Hessisches Kultusministerium

Das Hessische Kultusministerium, kurz HKM, ist das Kultusministerium des Landes Hessen. An der Spitze des Hauses steht als Mitglied der Hessischen Landesregierung Staatsminister Alexander Lorz (CDU).

Hessisches Kultusministerium

Hessische Landesregierung.svg
Staatliche Ebene Landesbehörde
Stellung Ministerium
Hauptsitz Luisenplatz 10
Wiesbaden
Behördenleitung Alexander Lorz
Bedienstete 243 (2013)
Netzauftritt kultusministerium.hessen.de
Eingang des Gebäudes in Wiesbaden

AufgabenBearbeiten

Die hauptsächlichen Aufgaben des Hessischen Kultusministeriums sind:

Das Ministerium hatte im Jahr 2013 etwa 243 Mitarbeiter. Weitere 7.445 Mitarbeiter waren in den nachgeordneten Behörden tätig und 49.837 Mitarbeiter waren direkt in den Schulen eingesetzt. Damit ist das Kultusressort das mit Abstand personalintensivste der hessischen Landesverwaltung[1].

SchulaufsichtBearbeiten

Das Kultusministerium ist die oberste Schulaufsichtsbehörde. Darunter bestehen 15 regionale Schulämter als untere Schulaufsichtsbehörde, die die Fach- und Dienstaufsicht über die Schulen ausübt. Ziel der Schulaufsicht ist es, die Qualität der schulischen Arbeit, die Vergleichbarkeit der Abschlüsse und die Durchlässigkeit der Bildungsgänge zu sichern. Weiterhin berät das Landesschulamt die Schulen und steuert die Qualitätsentwicklungen der Schulen.

OrganisationBearbeiten

MinisteriumBearbeiten

Das Ministerium besteht neben dem Ministerbüro aus 4 Abteilungen mit folgenden inhaltlichen Zuordnungen:[2]

  1. Abteilung Z: Personal, Recht, Organisation, E-Government
  2. Abteilung I: Qualitätsentwicklung, Ganztägig arbeitende Schulen, schulformübergreifende Bildungsaufgaben, Aufsicht über die Hessische Lehrkräfteakademie
  3. Abteilung II: Haushalt, Mandantenleitungen, Statistik, regionale Schulentwicklung, Dienstaufsicht über die Staatlichen Schulämter
  4. Abteilung III: Allgemein bildende (A) und berufliche (B) Schulen, internationales Bildungs- und Schulwesen, Lebensbegleitendes Lernen

Nachgeordnete BehördenBearbeiten

Daneben ist dem Ministerium noch die Hessische Landesstelle für Technologiefortbildung – Dr.-Frank-Niethammer-Institut – nachgeordnet.

StaatsaufsichtBearbeiten

Das Kultusministerium nimmt bei folgenden Stiftungen die Staatsaufsicht wahr:

DienstsitzBearbeiten

Das hessische Kultusministerium liegt in einem historischen Gebäude am Luisenplatz 10 in Wiesbaden. Das Gebäude wurde 1831 als Schulgebäude für das 1817 gegründete Pädagogium errichtet. 1933 wurde das Gebäude durch die Verwaltung des Reichsarbeitsdienstes und die SA genutzt.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Gebäude seit 1949 als Hessisches Kultusministerium genutzt. Heute steht es unter Denkmalschutz.

Bisherige MinisterBearbeiten

 
Staatsminister Alexander Lorz (2013)
Name Amtsantritt Kabinett Partei
Franz Böhm 1. November 1945 Geiler
Franz Schramm 19. April 1946 Geiler CDU
Erwin Stein 7. Januar 1947 Stock CDU
Ludwig Metzger 10. Januar 1951 Zinn I SPD
Arno Hennig 2. Dezember 1953
19. Januar 1955
Zinn I
Zinn II
SPD
Ernst Schütte 29. Januar 1959
31. Januar 1963
18. Januar 1967
Zinn III
Zinn IV
Zinn V
SPD
Ludwig von Friedeburg 22. Oktober 1969
17. Dezember 1970
Osswald I
Osswald II
SPD
Hans Krollmann 18. Dezember 1974
20. Oktober 1976
14. Dezember 1978
Osswald III
Börner I
Börner II
SPD
Karl Schneider 4. Juli 1984 Börner III SPD
Christean Wagner 24. April 1987 Wallmann CDU
Hartmut Holzapfel 5. April 1991
5. April 1995
Eichel I
Eichel II
SPD
Karin Wolff 7. April 1999
5. April 2003
Koch I
Koch II
CDU
Jürgen Banzer (komm.) 5. April 2008 Koch II CDU
Dorothea Henzler 5. Februar 2009
31. August 2010
Koch III
Bouffier I
FDP
Nicola Beer 31. Mai 2012 Bouffier I FDP
Alexander Lorz 18. Januar 2014
18. Januar 2019
Bouffier II
Bouffier III
CDU

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Hessisches Ministerium der Finanzen: Übersicht der Buchungskreise in der hessischen Landesverwaltung Stand 13. März 2013
  2. Organisationsplan des Hessischen Kultusministeriums. 1. September 2019;.
  3. Landeshaushaltsplan 2017 – Einzelplan 04 (Hessisches Kultusministerium). S. 2;.