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Herbstadt

Gemeinde im Landkreis Rhön-Grabfeld in Deutschland

GeografieBearbeiten

LageBearbeiten

Herbstadt liegt in der Region Main-Rhön.

GemeindegliederungBearbeiten

Herbstadt gliedert sich in vier Ortsteile[2]:

Es gibt die Gemarkungen Breitensee, Herbstadt und Ottelmannshausen.

GeschichteBearbeiten

Bis zur GemeindegründungBearbeiten

Die Ländereien auf dem Gebiet des heutigen Herbstadt gehörten ab Ende des 8. Jahrhunderts zunächst zum Kloster Fulda. Ab Mitte des 13. Jahrhunderts war Herbstadt Teil der Grafschaft Henneberg (ab 1245 der Pflege Coburg, ab 1317 des Amtes Heldburg). Im Jahre 1354 kam Herbstadt nach zwei Erbteilungen der Linie Henneberg-Schleusingen zum Hochstift Würzburg (Amt Königshofen). Ab 1500 lag der Ort im Fränkischen Reichskreis.

Im Jahre 1803 wurde Herbstadt zugunsten Bayerns säkularisiert, dann im Frieden von Preßburg 1805 Erzherzog Ferdinand von Toskana zur Bildung des Großherzogtums Würzburg überlassen, mit welchem es 1814 endgültig an Bayern fiel. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

EingemeindungenBearbeiten

Am 1. Januar 1978 wurden die bis dahin selbständigen Gemeinden Breitensee und Ottelmannshausen eingegliedert.[3]

EinwohnerentwicklungBearbeiten

  • 1961: 929 Einwohner[3]
  • 1970: 862 Einwohner[3]
  • 1987: 676 Einwohner
  • 1991: 719 Einwohner
  • 1995: 747 Einwohner
  • 2000: 708 Einwohner
  • 2005: 662 Einwohner
  • 2010: 646 Einwohner
  • 2015: 619 Einwohner

PolitikBearbeiten

BürgermeisterBearbeiten

1. Bürgermeister ist Georg Rath (CSU/Wählergruppe Breitensee/Wählergruppe Ottelmann) und 2. Bürgermeister Burkhard Bähr (Wählergruppe Breitensee).

Kommunale AllianzBearbeiten

Die Gemeinde Herbstadt ist Mitglied in der Kommunalen Allianz Fränkischer Grabfeldgau.

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

BaudenkmälerBearbeiten

NaturdenkmälerBearbeiten

 
Linde bei Herbstadt
  • Am Ortsrand steht eine Winter-Linde. Bei der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Rhön-Grabfeld ist sie als Naturdenkmal eingetragen. Im Jahre 2011 hatte der Stamm an der Stelle seines geringsten Durchmessers einen Umfang von 6,10 Metern und in einem Meter Höhe von 7,50 Metern.
  • Nördlich von Herbstadt liegt das 212 Hektar große Naturschutzgebiet "Poppenholz", das nicht zuletzt durch die Randlage an der ehemaligen innerdeutschen Grenze entstehen konnte.
  • Auf dem Lindenhügel in Herbstadt befinden sich mehrere sehenswerte Bauten (Kirche, Pfarrhaus, Rathaus und Wirtshaus), die unter Fürstbischof Julius Echter errichtet wurden.
  • Dörfleshof

Rad- und WanderwegeBearbeiten

  • Die Gemeinde wird auf gleicher Trasse von den Europäischen Fernwanderwegen E3 und E6 durchquert.
  • Durch die Gemeinde verläuft der Fernwanderweg Keltenerlebnisweg.

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

Wirtschaft einschließlich Land- und ForstwirtschaftBearbeiten

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe und im Bereich Handel und Verkehr keine sozialversicherungspflichtig Beschäftigten am Arbeitsort. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 180. Im verarbeitenden Gewerbe gab es vier Betriebe, im Bauhauptgewerbe einen Betrieb. Zudem bestanden im Jahr 1999 51 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 2093 Hektar, davon waren 1876 Hektar Ackerfläche und 213 Hektar Dauergrünfläche.

BildungBearbeiten

Es gibt folgende Einrichtung (Stand: 2013):

  • Kindertageseinrichtung

Söhne und Töchter der GemeindeBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Herbstadt – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 10. Juli 2019 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111120/221116&attr=OBJ&val=1595
  3. a b c Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 740.