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Herbert Gantschacher

österreichischer Theaterregisseur und Produzent

Herbert Gantschacher (* 2. Dezember 1956 in Waiern bei Feldkirchen in Kärnten) ist ein österreichischer Autor, Theaterregisseur und Produzent.

Herbert Gantschacher bei der Ausstellungseröffnung Von der k.u.k. Wehrmacht in die deutsche Wehrmacht im Dokumentationszentrum Prora auf der Insel Rügen, Deutschland

AusbildungBearbeiten

1976 absolvierte Herbert Gantschacher die Matura am zweiten Bundesgymnasium in Klagenfurt. Anschließend machte er von 1977 bis 1980 die Ausbildung zum Regisseur an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Graz (heute Universität für Musik und darstellende Kunst Graz). Dabei schloss Gantschacher das Studium mit einem Diplom mit Auszeichnung 1980 ab und erhielt 1988 den Magister Artium (Master of Arts).

ArbeitenBearbeiten

Künstlerische TätigkeitenBearbeiten

Gantschacher betätigte sich für das Schauspielhaus Graz, das Salzburger Landestheater, das Tiroler Landestheater Innsbruck, das Donaufestival Krems, die Wiener Kammeroper, das Theater an der Winkelwiese in Zürich, das Festival Musica Iudaica in Prag, die Kulturbrauerei in Berlin, das Festival Theater ohne Grenzen in Stettin, das Nationaltheater in Priština, das National Arts Centre in Ottawa, die Concordia University in Montréal, das United States Holocaust Memorial Museum in Washington, D.C., das Los Angeles Museum of the Holocaust, das Festival „musica suprimata“ in Sibiu/Hermannstadt und Cluj-Napoca/ Klausenburg[1], das Felicja Blumental International Music Festival[2] im Tel Aviv Museum of Art sowie das alljährlich stattfindende Singapore Arts Festival.

In Dresden wurde Gantschacher für das Staatsschauspiel Dresden, die kleine Szene der Semperoper, im Dresdner Zentrum für zeitgenössische Musik und im Festspielhaus Hellerau tätig.

Auch in Stockholm wurde er für mehrere Einrichtungen tätig. Gantschacher arbeitete dort für das Kulturhuset und die Königliche Oper (Kungliga Operan).

Ansonsten arbeitete Gantschacher noch in den Städten Erfurt, Odessa, Sankt Petersburg, Helsinki und Bergen, wo er auch Vorträge hielt.

Im Dezember 2010 kritisierte Gantschacher in dem Essay Da liegen Sie falsch! zur Kärntner Kulturpreisverteilung die Angst der Kärntner Künstler vor der Wirklichkeit und deren Kollaboration mit der regierenden Macht, insbesondere aber die nicht vorhandene Solidarität mit den Schwächsten der Gesellschaft.[3]

Zurzeit ist Gantschacher künstlerischer Leiter von VISUAL, dem Europäischen & Internationalen Festival des Visuellen Theaters mit gehörlosen und hörenden Theaterschaffenden in Wien und Österreich. Zudem ist er künstlerischer Leiter des Theater- und Forschungsprojektes Krieg ist daDa, für das er auch mehrere Ausstellungsprojekte kuratiert hat[4]:

Sonstige TätigkeitenBearbeiten

Von 1980 bis 1981 war Gantschacher Gastdozent an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Graz (heute Universität für Musik und darstellende Kunst Graz) und hielt auch ein Seminar über die Faust-Dichtungen von Goethe ab, zu seinen Studenten zählte auch der Theater- und Opernregisseur und Intendant Martin Kušej. 1999 war Gantschacher Gastdozent am Institut für Theaterwissenschaft der Universität Bergen in Norwegen[5][6], 1999, 2000 und 2016 am staatlichen Sankt Petersburger Konservatorium in Russland.[7] 2018 kuratierte Gantschacher gemeinsam mit Zvi Semel an der JAMD – Jerusalem Academy for Music and Dance das Meisterklassenprojekt "Schule der Form" zum Komponisten Viktor Ullmann und dem einarmigen krieginvaliden Pianisten Paul Wittgenstein mit Meisterklassen in Gesang (Therese Lindquist), Violine und Kammermusik (Annelie Gahl) sowie Komposition in Klassik und Jazz (Wolfgang Pillinger)[8][9]

Gantschacher war auch an einer Vielzahl von Symposien und Konferenzen als Vortragender und Leiter tätig, zuletzt 2003 in Wien bei der internationalen Konferenz Das Verbindende der Kulturen im Vienna International Center (Konferenzzentrum) und von 2004 bis 2008 sowie 2014 bis 2019 bei den Symposien und Konferenzen zum Thema Erster Weltkrieg in Villach, Nötsch, Arnoldstein (Österreich), Prag (Tschechische Republik), Kingisepp,[10] Sankt Petersburg (Russland), Kobarid, Bovec, Lepena (Slovenia), Cividale, Redipuglia, Spilimbergo, Venedig (Italien).[11]

Gantschacher hat im Rahmen seiner Forschungs- und Recherchetätigkeit das Digitale Wilhelm Jerusalem Archiv im Jahr 2018 achtzig Jahre nach der Zerstörung als Teil des Gedenk- und Erinnerungsjahr "Österreich 1918-2018" in digitaler Form für das Department von Manuskripten am Nationalarchiv des Staates Israel in der Nationalbibliothek an der Hebrew University in Jerusalem wiederhergestellt.[12][13] Ebenfalls im Jahr 2018 hat er für das Haus-, Hof- und Staatsarchiv das Digitale Arnold Schönberg Archiv erstellt, in dem alle vorhandenen Dokumente zum Komponisten Arnold Schönberg und dessen Militärdienstzeit im Ersten Weltkrieg von 1914 bis 1918 digital erfasst sind und somit Informationen zur Biographie des Komponisten vervollständigen.[14]

Von 1994 bis 1999 war Gantschacher Mitglied des Kärntner Kulturgremiums, des Kulturbeirates des Landes Kärnten. Im September 2013 ist er durch Beschluss der Kärntner Landesregierung unter Vorsitz von Landeshauptmann Peter Kaiser vom 24. September 2013 erneut in das Kärntner Kulturgremium bis zum Jahr 2018 berufen worden[15] und war auch von 2013 bis 2014 Vorsitzender des Fachbeirates für darstellende Kunst des Landes Kärnten.[16] 2018 wurde er zum Kurator der Projekte des Landes Kärnten zum Gedenk- und Erinnerungsjahres "Österreich 1918-2018" und der Folgeprojekte bis 2023.[17][18]

Außerdem arbeitete Gantschacher für den Österreichischen Rundfunk als Hörspielregisseur. Für die Kleine Zeitung, Österreichs zweitgrößte Tageszeitung, ist er seit 2015 auch als Kolumnist tätig.

AuszeichnungenBearbeiten

Gantschacher erhielt für seine Inszenierungen folgende Auszeichnungen:

Kuratierte AusstellungenBearbeiten

  • Zeuge und Opfer der Apokalypse – Der österreichische Komponist Viktor Ullmann im Ersten Weltkrieg als Artilleriebeobachter Zeuge des Giftgasangriffs an der Isonzofront am 24. Oktober 1917 bei Bovec (Flitsch / Plezzo) und im Zweiten Weltkrieg als Opfer der Vernichtung durch Giftgas am 18. Oktober 1944 in Auschwitz – 2007 Klosterruine Arnoldstein und 2008 im Dokumentationszentrum Prora[29] auf der Insel Rügen.[30][31] – Die tschechische Fassung der Ausstellung wurde 2015 unter dem Titel „Viktor Ullmann – Svědek a oběť apokalypsy 1914–1944“ vom Prager Stadtarchiv (Archiv hlavního města Prahy) im Palais Clam-Gallas präsentiert.[32]
  • Von der österreichisch-ungarischen Wehrmacht in die deutsche Wehrmacht – 2009 Klosterruine Arnoldstein[33] und 2010 Dokumentationszentrum Prora.[34]
  • Über Bilder- und Kartenfälscher – Die Pariser Kommune im 19. Jahrhundert, Lenin 1917 und 1918, österreichischer Schulatlas 2008 – 2010 Klosterruine Arnoldstein.[35]
  • Verweigert jede Militärarbeit! – 2011 Klosterruine Arnoldstein.[36]
  • Die Diener aller Herren – 2012 Klosterruine Arnoldstein.[37]
  • „… erhalte ich vom Verein Wiener Philharmoniker einen Pensionszuschuss, dessen Höhe von der Generalversammlung nach Massnahme der vorhandenen Mittel festgesetzt wird …“ WIE DIE GENERALVERSAMMLUNG DES VEREINS WIENER PHILHARMONIKER IHRE JÜDISCHEN MUSIKER ENTWERTETE DARGESTELLT ANHAND VON SCHICKSALEN DER IN DIE KONZENTRATIONSLAGER DEPORTIERTEN JÜDISCHEN PHILHARMONIKER MIT DOKUMENTEN ZUR VERMÖGENSVERWERTUNG UND FRAGEN ZUR RESTITUTION – 2013 Klosterruine Arnoldstein.[38][39]
  • Politischer Mord – zur Instrumentalisierung von Politik im 18., 19., 20. und 21. Jahrhundert – 2013 Klosterruine Arnoldstein.[40]
  • KRIEGSLÜGEN oder Der dritte Balkankrieg als Folge des Doppelmordes von Sarajevo oder Der Völkerrechtsbruch durch die k.u.k. Wehrmacht und das Außenamt am Wiener Ballhausplatz in Belgien im August 1914[41]
  • WIENER PHILHARMONIKER IM GROSSEN KRIEG und SALZBURGER FESTSPIELE 1918[42]
  • KRIEGSVERBRECHEN und KRIEGSDIENSTVERWEIGERUNG[43]
  • FRAUEN IM KRIEG: 'La Soldate Femme' Frauen-Soldaten im Großen Krieg – Helen Keller: ‚Verweigert den Krieg!‘[44][45]
  • „LIEBER FREUND!“: Arnold Schönberg und sein Werk „Gurrelieder“ und die geplante Aufführung in der Schweiz durch das Kriegspressequartier Klagenfurt Hauptbahnhof 2017[46]
  • DER LETZTE SCHLACHTENLENKER: Siegreicher Feldherr statt Friedenskaiser und -könig Karl[47]
  • Das Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker, dessen kulturpolitischer Ursprung, dessen Vorgänger und Vorläufer im Kontext der ehemaligen Frontkämpfer und Kriegsinvaliden im Ersten Weltkrieg Klagenfurt Hauptbahnhof 2017-2018[48]
  • Hidden History – Schicksal von Kriegsinvaliden in Österreich – Taubheit, Blindheit und Taubblindheit im Großen Krieg 1914-1918 Wien 2018[49]
  • Viktor Ullmann – Priča in Žrtev Apokalipse Goriški muzej Kromberk, Nova Gorica 2018–2019[50]
  • „‚… erhalte ich vom Verein Wiener Philharmoniker einen Pensionszuschuss, dessen Höhe von der Generalversammlung nach Massnahme der vorhandenen Mittel festgesetzt wird …‘ WIE DIE GENERALVERSAMMLUNG DES VEREINS WIENER PHILHARMONIKER IHRE JÜDISCHEN MUSIKER ENTWERTETE DARGESTELLT ANHAND VON SCHICKSALEN DER IN DIE KONZENTRATIONSLAGER DEPORTIERTEN JÜDISCHEN PHILHARMONIKER MIT DOKUMENTEN ZUR VERMÖGENSVERWERTUNG UND FRAGEN ZUR RESTITUTION, NEUE DOKUMENTE ZU DEN PERSONEN WOBISCH, KERBER, STRASSER, MANKER UND DER FALL PROF. ERICH MELLER“ Klagenfurt Hauptbahnhof 2018–2019[51]

