Hermann Eule Orgelbau Bautzen

Deutscher Orgelbau

Das Unternehmen Hermann Eule Orgelbau Bautzen wurde am 26. Januar 1872 als Orgelbauunternehmen gegründet und trat damit die Nachfolge einer langen, seit dem 16. Jahrhundert belegten Orgelbautradition in Bautzen an.

Hermann Eule Orgelbau Bautzen
Rechtsform GmbH
Gründung 1872
Sitz Bautzen, Deutschland
Leitung Anne-Christin Eule (Geschäftsführung)
Christoph Kumpe (Werkstattleitung)
Branche Musikinstrumentenbau
Website https://www.euleorgelbau.de
Stammsitz in der Wilthener Straße 6 in Bautzen
Geschäftsanzeige im sächsischen Amtskalender 1917

GeschichteBearbeiten

Gründer der Firma war Hermann (August) Eule (1846–1929), Sohn des Instrumentenbauers Carl August Eule. Er war von 1864 bis 1868 Lehrling bei Leopold Kohl in Bautzen und arbeitete in seinen Wanderjahren vor 1872 als Geselle bei Carl I Voigt in Halberstadt und bei Balthasar Schlimbach in Würzburg.[1] Als Hermann starb, führte seine Tochter Johanna (1877–1970) das Geschäft weiter, da der einzige Sohn Georg 1918 gefallen war.[2] Ihr Adoptivsohn Hans Eule übernahm 1957 das Unternehmen von seiner Mutter und führte es bis 1971. Nach seinem frühen Tod führte seine Ehefrau Ingeborg (1925–2017) die Firma durch schwierige Zeiten: Im Jahr 1972 wurde der zuvor schon mit staatlicher Beteiligung arbeitende Betrieb enteignet. Doch „weil die Orgelbauer dem Staat Devisen brachten, hatte Ingeborg Eule gute Karten für Verhandlungen.“[3] Das Unternehmen konnte ohne wesentliche Einschränkungen weiterarbeiten und firmierte zunächst unter dem Namen VEB Orgelbau Bautzen, der Familienname wurde später wieder eingefügt.[4] Die Firma hatte 1989 Aufträge für 13 Jahre im Voraus[3], wegen des Vorrangs von devisenbringenden Exportaufträgen waren für inländische Kirchgemeinden zuletzt Wartezeiten von bis zu 14 Jahren auf eine neue Orgel aufgelaufen.[5]

1990 wurde der Betrieb reprivatisiert. Geschäftsführer waren bzw. sind von 1987 bis 2005 Orgelbaumeister Armin Zuckerriedel (* 1942) und seit 2006 Ingeborgs Enkelin Anne-Christin Eule.[Anm 1] Ab 2008 war auch Jiří Kocourek, der diese Funktion 2013 an Dirk Eule, den Ehemann von Anne-Christin, übergab, Geschäftsführer. Jiří Kocourek fungiert seitdem als künstlerischer Leiter, als technischer Leiter wirkt Orgelbaumeister Christoph Kumpe, seit 1978 im Betrieb und seit Jahren als Konstrukteur und Werkstattleiter tätig.

Ingeborg Eule erhielt 2006 den Sächsischen Verdienstorden – „auch dafür, dass es ihr gelungen war, Teile der Orgel aus der Leipziger Universitätskirche St. Pauli zu retten. Die Universitätskirche wurde 1968 gesprengt, weil sie dem Neubau des Universitätscampus im Wege stand.“[3] Wenige Tage vor der Einweihung der Konzertorgel am 8. September 2017 im Dresdner Kulturpalast verstarb Ingeborg Eule.

Konzert- und KirchenorgelnBearbeiten

Heute werden neben Neubauten vor allem Restaurierungen historischer Orgeln durchgeführt. Die Firma sieht sich dabei der großen sächsischen Orgelbautradition des Gottfried Silbermann verpflichtet. Zu DDR-Zeiten wurde eine transportable Konzertorgel entwickelt, die in einem Trabant-Kombi zu den Spielorten gebracht werden konnte. Sie wurde häufig anstatt eines Cembalos für den Basso Continuo eingesetzt.

