisch, Übersicht über gemeldete Tote, Vermisste und Evakuierte).
  7. 八木港の概要. Präfektur Iwate, archiviert vom Original am 6. September 2012; abgerufen am 29. Mai 2011 (japanisch).
  8. 学校. Hirono, archiviert vom Original am 23. Januar 2007; abgerufen am 29. Mai 2011 (japanisch).