Hermann Evers

deutscher Jurist und Politiker (Zentrum), MdR

Hermann Evers (* 29. Mai 1825 in Warburg; † 29. August 1904 oder 28. Mai 1906 in Bielefeld) war ein Jurist und Reichstagsabgeordneter.

Evers machte sein Abitur auf dem Gymnasium in Paderborn, studierte Jura an den Universitäten Bonn und Berlin und trat im November 1845 in den Justizdienst ein. Zunächst war er Richter in Delbrück bei Paderborn, ab 1857 in Büren. Evers war ab 1878 Landgerichtsrat in Bielefeld. Von 1870 bis 1888 war er Mitglied des Preußischen Abgeordnetenhauses[1] und von 1871 bis 1874 und von 1890 bis 1893 Mitglied des Deutschen Reichstags für das Zentrum, erst für den Wahlkreis Regierungsbezirk Minden 5 (Höxter, Warburg)[2] und dann für Minden 3 (Bielefeld, Wiedenbrück).[3]

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Bernhard Mann (Bearb.): Biographisches Handbuch für das Preußische Abgeordnetenhaus. 1867–1918. (= Handbücher zur Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien. Band 3). Mitarbeit von Martin Doerry, Cornelia Rauh und Thomas Kühne. Droste Verlag, Düsseldorf 1988, S. 126; zu den Wahlergebnissen siehe Thomas Kühne: Handbuch der Wahlen zum Preußischen Abgeordnetenhaus 1867–1918. Wahlergebnisse, Wahlbündnisse und Wahlkandidaten (= Handbücher zur Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien. Band 6). Droste, Düsseldorf 1994, ISBN 3-7700-5182-3, S. 609–611.
  2. Fritz Specht, Paul Schwabe: Die Reichstagswahlen von 1867 bis 1903. Eine Statistik der Reichstagswahlen nebst den Programmen der Parteien und einem Verzeichnis der gewählten Abgeordneten. 2. Auflage. Verlag Carl Heymann, Berlin 1904, S. 139; vgl. auch A. Phillips (Hrsg.): Die Reichstagswahlen von 1867 bis 1883. Statistik der Wahlen zum Konstituierenden und Norddeutschen Reichstage, zum Zollparlament, sowie zu den fünf ersten Legislatur-Perioden des Deutschen Reichstages. Verlag Louis Gerschel, Berlin 1883, S. 88; vgl. auch: Georg Hirth (Hrsg.) : Deutscher Parlaments-Almanach. 9. Ausgabe vom 9. Mai 1871. Verlag Franz Duncker, Berlin 1871, S. 182.
  3. Carl-Wilhelm Reibel: Handbuch der Reichstagswahlen 1890–1918. Bündnisse, Ergebnisse, Kandidaten (= Handbücher zur Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien. Band 15). Halbband 1, Droste, Düsseldorf 2007, ISBN 978-3-7700-5284-4, S. 700–706.

LiteraturBearbeiten

  • Anton Bettelheim (Hrsg.): Biographisches Jahrbuch und deutscher Nekrolog. Band 11, Reimer, Berlin 1906.

WeblinksBearbeiten