Unter der Leitung des Firmengründers entstanden 173 Orgeln, darunter als größtes Instrument die Bautzener Domorgel von 1910 mit 62 Registern auf drei Manualen und Pedal.[2] Allein in Sachsen wurden um die 400 Orgeln von Hermann Eule und seinen Nachfolgern gebaut, von denen ein großer Teil erhalten ist (Stand: 2017).[6] Das Unternehmen stellt neben Kirchenorgeln auch Orgeln für Bildungseinrichtungen her, unter anderem die Orgeln im Konzertsaal der Hochschule für Musik und Theater in Leipzig, in der Samuel Rubin Academy of Music in Tel-Aviv (beide 2002), die Unterrichtsorgel der Universität Mozarteum in Salzburg (2007) und die Konzertorgel im großen Saal der Stiftung Mozarteum in Salzburg (2010).[7]

Werke (Auswahl)Bearbeiten

Die Größe der Instrumente wird in der sechsten Spalte durch die Anzahl der Manuale und die Anzahl der klingenden Register in der siebten Spalte angezeigt. Ein großes „P“ steht für ein selbstständiges Pedal. Eine Kursivierung zeigt an, dass die betreffende Orgel nicht mehr oder nur noch der Prospekt erhalten ist.

Jahr Opus Ort Kirche Bild Manuale Register Bemerkungen
1873 1 Neukirch/Lausitz Barockkirche erste Orgel des Orgelbauers
1876 Bad Schandau St.-Johanniskirche nicht erhalten
1877 5 Treuen St. Bartholomäus II/P 25 umgebaut 1977, saniert/rekonstruiert 2009 → Orgel
1877/1878 8 Dresden Johanneskirche II/P 28 1893 erweitert, 1909 umgebaut; 1945 zerstört
1878 7 Kesselsdorf Kirche St. Katharinen II/P 19 2003 restauriert → Orgel
1880 Cotta Dorfkirche II/P 16
1884 25 Neustadt in Sachsen St.-Jacobi-Kirche II/P 28 1977/1978 restauriert, 2010 generalüberholt
1887 38 Dittmannsdorf/Reinsberg Dorfkirche Dittmannsdorf II/P 14 mechanische Kegelladen-Orgel
1888 41 Dresden-Pieschen Markuskirche II/P 26 2006 restauriert
1888 44 Filipov (Jiříkov)/CZ Maria-Hilf-Basilika II/P 22 2009 generalüberholt
1889 42 Bernstadt a. d. Eigen St.-Marien-und-Heiligkreuz-Kirche II/P 32 1998 generalüberholt
1889 45 Eibau Kirche Eibau II/P 35 größte noch erhaltene Kegelladen-Orgel von H. Eule, 2006 generalüberholt
1890 48 Hochkirch Dorfkirche II/P 34
1892 58 Bautzen Michaeliskirche II/P 27
1894 62 Leipzig Heilig-Kreuz-Kirche II/P 32
1895 65 Elterlein St.-Laurentius-Kirche II/P 28 große mechanische Kegelladenorgel
1896 68 Schirgiswalde Ev.-Luth. Michaeliskirche II/P 15 2015 restauriert
1896 69 Dohna Marienkirche II/P 28 mechanische Kegellade, Schwellwerk mit Löffeltritt und Jalousien, eine der ersten spätromantischen Orgeln Eules in Sachsen; weitgehend erhalten
1897 70 Arnsfeld Pfarrkirche
1898 71 Kleinwolmsdorf Dorfkirche II/P 15 1907 durch pneumatische Relais gesteuerte mechanischen Kegelladen, 1990 restauriert und 2010 generalüberholt →Orgel
1897 72 Fördergersdorf Kirche Fördergersdorf   II/P 14 Orgel
1897–1900 76 Stolpen Stadtkirche Stolpen II/P 23 barockes Gehäuse der Johann-Christian-Pfennig-Orgel von 1766
1899–1900 80 Sohland an der Spree Ev.-Luth. Kirche II/P 27 Ersatzneubau im Gehäuse der Christian Herbig-Orgel von 1824, 1998 generalüberholt
1901 Schwarzenberg/Erzgeb. Emmauskirche
1901 86 Börnichen/Erzgeb. Pfarrkirche II/P 13
1901 88 Waldkirchen/Erzgeb. St. Georg II/P 18
1901 85 Dresden Leuben Himmelfahrtskirche II/P 38 pneumatische Orgel
1901 Neusalza-Spremberg Dorfkirche Spremberg II/P 25
1904 98 Varnsdorf St. Peter und Paul II/P 25
1904 99 Leipzig Kleinzschocher Taborkirche II/P im Zweiten Weltkrieg beschädigt, 1966/1967 erneuert
1908 116 Bischofswerda Marienkirche II/P 18
1909 126 Brunndöbra Lutherkirche Brunndöbra II/P 28 rekonstruiert im Jahr 2000
1910 119 Bautzen Dom St. Petri III/P 62 Orgel im evangelischen Teil der Kirche →Orgel
1913 136 Plauen Markuskirche III/P 52 zum Zeitpunkt des Einbaus zweitgrößte Orgel des Vogtlandes → Orgel
1913 141 Löbau Katholische Pfarrkirche Mariä Namen II/P[8] 14
1914 143 Crostwitz Katholische Pfarrkirche nicht erhalten, teilweise 1990 für Orgelneubau wiederverwendet
1914 148 Deutschenbora Dorfkirche   II/P 18 Neubau hinter dem Prospekt von Johann Ernst Hähnel, 1970 restauriert →Orgel
1921 156 Grünhain-Beierfeld Christuskirche II/P 22 Umbau einer Kircheisen-Orgel in einem Prospekt von Otto Paulig
1922 157 Bad Schlema Martin-Luther-Kirche II/P 17 Umbau der 1899 von Emil Müller gebauten Orgel →Orgel
1928 166 Zscheila Trinitatiskirche II/P 30 Neubau unter Einbeziehung großer Teile des Pfeifenwerks der Vorgängerorgel von Urban Kreuzbach (1878), Prospekt vergrößert und reicher verziert; durch Eule mehrfach umdisponiert und 1978 erweitert (heute II/P/33)
1928 167 Grimma Frauenkirche II/P 25+5 Umbau und Erweiterung der Jehmlich-Orgel (1890) um 5 Register, 1974 und 1995 erneuert, 2005 wurde Schwellwerk um Register Oboe 8' erweitert
1929 173 Niederrabenstein St. Georg II/P 33+2 mit Kreutzbach-Material von 1854, 2000 generalüberholt
1929 174 Döbeln Nikolaikirche III/P 57+2 2001 restauriert
1930 175 Frankenberg St.-Aegidienkirche III/P 64 Neubau mit Pfeifenmaterial aus einem Vorgängerinstrument von Richard Kreutzbach von 1875, 2012 saniert von Orgelbau A. Voigt
1933 178 Lengefeld Kirche zum Heiligen Kreuz II/P 22 Umbau einer Orgel von Zacharias Hildebrandt von 1725/1726, 2014 Rekonstruktion
1934 Thum Kirche zum Heiligen Kreuz Veränderungen an einer Orgel von Carl Eduard Schubert aus dem Jahr 1869
1936 Chemnitz St.-Pauli-Kreuz-Kirche III/P 39 Schleifladenorgel mit elektrischer Traktur; 1945 zerstört
1938 211 Steinborn (Daun) St. Lambertus (Steinborn) I 4
1939 215 Privatbesitz I Auftragswerk von Frau Walcha. Dieses Instrument war ein Geschenk für ihren Mann Helmut Walcha.[9]
1941 Rožany (bei Šluknov) Kapelle St. Johannes der Täufer I 7[10]
1948 Leipzig Universitätskirche IV/P 80 Umbau
1950 234 Halle (Saale) St. Wenzel (Radewell) II/P 15 erbaut 1950 für die KMS, seit 2004 in Radewell, →Orgel
1950 260 Neschwitz (bei Bautzen) Neschwitzer Kirche II/P 20 1996 generalüberholt
1951 Schwarzenberg/Erzgeb. St.-Georgen-Kirche Kleinorgel
1952 263 Mauersberg Kreuzkapelle II/P 16 einzige Celesta-Orgel Sachsens →Orgel
1952 264 Berlin-Weißensee Pfarrkirche Weißensee II/P 10 2009 rekonstruiert →Orgel
1953 271 Weißenfels Stadtkirche St. Marien I/- 4 Orgel
1953 278 Forst (Lausitz) Herz-Jesu-Kirche II/P 18 Orgel
1954 Dresden-Blasewitz Heilig-Geist-Kirche II/P Orgel bis 1973 im Besitz der Leipziger Markuskirche
1955 277 Görlitz Dreifaltigkeitskirche II/P 28 Neubau im alten Gehäuse von Julius Röhle (1910) mit Teilen von Ladegast (1873)[11]
1956 287 Buckow (Märkische Schweiz) Stadtpfarrkirche II/P 19
1958 289 Forst (Lausitz) Nikolaikirche III/P 37 Orgel
1959 302 Kleinwachau bei Radeberg Evang. Kirche II/P 11 erbaut als Hausorgel, 1998 Umsetzung nach Kleinwachau → Orgel
1959 303 Oelsnitz/Erzgeb. Christuskirche II/P 22 Prospekt der Steinmüller-Orgel (1826)
1960 297 Senftenberg Peter-Paul-Kirche III/P 29 2222 Orgelpfeifen; geweiht am 1. Advent 1960, 2003 generalüberholt
1962 295 Plauen Pauluskirche III/P 40 2002 generalüberholt
1962 Greifswald Johanna-Odebrecht-Stiftung II/P 10
1963 318 Lubmin Petrikirche II/P 10 geweiht am 17. November 1963
1965 Pockau Pfarrkirche Dispositionsveränderung der Orgel von Carl Eduard Schubert (1889)
1965 319 Halberstadt Dom St. Stephanus und St. Sixtus IV/P 66 Neubau im barocken Herbst-Gehäuse (1718) mit Material der Vorgängerorgel von Ernst Röver (1901)[12]

