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Herbert Viktor Anton Pernice (* 14. April 1832 in Halle an der Saale; † 21. April 1875 in Hořovice in Böhmen) war ein deutscher Jurist und Rechtswissenschaftler.

Er war der mittlere der drei Söhne von Ludwig Wilhelm Anton Pernice, einem halleschen Juristen und Hochschullehrer, und Auguste Niemeyer, der Tochter von August Hermann Niemeyer.

Nach dem Besuch der Landesschule Pforta studierte Pernice in Bonn und wurde dort 1852 Mitglied des Corps Palatia.[1] 1857 wurde er zum Professor der Rechte in Göttingen berufen und 1862 zum Mitglied der hannoverschen Kammer ernannt. Er legte 1866 mit der Annexion Hannovers durch Preußen seine Professur nieder und war ab 1867 als Bevollmächtigter des depossedierten Kurfürsten von Hessen in Berlin beschäftigt.

Pernice starb in Horsowitz in Böhmen. Schloss Hořovice war eine der Exilresidenzen des Kurfürsten Friedrich Wilhelm I. von Hessen.

WerkeBearbeiten

  • Die Frösche des Aristophanes,Leipzig 1856 Digitalisat
  • Denkschrift über die anhaltische Verfassung (Dessau 1862)
  • Zur Würdigung der v. Warnstedtschen Schrift: Staats- und Erbrecht der Herzogtümer Schleswig-Holstein (Halle 1864)
  • Kritische Eroberungen zur schleswig-holsteinischen Successionssrage (Kassel 1865–66, 6 Hefte)
  • Die Verfassungsrechte der im Reichsrat vertretenen Königreiche und Länder der österreichisch-ungarischen Monarchie (Halle 1872, Heft 1)

LiteraturBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Kösener Korpslisten 1910, 25, 217.