PublikationenBearbeiten

Essays zum TheaterBearbeiten

  • Signer und Rossini – zwei Brüder im Geiste? – 1992.
  • Das Überschreiten von Grenzen – 1993.
  • Neues Musiktheater KAR – Eine beispielhafte Kooperation zwischen Industrie und Kunst – 1994.
  • Der Kaiser von Atlantis – Programmvortrag für CINARS 1994 in Montréal – 1994.
  • Musiktheater in Theresienstadt am Beispiel Viktor Ullmann und seine Bedeutung für unsere Zeit[52]
  • Über die offene Form der Theaterkunst – Diskurs zum Neubau eines Linzer Musiktheaters – 1996.
  • Musik, Theater, Tanz in Österreich – Vortrag für CINARS 1996 in Montréal – 1996.
  • Erinnerung und Gegenwart, Musik und Sprache, Original und Entwurf[53]
  • Formen grenzüberschreitender Kunst – 1997.
  • Die Kunst des Dialoges – 1998.
  • Seit Jahren ist der Spiegel verhängt! Über die Korrespondenzen kulturellen Verhaltens[54]
  • Erinnerung als Spiegel von Ideologie – 2000.
  • WorldWideWeb – Wirklichkeit – Werkzeug – Wechselwirkung – 2000.[55]
  • The Hidden History of Georg Friedrich Nicolai, Viktor Ullmann and Andreas Latzko – 2003.[56]
  • Dass es diesen Versuch einer politischen Veränderung der Welt durchaus gibt – Dokumentationsgespräch 2004.
  • Opfermythos Österreich – 2005.
  • Dem Vergessen entreißen! – Der Briefwechsel zwischen dem österreichisch-jüdischen Philosophen Wilhelm Jerusalem und der amerikanischen taubblinden Schriftstellerin Helen Keller – 2009.
  • Sehr geehrte Geehrte! – Laudatio, gewidmet dem Historiker Hubert Steiner für das Silberne Ehrenzeichen für Verdienste um das Land Wien – 2010.[57]
  • Zu den Karrieren von Theodor Herzl und Wilhelm Jerusalem – 2010.
  • Aus eigener Kraft oder Eine Ästhetik der empfundenen und erfahrenen Katastrophen – Essay über den Regisseur Martin Kušej, Kulturpreisträger des Landes Kärnten – 2013.[58]
  • Der Archivar Laudatio für Hubert Steiner 2017.[59]
  • Auf Kulturelle Bildung setzen Essay über das neue Schule-Jugend-Theater-Projekt als Beitrag Kärntens zum Gedenk- und Erinnerungsjahr "Österreich 1918–2018", gift 1/2018, Wien 2018, ISSN 1992-2973[60]
  • Friedensbildung, Schulbildung, Kulturelle Bildung Essay zum Schule-Jugend-Theater-Projekt "Die Friedensbildung des Einzelnen und der Gesellschaft", Klagenfurt 2019.[61]
  • Gehörlosigkeit und Taubblindheit im Ersten Weltkrieg Essay über Helen Keller, Wilhelm Jerusalem, Werner Mössler, Viktor Ullmann und kriegsinvalide Taube, Blinde und Taubblinde (zusammen mit Gabriele Laube), Wien 2019.[62]

BücherBearbeiten

  • Das Überschreiten von Grenzen – Das Zeichen 22/1992, ISSN 0932-4747.
  • Vielfalt statt Einfalt (Klagenfurt auf anderen Wegen) – Kärntner Druck und Verlagsgesellschaft 1996, ISBN 3-85391-138-2.
  • Spuren zu Viktor Ullmann mit Beiträgen von Viktor Ullmann, Herbert Thomas Mandl, Dževad Karahasan, Ingo Schultz und Herbert Gantschacher (Hrsg. ARBOS – Gesellschaft für Musik und Theater, Wien: edition selene 1998), ISBN 3-85266-093-9.
  • Formen des Lebens – Ein Theaterbuch, das Gantschacher gemeinsam mit Dževad Karahasan verfasst hat, edition selene 1999, ISBN 3-85266-041-6.
  • Der Spiegel der Geschichte – Vergangenheit als Ideologie (3. Prora-Symposion) – Stiftung Neue Kultur Berlin 2000.
  • Mitherausgeber von Das Verbindende der Kulturen – LIT 2004, ISBN 3-8258-7616-0.
  • Ich trage die Fahne oder Krieg = daDa – Peter Lang, Europäischer Verlag der Wissenschaften 2006, ISSN 0941-1488, ISBN 3-631-55038-3.
  • Zeuge und Opfer der Apokalypse – Der österreichische Komponist Viktor Ullmann im Ersten Weltkrieg als Artilleriebeobachter Zeuge des Giftgasangriffs an der Isonzofront am 24. Oktober 1917 bei Bovec (Flitsch/Plezzo) und im Zweiten Krieg als Opfer der Vernichtung durch Giftgas am 18. Oktober 1944 – Katalog zur Ausstellung in Arnoldstein (Kärnten/Österreich) und dem Dokumentationszentrum der Stiftung Neue Kultur in Prora auf der Insel Rügen (Mecklenburg-Vorpommern/Deutschland), ARBOS Klagenfurt-Salzburg-Wien 2007/2008.
  • Von der österreichisch-ungarischen Wehrmacht in die deutsche Wehrmacht – Offiziere der Habsburger-Monarchie machen ‘Karriere’ – Katalog zur Ausstellung in Arnoldstein (Kärnten/Österreich) und dem Dokumentationszentrum der Stiftung Neue Kultur in Prora auf der Insel Rügen (Mecklenburg-Vorpommern/Deutschland), ARBOS Klagenfurt-Salzburg-Wien 2009/2010.
  • Über Photo- und Kartenfälscher – Katalog zur Ausstellung in Arnoldstein (Kärnten/Österreich), ARBOS Klagenfurt-Salzburg-Wien 2010.[63]
  • Verweigert jede Militärarbeit! – Katalog zur Ausstellung in Arnoldstein (Kärnten/Österreich), ARBOS Klagenfurt-Wien 2011.[64]
  • Die Diener aller Herren – Karrieren im 20. Jahrhundert von den Monarchien vor dem Ersten Weltkrieg, den Republiken der Zwischenkriegszeit, dem Austrofaschismus, dem Nationalsozialismus und den Republiken nach dem Zweiten Weltkrieg – Katalog zur Ausstellung in Arnoldstein (Kärnten/Österreich), ARBOS Klagenfurt-Wien 2012.[65]
