Heinz Rudolf Kunze

deutscher Rocksänger

Heinz Rudolf Erich Arthur Kunze (* 30. November 1956 in Espelkamp-Mittwald) ist ein deutscher Rocksänger, Schriftsteller, Liedermacher und Musicaltexter/-übersetzer. Kunze hat bislang (Stand: 21. Februar 2020) 489 Lieder veröffentlicht[1] und nach eigenen Angaben rund 5.000 Texte geschrieben[2], von denen mehr als 1.900 veröffentlicht sind.[3] Seinen bislang größten Single-Erfolg hatte er 1985 mit Dein ist mein ganzes Herz. Kunze war gelegentlich projektbezogen als Dozent für verschiedene Hochschulen tätig.

Heinz Rudolf Kunze (Wittenberg 2017)

LebenBearbeiten

Herkunft, Jugend und AusbildungBearbeiten

Kunzes Familie stammt aus dem polnischen Teil von Guben (Niederlausitz) und Berlin.[4][5] Heinz Rudolf wurde im Flüchtlingslager Espelkamp bei Minden (Westfalen) geboren, wo sein Vater Rudi Kunze (1925–2001), der Frontoffizier bei der Waffen-SS gewesen und erst 1956 aus sowjetischer Kriegsgefangenschaft heimgekehrt war, Arbeit bei der Lagerleitung gefunden hatte. Der berufliche Werdegang des Vaters als Lehrer brachte in den Folgejahren einen häufigen Wechsel des Wohnortes mit sich; Familie Kunze wohnte zuerst in Lengerich (Westfalen), dann in Alte Piccardie an der niederländischen Grenze, später in Bad Grund (Harz). Ende 1963 wurde sie in Osnabrück heimisch. Dort nahm der Vater eine Tätigkeit als Hochschulassistent an der Pädagogischen Hochschule bei der Sozialpädagogin Elisabeth Siegel (1901–2002) an. Die Mutter Gerda Kunze geb. Lehmann (1926–2010) war Hebamme, Kinderkrankenschwester und Grundschullehrerin, der Historiker Rolf-Ulrich Kunze (* 1968) ist Kunzes Bruder.[5]

Heinz Rudolf Kunze besuchte das Graf-Stauffenberg-Gymnasium in Osnabrück und legte nach eigenen Angaben mit dem Notendurchschnitt von 1,4 das beste Jahrgangs-Abitur ab.[6] Anschließend studierte er Germanistik und Philosophie und war Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes.[7] Er legte das Erste und Zweite Staatsexamen für das Lehramt an Gymnasien ab.

In einem Interview gab Kunze an, sich im Alter von 13 Jahren an dem Musiker Pete Townshend orientiert zu haben.[8] Die erste Single, die er sich kaufte, war The Sun Ain’t Gonna Shine Anymore von den Walker Brothers.[9]

Mitte der 1970er Jahre gewann Heinz Rudolf Kunze den 1. Preis für Kurzprosa in einem Literaturwettbewerb.

1980 bis 1999Bearbeiten

Kunze begann seine künstlerische Laufbahn am 9. November 1980: Er nahm, musikalisch begleitet von Mick Franke, teil am Pop-Nachwuchs-Festival im Stadttheater Würzburg, das die Deutsche Phono-Akademie zum dritten Mal veranstaltete. Die Jury unter Leitung von Michael Kunze (der mit Heinz Rudolf Kunze weder verwandt noch verschwägert ist) kürte ihn zu einem der Preisträger in der Sparte „Folk, Lied, Song“. Sein Titel „Bestandsaufnahme“ (Länge: 8:27 Minuten) schaffte es in voller Länge auf die gleichnamige Festival-LP (CBS 84845) und wurde damit zu Kunzes erster Schallplatten-Aufnahme. Produzent Siegfried Loch holte Kunze mit einem Fünfjahresvertrag zur Plattenfirma WEA.