Orgel

1966 377 Saarbrücken Maria-Magdalenen-Kirche I/P 5 bis 2006 Orgel der Markuskirche Burbach
1968 Saarbrücken-Bischmisheim Evangelische Kirche II/P 15
1968 Landsweiler-Reden Evangelische Kirche II/P 15
1968 Friedrichsthal (Saar) Evangelische Kirche II/P 22 Der Prospekt erinnert an die Form einer Eule.
1968 391 Saarburg Evangelische Kirche I/P 7 Meisterstück des Orgelbaumeisters Eckhard Pietsch
1969 327 Zwickau St. Marien IV/P 77 mit 6000 Pfeifen eine der größten in der DDR gebauten Orgeln und größter Neubau einer Kirchenorgel zu DDR-Zeiten→ Orgel
1968–1970 389 Falkenstein/Vogtl. Stadtkirche „Zum heiligen Kreuz“ III/P 39 Ersatzneubau der Urban-Kreutzbach-Orgel von 1869, 2008 generalüberholt

Orgel

1970 Lößnitz (Erzgebirge) Pfarrkirche
1970 Anklam Kreuzkirche
1970 414 Wolfsburg Stephanuskirche II 20
1971 320 Eilenburg St. Franziskus Xaverius II/P 14 Gehäuse von der Firma Kurt Lichtenberger aus Eilenburg
1972 400 Meißen Meißner Dom III/P 40 2000 und 2008 generalüberholt →Orgel
1974 Leipzig Gedächtniskirche Schönefeld   II/P 29 Prospekt von Johann Gottlob Mende aus dem Jahr 1820
1975 440 Schirgiswalde Barockkirche St. Mariä Himmelfahrt III/P 31 2010 generalüberholt
1977 471 Chemnitz-Einsiedel St, Jacobi II/P 19 Orgel
1977 473 Sankt Andreasberg St. Martini II 23
1979 465 Annaberg-Buchholz St.-Annen-Kirche II/P 12 Kleinorgel im Altarraum → Orgel
1979 484 Steckelsdorf St. Josef   I 5
1980 490 Schneeberg Zu unserer lieben Frauen II 26
1982 Tübingen Stephanuskirche III/P 24 erstes Werk einer ostdeutschen Werkstätte in Württemberg → Orgel
1983 503 Naumburg Naumburger Dom II/P 28 2004 generalüberholt
1983 515 Limbach-Oberfrohna Stadtkirche Limbach II/P 25 Orgel
1983 518 Huysburg Klosterkirche St. Mariä Himmelfahrt II/P 27 Neubau hinter dem Prospekt von Johann Adolarius Papenius/Johann Christoph Wiedemann (1761)→Orgel
1984 500 Cottbus Oberkirche St. Nikolai III/P 50 Orgel
1984 521 Drebach Dorfkirche II/P 29 Prospekt von Christian Gottlob Steinmüller (1824/1825) → Orgel
1984 523 Jahnsdorf/Erzgeb. Pfarrkirche Orgel in einem verkleinerten Prospekt der 1750er-Jahre
1985 526 Bautzen Maria-und-Martha-Kirche II/P 36
1985 527 Dresden-Plauen Auferstehungskirche III/P 44 davon ein Manual als Rückpositiv ausgeführt → Orgel
1985 530 Berlin Französischer Dom II/P 25/31 Unter Verwendung der vor der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg ausgebauten Rokokoschnitzereinen[13]
1987 535 Tscheljabinsk/Russland Konzerthalle der Alexander-Newski-Kathedrale III/P 37 1998 und 2014 generalüberholt, Umsetzung in neuen Konzertsaal
1988 542 Göda St.-Peter-und-Pauls-Kirche II/P 24 Entwurf von Friedrich Press
1989 545 Görlitz Kathedrale St. Jakobus III/P 47 2008 generalüberholt →Orgel
1989 549 Mauersberg Pfarrkirche II/P 17 neugotisches Prospekt von Emil Müller aus dem Jahr 1890
1990 550 Dessau-Roßlau Johanniskirche III/P 48 Orgelgeschichte

Disposition

1990 554 Werl Paulus-Kirche II/P 28 Neubau
1990 555 Crostwitz Katholische Pfarrkirche II/P 31 Neubau mit Teilen der Eule-Orgel von 1914 →Orgel
1992 582 Dresden Dreikönigskirche II/P 36 Orgel, 2007 generalüberholt
1992 590 Löbau St.-Nikolai-Kirche III 39 Orgel
1992 592 Bonn-Holzlar Evang. Dornbuschkirche II/P 16 [14]
1993 595 Zwönitz Stadtkirche St. Trinitatis II/P 32 barocker Prospekt von Donati aus dem Jahr 1732 →Orgel
1993 594 Chemnitz Kreuzkirche II/P 34
1993 596 Schwarzenberg/Erzgeb. St.-Georgen-Kirche II/P 39 Orgel
1993 598 München Reformations-Gedächtnis-Kirche II/P 20
1994 599 München-Sendling Himmelfahrtskirche III/P 33
1994 600 Wittenberg Schlosskirche IV/P 57 Restaurierung, Rekonstruktion und Erweiterung der 1935 umgebauten Ladegast-Orgel von 1864[15]Orgel
1994 602 Ebersbach/Sa. Evangelisch-lutherische Kirche   II/P 39 Gehäuse aus dem Jahr 1685 →Orgel
1995 605 Lambrechtshagen Dorfkirche Lambrechtshagen II/P 12 Orgel
1995 606 Neumarkt in der Oberpfalz Christuskirche II/P 22
1996 610 Berlin-Spandau St. Nikolai III/P 51
1997 611 Halberstadt St.-Andreas-Kirche II/P 25 Neubau
1997 615 Grafengehaig Heilig-Geist-Kirche II/P 21 Neubau
1997 616 Bremen Kirche Unser Lieben Frauen II/P 11 Neubau im Gemeindesaal
1997 620 Panschwitz-Kuckau Klosterkirche II/P 20+3 Neubau →Orgel
1998 622 Nürnberg-Mögeldorf St. Nikolaus und St. Ulrich II/P 37 Neubau
1998 624 Moers St. Konrad (Scherpenberg) II/P 16 Neubau
1998 625 Neuenkirchen (Altes Land) Pfarrkirche Sankt Bonifatius II/P 32 Neubau
1998–1999 Chursdorf (Dittersdorf) St. Gallus I/P 10 Restaurierung der Trampeli-Orgel von 1753
1999 621 Schwabmünchen St. Michael IV/P 57
1999 626 Wurzen Stadtkirche St. Wenceslai II/P 18+5 Neubau → Disposition