  • Vorwärts, nie vergessen! – In: SchmutzkübelK….[66] Herausgegeben von FreiraumK, Drava Verlag-Založba Drava Klagenfurt/Celovec 2013, ISBN 978-3-85435-710-0.[67]
  • VIKTOR ULLMANN ZEUGE UND OPFER DER APOKALYPSE – WITNESS AND VICTIM OF THE APOCALYPSE – Testimone e vittima dell'Apocalisse – Prič in žrtev apokalipse – Svědek a oběť apokalypsy – Ungekürzte Originalausgabe in deutscher und englischer Sprache mit Zusammenfassungen in italienischer, slowenischer und tschechischer Sprache, ARBOS-Edition, ISBN 978-3-9503173-3-6, Arnoldstein-Klagenfurt-Salzburg-Wien-Prora-Prag erste Auflage 2015 und zweite Auflage 2019 mit einem neuen Vorwort.[68]
  • Viktor Ullmann – Svědek a oběť apokalypsy 1914–1944. Archiv hlavního města, Prahy 2015, ISBN 978-80-86852-62-1.
  • Герберт Ганчахер Виктор Ульман – Свидетель и жертва апокалипсиса, «Культ-информ-пресс» Санкт-Петербург 2016, ISBN 978-5-8392-0625-0.[69][70]
  • Im Funkhaus in der Argentinierstraße befand sich Hörspielstudio – IN: FUNKHAUS ANTHOLOGIE Festschrift herausgegeben von Gerhard Ruis und Ulrike Stecher, Verlag Autorensolidarität, Wien 2017.
  • VERBORGENE GESCHICHTE HIDDEN HISTORY Скрытая история Taub – Blind – Taubblind – Kriegsinvalid 1914–1918 Ungekürzte Originalausgabe in deutscher Sprache mit Zusammenfassungen in englischer und russischer Sprache, ARBOS-Edition, ISBN 978-3-9503173-4-3, Arnoldstein – Klagenfurt – Salzburg – Wien 2018.[71]
  • KRIEGSGEFANGEN – KRIEGSINVALID / PRISONER OF WAR – WAR-DISABLED / военнопленные – инвалиды войны Originalausgabe in deutscher und englischer Sprache, ARBOS-Edition, ISBN 978-3-9503173-7-4, Arnoldstein – Klagenfurt – Salzburg – Wien 2018.
  • Viktor Ullmann – Priča in Žrtev Apokalipse (dodatno besedilo Aneja Rože, spremno besedilo Marko Klavora, prevod Angela Žugič) Goriški muzej Kromberk, ISBN 978-961-6201-74-2, Nova Gorica 2018
  • ВИКТОР УЛЬМАН СВИДЕТЕЛЬ И ЖЕРТВА АПОКАЛИПСИСА – Viktor Ullmann Zeuge und Opfer Apokalypse – Witness and Victim of th Apokalypse – Testimone e vittima dell’Apocalisse – Priča in žrtev apokalipse – Svědek a oběť apokalypsy Originalausgabe in sechs Sprachen von Herbert Gantschacher, ARBOS-Edition, ISBN 978-3-9503173-6-7, Arnoldstein, Klagenfurt – Salzburg Wien 2018.

ÜbersetzungenBearbeiten

  • Disconnected – Kein Anschluß von Willy Conley. 2000.
  • Na rubu pustinje – Am Rande der Wüste von Dževad Karahasan. 2003.
  • Gozba – Gastmahl von Dževad Karahasan. 2005.
  • The Universal Drum – Trommeln allerorts von Willy Conley. 2011.[72]
  • Strike Against The War! – Verweigert den Krieg! von Helen Keller. 2013–2014.[73][74]
  • Muḥammad Dīb: Salem und der störrische Zauberer. Eine Bildergeschichte zum Thema Frieden aus dem Jahr 2003 aus Damaskus. 2017-2018, ISBN 9954-0-0040-2.[75]

TheatertexteBearbeiten

  • Agnus Dei – Entwurf zu einem Libretto nach einer Erzählung von Francisco Tanzer 1987.[76]
  • Das Ehepaar – (gemeinsam mit Francisco Tanzer) 1987/1988.[77]
  • Später Nachmittag im Paradies – Kammeroper (gemeinsam mit Walter Müller). Musik: Stefan Signer. UA 14. Juni 1992 Klagenfurt (ARBOS – Gesellschaft für Musik und Theater). Deutsche Erstaufführung 13. Juli 1992 Marstall zu Putbus auf der Insel Rügen. Schweizer Erstaufführung 30. August 1992 St. Gallen.
  • Die Sprache im Raum – 1994.
  • Der Gesang der Narren von Europa Literarische Installation eines Librettos gemeinsam mit Dževad Karahasan – 1994.
  • Sprechproben – 1996.
  • 19182338 – Kein Anschluß unter dieser Nummer – Musiktheaterstück. Musik: Werner Raditschnig. 1998.
  • Ich sehe was, was Du nicht siehst – 2000, ISBN 3-9503173-1-7, ARBOS-Edition © & ® 2010–2012.
  • Chronik 1933–1945 – Dokumentarisches Theaterstück über die Biografien von Robert Ley und Victor Klemperer (gemeinsam mit Katharina und Jürgen Rostock). 2000.
  • Schnee und Tod – Dramatisierung des Romans Schahrijars Ring von Dževad Karahasan. 2002.
  • Der Tod des Empedokles – Bearbeitung des Fragments von Friedrich Hölderlin (nach einer Idee von Dževad Karahasan). 2005.
  • Gastmahl – Übertragung des Librettos von Dževad Karahasan aus dem Bosnischen. Musik: Herbert Grassl, Bruno Strobl und Hossam Mahmoud. UA 28. Oktober 2005 Villach (neuebuehnevillach; ARBOS – Gesellschaft für Musik und Theater), veröffentlicht in der Literaturzeitschrift LICHTUNGEN Nr. 102, Graz 2005, ISSN 1012-4705.
  • Wilhelm Jerusalem – Helen Keller – Briefe – 2008, ISBN 978-3-9503173-0-5, ARBOS-Edition © & ® 2010–2012.[78][79]
  • Ein erster Schritt – 2008.
  • Es war einmal… Es wird einmal… – 2011/2012.[80]
  • Himmel auf Erden – Eine Art Lustspiel und Stück Unschuldsvermutung mit Vorspiel, Hauptakt und einem Nachspiel. 2012.[81]
  • Schweinealm – Almauftrieb und schwarz-gelb-rot-blaue Posse mit Tanz und Gesang – 2013.[82]
  • Die 5 Sinne – Forschungs- und Theaterprojekt über die einsinnige Taubblinde Laura Bridgman, die zweisinnige Taubblinde Marie Heurtin, die dreisinnige Taubblinde Helen Keller, die blinde Schriftstellerin Mary Ann Moore, die Gehörlosenpädagogin Sarah Harvey Porter und einen Epilog von Helen Keller und Samuel Gridley Howe – 2013.[83][84]
  • Talking Gloves – Sprechende Handschuhe ein Stück visuelles Theater über den Maler Albin Egger-Lienz und den Dichter August Stramm – 2014/2018[85][86]
  • Die vier Jahreszeiten ein Stück Theater über das sinnliche Begreifen von Taubblinden – 2018[87]
  • Die fünf Sinne ein Stück Theater über die menschlichen Sinne aus der Perspektive von Taubblinden mit Musik der taubblinden Laura Bridgman – 2019[88]

FilmeBearbeiten

  • Viktor Ullmann – Weg an die Front 1917 – Dokumentarfilm, Buch und Regie: Herbert Gantschacher; Schnitt: Erich Heyduck; ARBOS-DVD Vienna-Salzburg-Klagenfurt-Arnoldstein 2007.
  • Spuren nach Theresienstadt – Tracks to Terezín – Dokumentarfilm über den Überlebenden des Holocaust Herbert Thomas Mandl, Interview und Regie: Herbert Gantschacher. Kamera: Robert Schabus; Schnitt: Erich Heyduck, DVD in deutscher und englischer Sprache; ARBOS, Wien-Salzburg-Klagenfurt, 2007.
  • Der Kaiser von Atlantis oder Die Todt-Verweigerung – Dokumentarisches Musiktheater über die Oper von Viktor Ullmann, Buch und Regie: Herbert Gantschacher, Ton: Roumen Dimitrov; Schnitt: Erich Heyduck; Montage: Dieter Werderitsch ARBOS-DVD, Vienna-Salzburg-Klagenfurt, deutsche Fassung 2009, englische Fassung 2010, italienische Fassung 2010, tschechische Fassung 2015.

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. SbZ – Konzert: „Verfemte Musik“ in Siebenbürgen – Informationen zu Siebenbürgen und Rumänien. In: siebenbuerger.de. Abgerufen am 9. Februar 2015.
  2. en.fbmc.co.il
  3. „Da liegen Sie falsch“. Offener Brief. Auf: kleinezeitung.at. 16. Dezember 2010, abgerufen am 26. Dezember 2013.
  4. "Kriegslügen" in der Klosterruine. In: kleinezeitung.at. 4. August 2014, abgerufen am 9. Februar 2015.
  5. ebooklibrary.org
  6. inst.at
  7. remusik.org (PDF).
  8. jamd.ac.il (PDF).
  9. pressreader.com
  10. drive.google.com (Memento des Originals vom 21. Dezember 2016 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/drive.google.com
  11. kleinezeitung.at
  12. oesterreich100.at
  13. arbos.at
  14. pressreader.com
  15. Neues Kulturgremium in Amt und Würden. In: kleinezeitung.at. 9. Februar 2015, abgerufen am 9. Februar 2015.
  16. Alles neu – vom Roman bis zum Kaffeehaus. In: kleinezeitung.at. 9. Februar 2015, abgerufen am 9. Februar 2015.
  17. https://www.ktn.gv.at/Service/News?nid=28276
  18. https://www.youtube.com/watch?v=b8XED21U9Fs
  19. Encyklopedie hudby komponované v koncentračních táborech. Auf: muzikus.cz. 7. Jänner 2009, abgerufen am 26. Dezember 2013.
  20. Thomas Heinze, Carolin Walker: Kultursponsoring: Das Projekt „Kar“ aus der Region Kärnten. In: Thomas Heinze (Hrsg.): Kulturfinanzierung: Sponsoring – Fundraising – Public-Private-Partnership. (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche)
  21. Erfreuliche Jahresbilanz von Arbos. In: derstandard.at. 29. Dezember 2002, abgerufen am 9. Februar 2015.
  22. „Ich sehe was, was du nicht siehst“ – sprechende Hände. Auf: oesz.cpweb.at. Abgerufen am 26. Dezember 2013.
  23. Europasiegel für innovative Sprachenprojekte. PDF auf: oesz.at.
  24. Maecenas 2003 ist vergeben. (Memento vom 26. Dezember 2013 im Internet Archive) Auf: horizont.at. 27. November 2003, abgerufen am 26. Dezember 2013.
  25. Bank Austria Kunstpreis 2012. (Memento des Originals vom 28. September 2013 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/hosting9.ba-ca.com
  26. Brief der UNESCO vom 22. Oktober 2012
  27. Die Brücke. Auf: olga.pixelpoint.at. (PDF; 1,8 MB).
  28. Verbund ist CEREC-Preisträger der Financial Times 1999. Auf: ots.at. 2. Dezember 1999, abgerufen am 26. Dezember 2013.
  29. Sonderausstellungen 2008. Auf: dokumentationszentrum-prora.de. Abgerufen am 26. Dezember 2013.
  30. Kunst zieht gegen den Krieg ins Feld. Auf: kleinezeitung.at. 21. Juni 2007, abgerufen am 26. Dezember 2013.
  31. Video: „Viktor Ullmann, Witness and Victim of the Apocalypse“ – An Exhibition auf YouTube
  32. ceskatelevize.cz
  33. Das Jahr mit Arbos-Augen. Auf: kleinezeitung.at. 9. Februar 2009, abgerufen am 26. Dezember 2013.
  34. Sonderausstellungen 2010. Auf: dokumentationszentrum-prora.de. Abgerufen am 26. Dezember 2013.
  35. Nahrhaftes fürs Hirnkastl. Auf: kleinezeitung.at. 1. Februar 2010, abgerufen am 26. Dezember 2013.
  36. Signale aus dem Schützengraben. Auf: kleinezeitung.at. 31. Juli 2011, abgerufen am 26. Dezember 2013.
  37. Von sanftwütigen Klagen. Auf: kleinezeitung.at. 15. Februar 2012, abgerufen am 26. Dezember 2013.
  38. Die Philharmoniker in der Nazi-Zeit Auf: kaernten.orf.at. 1. September 2013, abgerufen am 26. Dezember 2013.
  39. https://www.derstandard.at/story/1378249186836/musikalische-auszeit-in-theresienstadt
  40. „Beurlaubt“ zur Deportation. Auf: kleinezeitung.at. 28. August 2013, abgerufen am 26. Dezember 2013.
  41. Von Krieg, Freiheit und Theater. In: kleinezeitung.at. 9. Februar 2015, abgerufen am 9. Februar 2015.
  42. kulturchannel.at (PDF).
  43. dada.arbos.at (PDF).
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  45. kleinezeitung.at
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