Das Debütalbum Reine Nervensache (1981) wurde wohlwollend aufgenommen und das folgende Album Eine Form von Gewalt 1982 mit dem Deutschen Schallplattenpreis ausgezeichnet. Kurz danach begann Kunze parallel erste journalistische Arbeiten: Für den Spiegel verfasste er ein Randy-Newman-Essay und moderierte für den NDR sowie den SFB eigene Radiosendungen. Im NDR wurde seine mehrteilige David-Bowie-Analyse „Der Favorit“ ausgestrahlt. Das Phänomen Kunze wurde wohl auch durch den Aufwind für deutschsprachige Texte Anfang der 1980er Jahre im Zuge der Neuen Deutschen Welle erklärbar. Kunze wurde vom damaligem Management und vom Publikum zunächst als Liedermacher mit philosophischem Hintergrund in der Tradition von Bob Dylan oder als Singer/Songwriter nach US-amerikanischer Tradition eingeordnet. In dieser Zeit entstand auch die Bezeichnung „Niedermacher“, um Kunzes Text- und Musikkunst zu umschreiben. Dass er als intellektueller Rock-Poet in den Musikcharts Erfolg haben würde, hatten viele Weggefährten nicht erwartet.

Ein erster kommerzieller Erfolg gelang Kunze 1984 zuerst mit der Single „Sicherheitsdienst“ und wenig später mit der deutschen Version des Kinks-Klassikers „Lola“. „Ausnahmezustand“ (1984) markiert das letzte Album von Kunze als Liedermacher, Singer/Songwriter (siehe oben). Nach Aufnahme des Komponisten und Gitarristen Heiner Lürig in seine Band „Verstärkung“ 1985 und dem Singlehit „Dein ist mein ganzes Herz“ (1985) gelang es Kunze, breitere Hörerschichten zu begeistern und sich auch im Bereich Deutschrock zu etablieren. Diese aus der gleichnamigen und bei Conny Plank aufgenommenen LP ausgekoppelte Single war sein Durchbruch als Musiker im Rock-/Pop-Bereich. Dabei blieb Kunze seinen eigenen hohen Texter-Maßstäben treu, auch wenn die Melodien dank Heiner Lürig eingängiger wurden: „Wie fühlt man sich als Schnee von morgen? Als Bombe, die nicht richtig tickt? Als Teilchen ohne Masse, als Bester ohne Klasse, als Welt, die nie das Licht erblickt?“ (aus „Heul mit den Wölfen“,[10] 1989). 1986 kam sein Titel „Mit Leib und Seele“ auf den Markt. In der Folge wurde der Musiker erstmals mit der Goldenen Stimmgabel ausgezeichnet und tourte durch die DDR. In den Folgejahren wurden mit 1986 „Wunderkinder“, 1988 „Einer für alle“, 1989 „Gute Unterhaltung“, 1991 „Brille“ und 1992 „Draufgänger“ teils sehr erfolgreiche Rock/Pop-Alben veröffentlicht.

Zwischen den Alben-Veröffentlichungen waren Kunze und Verstärkung immer wieder auf ausgedehnten Tourneen deutschlandweit unterwegs und auf den Bühnen präsent, auch in der DDR. Wohl als Höhepunkt kann dabei das Konzert bei Rock am Ring am 7. Juni 1987 als Vorband von David Bowie angesehen werden.

Nach dem Album Kunze: Macht Musik 1994 trennte er sich von fast allen Musikern seiner Band „Verstärkung“. 1996 und mit bis auf Heiner Lürig komplett neuer Besetzung der Band „Verstärkung“ folgt das Album „Richter Skala“, das in der Fachpresse hochgelobt wird, aber beim breiten Publikum nicht den erhofften Zuspruch bekommt. 1997 bereits erscheint das 13. Studioalbum „Alter Ego“ und erreicht Chartplatz 33. Ende der 1980er Jahre begann auch seine Zusammenarbeit mit Herman van Veen, für dessen Alben er seitdem regelmäßig Songbeiträge leistet. Heinz Rudolf Kunze, der seit 1984 auch eigene Bücher veröffentlicht, ging 1994/95 mit einem zweiten literarischen Programm „Der Golem aus Lemgo“ auf Tournee durch Deutschland.

