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Hermann Leeb

deutscher Rechtsanwalt und Politiker, MdL

Hermann Leeb (* 15. Oktober 1938 in Aschaffenburg) ist ein deutscher Rechtsanwalt und Politiker (CSU).

Inhaltsverzeichnis

FamilieBearbeiten

Hermann Leeb wurde 1938 in Aschaffenburg in Unterfranken als Sohn von Hermann (* 20. Juni 1904 in Aschaffenburg; † 8. Oktober 1991 in Aschaffenburg) und Fränze Leeb geb. Brüggemann (* 22. Dezember 1909 in Aschaffenburg; † 15. März 1981 in Aschaffenburg) geboren. Sein Vater Rechtsanwalt Dr. Jur. Hermann Leeb sen., war von 1948 bis April 1952 zweiter Bürgermeister und somit Stellvertreter des Oberbürgermeisters der Stadt Aschaffenburg. Hermann Leeb ist verheiratet und hat zwei Kinder.

LebenswegBearbeiten

Hermann Leeb besuchte Humanistische Gymnasium in Aschaffenburg wo er 1958 sein Abitur ablegte. Danach folgte ein sieben Semester andauerndes Studium der Rechtswissenschaft an den Universitäten in Frankfurt, in Freiburg im Breisgau und in Würzburg. 1962 legte er sein Referendarexamen ab. Von 1962 bis 1967 folgte die Referendarzeit bei unterfränkischen Gerichten und Verwaltungsbehörden. Seit 1967 hat Hermann Leeb eine Zulassung als Rechtsanwalt beim Amts- und Landgericht Aschaffenburg und am OLG Bamberg. Bis zum Eintritt in das Bayerische Kabinett war er in der Familien-eigenen Anwaltskanzlei in Aschaffenburg tätig. Seit 1958 ist er Mitglied in der CSU und war in der Zeit auch Kreisvorsitzender des Kreisverbands Aschaffenburg-Stadt und stellvertretender Bezirksvorsitzender der CSU Unterfranken. Von 1987 bis 1990 war Leeb stellvertretender Vorsitzender der CSU-Landtagsfraktion und von 1990 bis 1993 Staatssekretär im Staatsministerium für Unterricht und Kultus, Wissenschaft und Kunst, für den Bereich Unterricht und Kultus. Ab Juni 1993 bis Oktober 1998 übte Hermann Leeb das Amt des Staatsminister der Justiz in Bayern aus. Hermann Leeb führt bis dato in der dritten Generation eine Rechtsanwaltskanzlei in Aschaffenburg. Seine heutige Kanzlei LEEB & LEEB blickt nun schon auf eine über 100-jährige Tradition zurück. Gegründet wurde sie im Jahr 1900 von seinem Großvater Justizrat und lgnaz Leeb (* 8. März 1869 in Kleinwallstadt; † 23. Dezember 1954 in Aschaffenburg) und wurde durch seinen Vater Rechtsanwalt Dr. Hermann Leeb sen. fortgeführt. Die Zulassung von Rechtsanwalt Hermann Leeb ruhte in der Zeit zwischen 1990 und 1998, weil er in diesem Zeitraum der Bayerischen Staatsregierung unter anderem als Justizminister angehörte. Seit dem Jahr 1999 übt Hermann Leeb seine Tätigkeit in der Kanzlei wieder aus. Seit Dezember 2005 ist auch seine Tochter Cornelia Leeb als Rechtsanwältin in der Kanzlei tätig.

TätigkeitenBearbeiten

Leeb gehörte von 1970 bis 2003 dem Bayerischen Landtag an und wurde 1990 Staatssekretär im Bayerischen Kultusministerium. Er amtierte anschließend von 1993 bis 1998 als Bayerischer Staatsminister der Justiz. Er ist nichtberufsrichterliches Mitglied des Bayerischen Verfassungsgerichtshofes. Er ist Mitglied der katholischen Studentenverbindungen K.St.V. Julius Echter Würzburg, K.St.V. Brisgovia Freiburg und Staufia-Frankfurt im KV.

Auszeichnungen, Orden und EhrenzeichenBearbeiten

  • Bayerischer Verdienstorden
  • Bayerische Verfassungsmedaille in Silber
  • Bayerische Verfassungsmedaille in Gold
  • Am 15. November 2015 erhielt Hermann Leeb aus den Händen von Bayerns Justizminister Winfried Bausback (CSU) die Bayerische Justizmedaille für seine Verdienste um die bayerische Justiz.

WeblinksBearbeiten