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HEYMAT (Hybride europäisch-muslimische Identitätsmodelle) ist ein 2008 begonnenes sozialwissenschaftliches Forschungsprojekt an der Humboldt-Universität zu Berlin und dem Otto-Suhr-Institut für Politikwissenschaft, das Identitätskonzepte muslimischer Einwanderer in Deutschland untersucht. Das Projekt wird von der VW-Stiftung durch das Schumpeter-Fellowship gefördert. Die Leitung liegt bei Naika Foroutan und Isabel Schäfer.[1]

InhaltBearbeiten

Das Forschungsprojekt fragt nach Gründen, warum sich die Identifikation muslimischer Einwanderer mit Deutschland schwierig gestaltet. Gegenstand der Untersuchung sind muslimische Identitätsmuster, welche Deutsch-Sein und Muslim-Sein verbinden. Forschungsinteresse ist dabei, inwiefern hybriden Identitäten für Integrationsprozesse eine vermittelnde Rolle zukommt. These ist, dass hybride Identitäten notwendig sind, um die Kluft des Unverständnisses zwischen der angestammten Bevölkerung und den Einwanderern zu überbrücken. Zugleich wird das Verhältnis zwischen Europa und der islamischen Welt und dessen Rückwirkung auf die Identitätsbildungen analysiert. Untersucht wird, welchen Beitrag die Träger bikultureller Identitäten dazu leisten, den Wandel nationaler Identitäten zu beschleunigen.[2] Zum Abschluss des Projekts ist eine deutschlandweite repräsentative Online-Umfrage geplant, in der nicht nur Muslime zur hybriden Identität befragt werden sollen, sondern auch andere Vergleichsgruppen.[3]

Die Forschungsergebnisse sollen nach Beendigung des Projektes einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.[4]

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten