Hauptmenü öffnen

Hilary & Jackie

Film von Anand Tucker (1998)

Hilary & Jackie ist ein 1998 gedrehter Spielfilm von Anand Tucker. Er handelt von der komplizierten Beziehung der Cellistin Jacqueline du Pré zu ihrer Schwester Hilary.

Filmdaten
Deutscher TitelHilary & Jackie
OriginaltitelHilary and Jackie
ProduktionslandGroßbritannien
OriginalspracheEnglisch
Erscheinungsjahr1998
Länge121 Minuten
AltersfreigabeFSK 12
Stab
RegieAnand Tucker
DrehbuchFrank Cottrell Boyce nach A Genius in the Family von Hilary und Piers du Pré
ProduktionAndy Paterson,
Nicolas Kent
MusikBarrington Pheloung
KameraDavid Johnson
SchnittMartin Walsh
Besetzung

Inhaltsverzeichnis

HandlungBearbeiten

Beide Schwestern, zwischen denen als Kindern eine außerordentlich enge Bindung bestand, zeigten schon damals ihr außergewöhnliches musikalisches Talent. Hilary, die zunächst als die begabtere galt, entschied sich jedoch, ihr Flötenspiel zugunsten einer Ehe und Kindern aufzugeben, während Jacqueline gerade ihr Bemühen, die Schwester zu übertrumpfen, zu einer Weltkarriere verhilft. Sie geht auf Welttournee, ohne darin ihre Erfüllung zu finden. Vielmehr versucht sie zunächst, ihrer Schwester den Mann auszureden und dann, sie zu überreden, ihr den Mann zu überlassen, auch noch während ihrer Beziehung zu Daniel Barenboim. Schließlich bittet Hilary Jackie, das Landhaus zu verlassen. Dann, im Alter von 28 Jahren, erkrankt Jackie an multipler Sklerose und stirbt vierzehn Jahre später.

BeschreibungBearbeiten

Der Film erzählt aus wechselnder Perspektive die Beziehung der Geschwister. Während Anfang und Schluss einheitlich gezeigt werden, wird nach Beginn der Tournee von Jackie zunächst gezeigt, wie das Leben der zurückbleibenden Hilary stets von der abwesenden Schwester geprägt wird, auf die Hilary wegen des herausragenden Erfolges eifersüchtig ist und deren Verhalten während der Besuche rätselhaft erscheint. Als Jackie das Landhaus von Hilary und ihrem Mann verlässt, füllt der Film die Leerstellen, die Jackie als manische, unkontrollierbare Person deuten, die einzig ihrer Schwester gegenüber Liebe empfindet und die sich nicht auf eine ernsthafte Beziehung zu Barenboim einlassen kann.

Barenboim distanzierte sich ausdrücklich von dem Film, der Jacqueline du Pré als psychisch instabil beschreibt und auch ihre gemeinsame Beziehung nicht im besten Licht erscheinen lässt. Er hatte während der Beziehung mit Jackie eine Affäre mit einer anderen Frau und zeugte mit dieser ein Kind. Der Film basierte allerdings auf einem „biographischen Roman“ von Hilary und Piers du Pré, Jackies Schwester und Bruder. Damit grenzten sie sich bewusst von einer Biographie ab und erhoben keinen Anspruch auf wahrheitsgemäße Darstellung.

AuszeichnungenBearbeiten

Emily Watson („Beste Hauptdarstellerin“) und Rachel Griffiths („Beste Nebendarstellerin“) wurden beide für einen Oscar nominiert. Emily Watson wurde weiterhin für einen Golden Globe als beste Hauptdarstellerin in einem Drama nominiert sowie für einen BAFTA Award, bei denen der Film in insgesamt 5 Kategorien nominiert war, jedoch leer ausging.[1]

WeblinksBearbeiten

NachweiseBearbeiten