Orgel

1999 627 Fürstenberg (Oder) Nikolaikirche II/P 29 Neubau
1999–2000 Bamberg Pfarr- und Universitätskirche St. Martin II/P 37 Restauration → Orgel
2000 628 Neu Wulmstorf Lutherkirche II/P 25+6 Neubau
2000 629 Lensahn St. Katharinen II/P 20+2 Neubau
2001 632 Uelzen St. Marienkirche III/P 53 Neubau
2001 633 Zeitz Zeitzer Dom II/P 27 Neubau in Anlehnung an das frühbarocke Werk, 2012 generalüberholt →Orgel
2001 Wermsdorf Schlosskapelle St. Hubertus I/P 10 Restaurierung und Rekonstruktion der Tobias Schramm Orgel aus dem Jahr 1749 → Orgel
2002 630 Tel Aviv-Jaffa/Israel Samuel Rubin Academy of Music III/P 39
2002 635 Leipzig Hochschule für Musik und Theater III/P 60
2002 636 Seesen St. Andreas II/P 28 Neubau im alten barocken Orgelprospekt
2002 638 Schwarzenbach am Wald Christuskirche II/P 28
2002 644 Naumburg Marienkirche am Naumburger Dom II/P 15+2 italienischer Stil, 2012 aufgestellt, stand zunächst in einer Kirche im Rheinland, zuvor während der Rekonstruktion der Ladegast-Orgel in der Nikolaikirche Leipzig dort als Ersatzinstrument genutzt.
2003 641 Gilching St. Sebastian II/P 25
2004 645 Leipzig Nikolaikirche V/P 103 Rekonstruktion und Erweiterung einer Orgel von Friedrich Ladegast[16] von 1862 → Orgel
2005 637 Magdeburg Kathedrale St. Sebastian III/P 56 Neubau
2005 640 Kassel Pfarrkirche Herz-Jesu II/P 19
2006 648 Lüchow (Wendland) St. Johannis III/P 47 Neubau
2006 649 Haverlah St. Servatius Kirche II/P 12+6 Neubau
2007 650 Hannover-Döhren St. Petri II/P 24 Neubau
2007 654 Salzburg Mozarteum III/P 10 Unterrichtsorgel
2008 Störmthal Kreuzkirche II/P 14 Restaurierung der Hildebrandt-Orgel von 1723 → Orgel
2008 651 Sassenberg (Münsterland) St. Johannes Evangelist II/P 32 Neubau
2008 652 Hannover Marktkirche St. Georgii et Jacobi II/P 13 + 2 Transm. Chor-Ensemble-Orgel
2009 661 Duisburg Mercatorhalle im CityPalais IV/P 72 im englisch-symphonischen Stil
2009 662 Sankt Petersburg Konservatorium III/P 56 Konzertorgel im Glasunow-Saal[17]
2010 657 Salzburg Mozarteum III/P 50 + 1 Ext. Konzertorgel im großen Saal
2010 660 Bad Hersfeld Stadtkirche III/P 49 Neubau
2011 670 Prager Altstadt Salvatorkirche (Clementinum) III/P 48 Neubau
2011 673 Markt Schwaben Philippuskirche II/P 11 (16) Neubau
2011 658 Buchau (Mainleus) St. Michael Neubau
2011 659 Würselen St. Sebastian, Würselen II/P 40 Neubau
2011 663 Langerwehe St. Martin II/P 22/34 geplant Neubau, 1. Bauabschnitt
2011 669 Belgorod/Russland Philharmonie II/P 34+5 Neubau
2012 668 Bad Kreuznach Pauluskirche II/P 33+7 Neubau hinter dem barocken Altar
2013 672 Vaduz/Liechtenstein Kathedrale St. Florin III/P 48 Restaurativer Neubau der Joseph-Gabriel-Rheinberger-Orgel von Steinmeyer (1874)
2013 675 Bodø/Norwegen Bodø Domkirke IV/P 66+9 Neubau Hauptorgel
2013 676 Bodø/Norwegen Bodø Domkirke II/P 8+3 Neubau Chororgel, auch von der Hauptorgel anspielbar
2014 664 Trier Evangelische Kirche zum Erlöser (Konstantinbasilika) IV/P 82+5 Neubau
2014 681 Bad Ems St. Martin II/P 18+4 Neubau
2015 684 Gießen St. Bonifatius, Hauptorgel III/P 41 Neubau einschließlich drei Extensionen und eine Transmission, englisch-romantische Disposition[18]
2015 Næstved/Dänemark St. Pederskirke II/P 39 Neubau
2016 680 Groß-Zimmern St. Bartholomäus II/P 20 Neubau unter Verwendung von Pfeifenmaterial aus der Vorgängerorgel von Michael Körfer.
2017 685 Bielefeld Neustädter Marienkirche IV/P 46 Neubau
2017 686 Dresden Kulturpalast IV/P 67 Neubau einer Konzertorgel mit fahrbarem Spieltisch
2019 699 Halle (Saale) Evangelische Hochschule für Kirchenmusik (Aula) III/P 29+7 Neubau, Orgelbeschreibung
2020 Straubing Basilika St. Jakob IV/P 93 (110) Orgelanlage aus Haupt-, Chor- und Fernorgel
2021 Elsen (Paderborn) St. Dionysius II/P 25 (30)
2021 München-Pasing Maria Schutz III/P 49 (63)
2022 Pinkafeld Katholische Pfarrkirche Pinkafeld III/P 35 Neue Orgel in historischem Gehäuse

