Hauptmenü öffnen

Hermann Grote (Numismatiker)

deutscher Numismatiker und Heraldiker, Autor und Herausgeber
Gedenkmedaille für Herrmann Grote, zu dessen 100. Todestag, Bronzegussmedaille von W. Fitzenreiter/Gießerei Seiler, Schöneiche, 1995. (30 Exemplare)
Hermann Grote

Hermann Grote (* 28. Dezember 1802 in Hannover; † 3. März 1895 in Linden (Hannover)) war ein deutscher Numismatiker und Heraldiker, Autor und Herausgeber.

Leben und BedeutungBearbeiten

Grote studierte an der Georg-August-Universität Göttingen Rechtswissenschaften und war Mitglied des Corps Hannovera; sein Interesse galt aber lebenslang nicht so sehr der Jurisprudenz, sondern der Münzkunde (Numismatik). Später wurde er Konservator des königlichen Münzkabinetts in Hannover. 1851 wurde er wegen angeblicher Beteiligung an der Revolution 1848 aus dem Staatsdienst entlassen. Fortan lebte er in Hannover bis zu seinem Tode als Privatgelehrter.

Er war bedeutend als Kenner der mittelalterlichen Numismatik, hervorragend auf dem Gebiet der Heraldik und der Geldlehre. Grote gründete die Fachzeitschrift „Blätter für Münzkunde“ (Leipzig 1834–1844), die „Münzstudien“ (1855–1877), den „Numismatischen Anzeiger“ (1868/69) und redigierte die „Blätter für Münzfreunde“. Des Weiteren redigierte er die Hannoverschen Landesblätter.

Er war Mitbegründer des Heraldischen Vereins „Zum Kleeblatt“ in Hannover, Trägerverein der Niedersächsischen Wappenrolle.

WerkeBearbeiten

EhrungenBearbeiten

  • Noch zu Grotes Lebzeiten wurde 1892 die Grotestraße angelegt (in der seinerzeit noch selbständigen Stadt Linden (heute: Stadtteil Linden-Nord)); Grote hatte in der Nähe dieser Straße gewohnt.[1]

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Hermann Grote – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikisource: Hermann Grote – Quellen und Volltexte

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Helmut Zimmermann: Grotestraße. In: Die Straßennamen der Landeshauptstadt Hannover. Verlag Hahnsche Buchhandlung, Hannover 1992, ISBN 3-7752-6120-6; hier: S. 99