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Himmel und Erde

deutsches Gericht aus Blutwurst, Apfelmus und Kartoffeln
Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Himmel und Erde (Begriffsklärung) aufgeführt.
„Himmel und Erde“, zubereitet mit Blutwurst, gebratenen Zwiebeln und Kartoffelpüree mit Äpfeln.
„Himmel und Erde“ serviert mit Bratwurst und Speckzwiebeln in Westfalen

Himmel und Erde (im Rheinland: Himmel un Ääd) ist ein traditionelles rheinisches, westfälisches, niedersächsisches und schlesisches Gericht aus Kartoffelpüree und Apfelmus.

Das Gericht ist seit dem 18. Jahrhundert bekannt. Seinen Namen erhielt es von der früher verbreiteten und auch heute noch in verschiedenen Regionen gängigen Bezeichnung Erdapfel für Kartoffel, so dass „Himmel“ für die Äpfel an den Bäumen und „Erde“ für die Kartoffeln in der Erde als Hauptbestandteile des Gerichts steht.[1]

Häufig wird „Himmel und Erde“ zusammen mit (geräucherter) gebratener Blutwurst, gerösteten Zwiebeln und auch Speck oder gebratener Leberwurst serviert.[1] In der Region um Hamburg gehört Grützwurst dazu.[2]

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b Eckhard Supp: Duden. Wörterbuch Kochkunst. Von Amuse-Bouche bis Zierschnee. Dudenverlag, Mannheim u. a. 2011, ISBN 978-3-411-70392-0, Kapitel: Regionale Gerichte im deutschsprachigen Raum, S. 91.
  2. Typisch deutsch: Zwischen Himmel und Erde, ntv vom 5. Januar 2006.