AnmerkungBearbeiten

  1. Hans und Ingeborg Eule hatten zwei Töchter, die bei der Heirat den Geburtsnamen wechselten und kein Interesse an einer Geschäftsübernahme besaßen, im Gegensatz zur Enkelin Anne-Christin, die Betriebswirtschaft studierte und den Orgelbau erlernte. Die Großmutter Ingeborg adoptierte ihre Enkelin, die so den Namen wieder zurückerhielt.

WeblinksBearbeiten

Commons: Hermann Eule Orgelbau Bautzen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Uwe Pape (Hrsg.): Lexikon norddeutscher Orgelbauer. Band 2: Sachsen und Umgehung. Pape Verlag, Berlin 2012, ISBN 978-3-921140-92-5, S. 79.
  2. a b Hermann Fischer: 100 Jahre Bund deutscher Orgelbaumeister. Orgelbau-Fachverlag, Lauffen 1991, ISBN 3-921848-18-0, S. 179.
  3. a b c Theresa Wolf in: Orgelbauer Dirk Eule: Als ob ein Kind das Haus verlässt. Bei: Menschen in Dresden, 4. März 2015. online.
  4. Uwe Pape (Hrsg.): Lexikon norddeutscher Orgelbauer. Band 2: Sachsen und Umgehung. Pape Verlag, Berlin 2012, ISBN 978-3-921140-92-5, S. 80.
  5. Jiri KOCOUREK: Orgelland Sachsen, Seite 13
  6. Orgeldatenbank Sachsen, abgerufen am 17. April 2019.
  7. Große Konzertorgel im Stiftung Mozarteum, abgerufen am 10. November 2017.
  8. Disposition der Orgel in Löbau
  9. Auskunft durch Friedbert Kammbach, Fa. Eule
  10. Tomáš Horák: Varhany a varhanáři Děčínska a Šluknovska. PS Děčín, Děčín 1995, Kostel sv. Jana Křtitele, S. 56 (tschechisch).
  11. OrganIndex, aufgerufen am 18. Juli 2018
  12. Halberstadt – Dom St. Stephanus und Sixtus (Hauptorgel) – Orgel Verzeichnis – Orgelarchiv Schmidt. Abgerufen am 20. Juni 2022.
  13. Die Orgel der Französischen Friedrichstadtkirche auf www.euleorgelbau.de, abgerufen am 12. November 2021
  14. Beschreibung der Orgel in Bonn-Holzlar, abgerufen am 10. November 2017.
  15. Lutherstadt Wittenberg / Altstadt – Schlosskirche (Große Orgel) – Orgel Verzeichnis – Orgelarchiv Schmidt. Abgerufen am 16. August 2022.
  16. Leipzig, St. Nikolaikirche. Abgerufen am 20. Juni 2022.
  17. Konservatorium St. Petersburg, Glasunow-Saal abgerufen am 10. November 2017.
  18. Förderverein neue Orgel, St. Bonifatius, Gießen: „Perle der Empore“ (Memento des Originals vom 11. November 2017 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/perlederempore.bonifatius-giessen.de, abgerufen am 10. November 2017.