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Herder Korrespondenz

Die im Freiburger Verlag Herder erscheinende, unabhängige Monatszeitschrift Herder Korrespondenz berichtet seit 1946 über aktuelle Entwicklungen in Kirche, Religion und Gesellschaft. Jedes Heft enthält neben Leitartikel, Kommentaren und anderen Berichten der Redaktion ein Interview sowie Analysen und Fachbeiträge von Wissenschaftlern, Journalisten und Experten.

Herder Korrespondenz

Beschreibung Monatshefte für Gesellschaft und Religion
Verlag Verlag Herder GmbH
Erscheinungsweise monatlich
Chefredakteur Volker Resing
Weblink www.herder-korrespondenz.de
ISSN

Inhaltsverzeichnis

Geschichte und ProgrammBearbeiten

Die Herder Korrespondenz hat sich seit ihrer Gründung im Jahr 1946 zu einer – auch über den deutschen Sprachraum hinaus – beachteten Stimme in der innerkirchlichen Diskussion und im Gespräch zwischen Kirche und Gesellschaft entwickelt.

Eine erste Probenummer erschien bereits 1942. Die Publikation sollte damals „Orbis Catholicus“ heißen und war als Ersatz für die von den Nationalsozialisten verbotenen katholischen Zeitschriften gedacht. Die französische Besatzungsbehörde erteilte nach Kriegsende für den Titel und das Konzept aber keine Genehmigung, erlaubte jedoch ein Korrespondenzblatt mit Informationen für die Kirchenpresse. Auf diese Weise entstand der Name Herder Korrespondenz.

Ziel der Zeitschrift war es in den ersten Jahren vor allem, die deutschen Katholiken nach den Jahren der Isolation durch den Zweiten Weltkrieg wieder an die weltkirchliche Öffentlichkeit heranzuführen. Über die kirchlich-religiöse sowie politisch-soziale Berichterstattung hinaus waren Abdrucke päpstlicher und anderer kirchlicher Texte in dieser Zeit fester Bestandteil der Herder Korrespondenz. Von 1948 bis 1967 trug die Zeitschrift daher auch noch den Untertitel „Orbis Catholicus“.

An die Seite von Information und Dokumentation sind in den sechziger Jahren Kommentare und Stellungnahmen getreten. So erschien auch durch das Zweite Vatikanum beeinflusst eine englische Ausgabe der Herder Korrespondenz, die „Herder Correspondence“ – jedoch nur von 1964 bis 1969. Zeitweise (1952–1967) gab es sogar eine eigene österreichische Ausgabe, deren Inhalt jedoch mit der deutschen deckungsgleich war.

Gegründet wurde die Herder Korrespondenz von Karlheinz Schmidthüs, der bis zu seinem Tod 1972 Herausgeber und Chefredakteur war. 1960 bis 1965 löste ihn Franz Greiner als Chefredakteur ab, danach folgte bis 1991 David Seeber, bis 2014 leitete Ulrich Ruh die Redaktion[1], zum 1. Oktober 2014 übernahm Volker Resing[2] die Leitung, der zuvor Hauptstadt-Korrespondent der Katholischen Nachrichten-Agentur gewesen ist.

Die Herder Korrespondenz nimmt heute immer wieder zu kirchlichen und gesellschaftlichen Streitfragen und Diskussionen Stellung. Zusätzlich zu den monatlichen Ausgaben erscheinen in der Reihe Herder Korrespondenz Spezial Themenhefte, in denen aktuelle kirchliche und gesellschaftliche Fragen und Entwicklungen umfassend aufbereitet werden. Mit dem digitalen Zusatzservice Herder Korrespondenz e-Dossier bietet die Redaktion ältere und neuere Beiträge aus dem Heft thematisch gebündelt als Hintergrund- und Recherchematerial in Form von PDF-Dateien an. Einen Großteil des Programmes liefert auch Herder Korrespondenz online, wo alle seit 2000 erschienenen Artikel online eingesehen werden können und die Inhalte der Print-Ausgabe bereits 2–3 Tage früher zur Verfügung stehen.

ChefredakteureBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten