Hauptmenü öffnen
Wappen Deutschlandkarte
Die Gemeinde Henschleben führt kein Wappen
Henschleben
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Henschleben hervorgehoben
Koordinaten: 51° 9′ N, 10° 58′ O
Basisdaten
Bundesland: Thüringen
Landkreis: Sömmerda
Verwaltungs­gemeinschaft: Straußfurt
Höhe: 149 m ü. NHN
Fläche: 6,99 km2
Einwohner: 328 (31. Dez. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte: 47 Einwohner je km2
Postleitzahl: 99634
Vorwahl: 036376
Kfz-Kennzeichen: SÖM
Gemeindeschlüssel: 16 0 68 026
Gemeindegliederung: 2 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Bahnhofstraße 13
99634 Straußfurt
Website: www.vg-straussfurt.de
Bürgermeister: Frank Knaak (seit 2018) (FWH)
Lage der Gemeinde Henschleben im Landkreis Sömmerda
AlperstedtAndislebenBüchelButtstädtEckstedtElxlebenGangloffsömmernGebeseeGriefstedtGroßmölsenGroßneuhausenGroßrudestedtGünstedtHaßlebenHenschlebenKindelbrückKleinmölsenKleinneuhausenKölledaMarkvippachNödaOllendorfOstramondraRastenbergRiethgenRiethnordhausen (bei Erfurt)Ringleben (bei Gebesee)SchloßvippachSchwerstedtSömmerdaSprötauStraußfurtUdestedtVogelsbergWalschlebenWeißenseeWerningshausenWitterdaWunderslebenThüringenKarte
Über dieses Bild

Henschleben ist eine Gemeinde im Landkreis Sömmerda in Thüringen. Sie gehört der Verwaltungsgemeinschaft Straußfurt an, die ihren Verwaltungssitz in der Gemeinde Straußfurt hat.

Inhaltsverzeichnis

GeografieBearbeiten

Henschleben liegt im Thüringer Becken an der Unstrut, unmittelbar südlich des Rückhaltebeckens Straußfurt.

GemeindegliederungBearbeiten

Henschleben und Vehra sind die Ortsteile der Gemeinde.

GeschichteBearbeiten

Der Ort Henschleben wurde um das Jahr 1080 zum ersten Mal urkundlich erwähnt. In diesem Jahre fand die Schlacht auf den Mordäckern zwischen Henschleben und Straußfurt zwischen den Truppen von König Heinrich IV. und dem Gegenkönig Rudolf von Rheinfelden statt, die letzterer verlor. Henschleben und Vehra gehörten bis 1815 als Exklaven zum kursächsischen Amt Eckartsberga. Durch die Beschlüsse des Wiener Kongresses kamen sie zu Preußen und wurden 1816 dem Landkreis Weißensee im Regierungsbezirk Erfurt der Provinz Sachsen zugeteilt, zu dem sie bis 1944 gehörten.[2]

 
Dorfkirche

Im April 1945 gab es in Henschleben amerikanische Tieffliegerangriffe und Artilleriebeschuss, durch den mehrere Gebäude in Brand gerieten. Nach dem Besatzungswechsel zur Roten Armee im Juli 1945 kam es zu Vergewaltigungen und Diebstählen.

Nordwestlich von Henschleben lag oberhalb des Unstruttals das Rittergut Stödten (südöstlich von Schwerstedt), im Besitz der Freiherren von Ballhausen. Es diente ab 1944 als Unterkunft für Flüchtlingsfamilien und wurde zur Zeit der SBZ und DDR restlos beseitigt. Heute findet sich dort an einem kleinen Hang an der Nordwestecke des Unstrut-Staubeckens nur noch eine vermauerte Kelleröffnung als Fledermaus-Refugium.

Am 1. Juli 1950 wurde die bis dahin eigenständige Gemeinde Vehra eingegliedert.

PolitikBearbeiten

EinwohnerzahlBearbeiten

Im Dezember 2010 hatte die Gemeinde 373 Einwohner, davon Henschleben 220 und Vehra 153.

GemeinderatBearbeiten

Der Gemeinderat aus Henschleben setzt sich aus vier Mitgliedern der Freien Wähler Henschleben und zwei Mitgliedern der Wählergemeinschaft Unstrut-Aue zusammen (Stand: Kommunalwahl am 25. Mai 2014).[3]

BürgermeisterBearbeiten

Der ehrenamtliche Bürgermeister Frank Knaak setzte sich in der Stichwahl am 29. April 2018 gegen Sören Oeftinger (Wählergemeinschaft Unstrut-Aue) mit 107 gegen 99 Stimmen durch.

SonstigesBearbeiten

Während des Zweiten Weltkrieges mussten 25 Frauen und Männer aus Polen in der Landwirtschaft Zwangsarbeit verrichten.[4]

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Bevölkerung der Gemeinden vom Thüringer Landesamt für Statistik (Hilfe dazu).
  2. Der Landkreis Weißensee im Gemeindeverzeichnis 1900
  3. Amtsblatt Nr. 7/2014 (Memento des Originals vom 28. Mai 2016 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.vg-straussfurt.de, auf: Webseite Verwaltungsgemeinschaft Straußberg vom 20. Juni 2014, (PDF 1,9 MB), abgerufen am 28. Mai 2016
  4. Thüringer Verband der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschisten und Studienkreis deutscher Widerstand 1933–1945 (Hrsg.): Heimatgeschichtlicher Wegweiser zu Stätten des Widerstandes und der Verfolgung 1933–1945. Band 8: Thüringen. VAS – Verlag für Akademische Schriften, Frankfurt am Main 2003, ISBN 3-88864-343-0, S. 280.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Henschleben – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien