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Hesepe (Bramsche)

Ortsteil der Gemeinde Bramsche

Hesepe ist ein Ortsteil der Stadt Bramsche im niedersächsischen Landkreis Osnabrück.

Hesepe
Gemeinde Bramsche
Koordinaten: 52° 26′ 26″ N, 7° 57′ 51″ O
Höhe: 45 m
Einwohner: 2560 (27. Mai 1970)
Eingemeindung: 1. Juli 1972
Postleitzahl: 49565
Die „Streithähne“ von Hesepe, ein Wahrzeichen des Dorfes

Erst nach dem Zweiten Weltkrieg wurde aus der weit verstreuten Bauerschaft eine dichte Siedlung. Hesepe liegt direkt an der B 68 und der B 218 sowie mit einem Bahnhof an den Bahnstrecken Oldenburg–Osnabrück und Delmenhorst–Hesepe, die sich hier treffen. Regelmäßig hält am Bahnhof Hesepe die RB 58 (Osnabrück–Bremen) sowie unregelmäßig einzelne Züge der Linie RE 18 (Osnabrück–Wilhelmshaven). Im Zweiten Weltkrieg befand sich in Hesepe ein großer Militärflugplatz. Bis Ende der 1980er Jahre waren dann Niederländische Streitkräfte in Hesepe stationiert. Nach deren Abzug diente das nicht mehr militärisch genutzte Gelände als Grenzdurchgangslager für Spätaussiedler. Später fungiert es als Landesaufnahmestelle für jüdische Kontingentflüchtlinge und Spätaussiedler. Ab 2003 kam die Einrichtung zur Zentralen Aufnahme und Ausländerbehörde Oldenburg, untergebracht wurden nun Asylbewerber deren Antrag bereits rechtskräftig abgelehnt worden ist um die Ausreise zu organisieren. Seit Mai 2014 ist die Einrichtung als Standort Bramsche der Landesaufnahmebehörde Niedersachsen nach Braunschweig und Friedland die dritte Erstaufnahmeeinrichtung für Asylbewerber.[1]

Inhaltsverzeichnis

GeschichteBearbeiten

Herkunft des NamensBearbeiten

Der Name Hesepe beinhaltet zwei Wortstämme von hohem Alter. Im Osnabrückischen existiert an der Hase um 1169 ein Hesepe als Hesbe, das Dorf Hespe bei Stadthagen heißt 1284 gleichfalls Hesepe. Das Grundwort epe, alte Form apa, findet sich in ganz Deutschland, am meisten im Sauerland, und bezeichnet überall einen kleinen Wasserlauf. Man glaubt darin das sanskritische Ambhas (Wasser), lat. amnis, alt ambnis, sowie auch das griech. ombros, lat. imber (Platzregen) und ebenfalls das keltisch-irische abh für Fluss, zu finden, also kurzum ein indogermanisches Urstammwort.

Schwieriger zu deuten ist das Bestimmungswort has oder häs (stets lang gesprochen: Häsepe). Die alte Form Hasba (wohl richtiger Hasapa) kann für Hesepe nicht vom Hasefluss hergeleitet werden, da dann eine den alten Ortsnamen fremde Doppelung vorläge. Has und Haas findet sich in Ortsnamen häufig, ohne einen einheitlichen Schluss zuzulassen. Am ehesten ist an die Bedeutung has = dunkel, Nebel, zu denken, was auch auf das Wasser der Hase gut passt.

EingemeindungBearbeiten

Am 1. Juli 1972 wurde Hesepe in die Stadt Bramsche eingegliedert.[2]

EinwohnerentwicklungBearbeiten

Wohnbevölkerung der Gemeinde Hesepe mit Gebietsstand vom 27. Mai 1970[3]:

Datum Einwohner
17. Mai 1939 1069
13. September 1950 1861
6. Juni 1961 2348
27. Mai 1970 2560

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Landesaufnahmebehörde Niedersachsen
  2. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 254.
  3. Niedersächsisches Landesverwaltungsamt (Hrsg.): Gemeindestatistik Niedersachsen 1970. Teil 2: Bevölkerung und Erwerbstätigkeit, Heft 5: Regierungsbezirk Osnabrück, Hannover 1973, S. 40.