1996 beklagte Kunze in einem Interview des Spiegel als Sprecher von rund 600 deutschsprachigen Künstlern „die Flut von ausländischer Musik und eben auch ausländischem Schund“ und sprach sich für eine Mindestquote deutscher Rockmusik im Radio aus.[11] Diese Forderung stieß in vielen deutschen Medien auf Kritik. In der Folge wurde Kunze in der öffentlichen Diskussion oft als allein verantwortlicher „Quotenforderer“ dargestellt.

1999 kehrte für Kunze mit der Lürig-Komposition „Aller Herren Länder“ mit dem Thema „Flüchtlinge“[12] als Singleauskopplung aus dem Album „Korrekt“ der Erfolg zurück. Für diese Single erhielt er erneut die Goldene Stimmgabel sowie den Fred-Jay-Preis der GEMA. Ebenfalls 1999 folgte eine goldene CD für die Übersetzungsarbeit am Musical Miss Saigon.

2000 bis 2009Bearbeiten

2001 erschien das Album Halt. Kunze setzte die Reihe seiner Buch-Veröffentlichungen fort und schrieb das Libretto für gleich zwei Shakespeare-Musicals nach der Musik von Heiner Lürig (Ein Sommernachtstraum, Kleider machen Liebe – oder: Was ihr wollt). Nach den Musical-Erfolgen durften sich beide Künstler 2003 in das Goldene Buch der Stadt Hannover eintragen, womit eine Art Rückschau auf Kunzes künstlerisches Werk begann. In der Folge erhielt er den Praetorius Musikpreis und den Niedersächsischen Staatspreis für sein Lebenswerk. 2007 wurde ihm von Dieter Thomas Heck eine weitere Goldene Stimmgabel verliehen, ebenfalls für sein Lebenswerk.

 
Kunze mit „Räuberzivil“

2002 gab es eine komplette Neubesetzung seiner Band mit den Aufnahmen zum Album „Rückenwind“. Am 25. Oktober 2004 unterschrieb Heinz Rudolf Kunze einen neuen Vertrag bei der Bertelsmann Music Group (BMG-Ariola).

2005 steuerten Kunze und Lürig zum Deutschen Evangelischen Kirchentag 2005 das Kirchentagslied Mehr als dies/Wenn dein Kind dich morgen fragt[13] bei. Dazu wurde eine CD-Sonderedition mit einer Auflage von 10.000 Exemplaren veröffentlicht.

Kunze feierte 2005 sein 25-jähriges Bühnenjubiläum, das der WDR für den Rockpalast aufzeichnete. Heiner Lürig kehrte 2005 nochmals für zwei Studioalben zu ihm zurück und ist bei den Alben 2005 „Das Original“ und 2007 „Klare Verhältnisse“ als Mitproduzent dabei.

Im Jahr 2006 sang Kunze das von ihm mitgetextete Titel-Lied zur gleichnamigen ARD-KiKA-Zeichentrickfilmserie Little Amadeus.[14]

Im November 2006 brachten Heinz Rudolf Kunze und der Schauspieler Rolf Hoppe (1930–2018) auf Schloss Weesenstein ihr gemeinsames Programm Sachsophonie zur Aufführung. Sie präsentierten persönliche Lieblingstexte verschiedener Autoren aus Sachsen und Niedersachsen – von Lessing bis Kunze – und traten beide auch sangesfreudig in Erscheinung.[15][16]

Am 8. März 2007 nahm er an der deutschen Vorentscheidung zum Eurovision Song Contest Wer singt für Deutschland? mit dem Lied Die Welt ist Pop teil. Die von der Plattenfirma forcierte Teilnahme Kunzes an der Vorentscheidung wurde in den Medien als „Comebackversuch“ (BILD) gewertet; die dort vorgestellte Single fand nicht den Weg in die Plattenläden. Da der erhoffte kommerzielle Erfolg ausblieb, gingen Lürig und Kunze seit Mitte 2008 getrennte Wege. Während Lürig mit „Hausboot“ (und der ehemaligen Kunze-„Verstärkung“: Martin Huch, Raul Walton, Marius Lürig) eine neue Band gründete, kündigte Kunze für 2009 mit „Protest“ ein weiteres Album an, das im Herbst 2008 von Leo Schmidthals produziert wurde.

Mit dem im Januar 2009 erschienenen Album „Protest“ gelang Kunze der Einstieg auf Position 15 der Verkaufscharts. Von den ausgekoppelten Singles – die von der BMG nicht als Tonträger, sondern nur als Musik-Download veröffentlicht wurden – konnte sich die Doppelveröffentlichung „Längere Tage/Astronaut in Bagdad“ auf Platz 93 der Deutschen Single-Verkaufscharts platzieren. Wie beim Abschluss der „Protest“-Tournee am 28. Juni 2009 in Kiel bekanntgegeben wurde, soll dieses Konzert das letzte HRK-Konzert mit Verstärkung bis zum Jahre 2011 sein, denn der Künstler werde sich nunmehr auf seine akustischen Liveauftritte im „Räuberzivil“-Trio mit Wolfgang Stute und Hajo Hoffmann konzentrieren und auch weiter zusammen mit Purple Schulz' Programm „Gemeinsame Sache“ auftreten. Zudem erschien im Herbst 2009 mit „Saldo Mortale“ ein weiteres Buch mit bislang unveröffentlichten Texten.

Heinz Rudolf Kunze heiratete in zweiter Ehe eine Konflikttrainerin; einen Tag vor der Eheschließung im September 2009 erschien sein Doppelalbum Räuberzivil. Das 2009er Cover von „Dein ist mein ganzes Herz“, Mi Corazon (von Jay Del Alma ins Spanische übertragen), wurde auch in einer zweisprachigen Fassung veröffentlicht, in der Kunze die deutschsprachigen Parts seines größten Hits sang.

Seit 2010Bearbeiten

2010 erschien die DVD-Box In alter Frische mit Kunzes wichtigsten Rockpalast-Auftritten samt Bonus-CD mit dem Live-Mitschnitt eines Auftritts in der damaligen DDR.

Im Sommer 2010 nahm Heinz Rudolf Kunze das Studio-Album Die Gunst der Stunde auf, das im Januar 2011 zu seinem 30. Bühnenjubiläum erschien. Produziert wurde es von Kunze; als Co-Produzent fungierte Leo Schmidthals. Auf die Veröffentlichung folgte eine Tour durch Deutschland. 2012 war Heinz Rudolf Kunze live in kleiner Besetzung mit dem Projekt Räuberzivil unterwegs. Anfang 2013 gingen Kunze und Tobias Künzel gemeinsam auf die Bühnen – als „KuK – Kunze und Künzel“. Beide Projekte erschienen auch als Live-Mitschnitte.

2012 erschien das Album Ich bin mit Titeln von Heinz Rudolf Kunze im Duett mit Pe Werner, Achim Reichel, Reinhard Mey, Hartmut Engler, Herman van Veen, Purple Schulz, Stefan Gwildis, Jan Plewka, Julia Neigel, Joachim Witt, Heiner Lürig und Tobias Künzel.[17]

2013 wechselte Kunze die Haupt-Plattenfirma: von Ariola zur RCA. Im Herbst kam das von Kunze, Jens Carstens und Zoran Grujovski produzierte Studioalbum Stein vom Herzen,[18] die erste Veröffentlichung bei RCA, heraus. Davor war er beim Festival 28 Jahre Songs an einem Sommerabend auf Kloster Banz aufgetreten.

Im Januar 2014 erschien parallel zur Tour (Management: Matthias Winkler, MAWI Concert GmbH Leipzig[19]) das Live-Album Stein vom Herzen – Live bei radio 88.8, das der Mitschnitt des Studio-Konzerts vom 21. November 2013 beim gleichnamigen RBB-Radioprogramm ist.[20]

Eine fünfteilige Edition remasterter HRK-Alben wurde im Januar 2014 von Rakete Medien veröffentlicht (mit den Alben Der schwere Mut, Die Städte sehen aus wie schlafende Hunde, Deutsche singen bei der Arbeit, Einer für alle, Live in der DDR, Sternzeichen Sündenbock, Der Golem aus Lemgo, Wasser bis zum Hals steht mir, Jesus Tomahawk und Halt).[21][22]

Heinz Rudolf Kunze und Heiner Lürig haben 2015 für Bernd Stelter das Lied „Das Gute“ geschrieben, das auf dessen Album „Wer Lieder singt, braucht keinen Therapeuten“ erschien.[23]

Am 30. September 2016 erschien Kunzes erstes Coveralbum mit Coverversionen von Liedern von Karat, Hildegard Knef, Freddy Quinn, Roy Black, Die Ärzte, Einstürzende Neubauten, Deutsch Amerikanische Freundschaft, Thees Uhlmann, Casper, Ideal, Udo Jürgens, Münchner Freiheit, Die Toten Hosen und Puhdys.[24]

2014: KinderliederBearbeiten

Neue künstlerische Wege betrat Heinz Rudolf Kunze im Juni 2014 – als geistiger Vater von Quentin Qualle und als Autor und Komponist von Kinderliedern: Kunze erdachte Quentin Qualle und dessen Meeresfreunde, von ihm stammen die Liedertexte zur Begleit-CD des Kinderbuchs „Die Muräne hat Migräne“.[25] Den Text zum Kinder-Bilderbuch, veröffentlicht vom Loewe Verlag Bindlach, schrieb Kunzes Schlagzeuger Jens Carstens. Die Lieder stammen von Heinz Rudolf Kunze, Jens Carstens und Zoran Grujovski; die Figuren gestaltete Julia Ginsbach, die die Kinderbuchserie Tafiti illustriert.[26] Zeitgleich erschien das gleichnamige Hörbuch beim Label Edel kids. Bei den Quentin-Qualle-Aufführungen ab September 2014 wirkte der Musiker Jens Wrede mit – offensichtlich als Ersatz für Grujovski.[27] Im Januar 2015 erschien Band 2 „Quentin Qualle - Rock am Riff“ mit Lieder-CD (5 Titel).[28] Im Sommer 2015 folgte Band 3 „Quentin Qualle - Halligalli bei Zirkus Koralli“ wieder mit Lieder-CD (5 Titel).[29]

2015: SoloauftritteBearbeiten

Ab 2015 war Kunze mit seinem Programm Einstimmig erstmals in seiner Karriere musikalisch solo auf der Bühne zu erleben, wo er sich fast drei Stunden lang pro Konzert abwechselnd am Klavier und an der Gitarre musikalisch begleitete.[30]

Seit 2019 ist er mit dem Solo-Programm Wie der Name schon sagt deutschlandweit unterwegs, das er als „eine Mischung aus Springsteen on Broadway und der Harald-Schmidt-Show“ beschreibt.[31]

Davor war er entweder mit dem Gitarristen Jan Drees[32] oder mit Gitarristen Ralph König aus der Räuberzivil-Band unterwegs.

2015: Willkommen, liebe MörderBearbeiten

Seinem im Februar 2015 veröffentlichten Album Tiefenschärfe hatte Kunze vorausgesagt, dass das Lied Willkommen, liebe Mörder Ärger bereiten werde. Kunze hatte sich dafür von Max Frischs Theaterstück Biedermann und die Brandstifter inspirieren lassen. An diese „Parabel über falsch verstandene Toleranz, die zum Untergang führt“, traue sich heute kein Theater mehr heran, obwohl es das „momentan wohl aktuellste deutsche Stück“ sei. Deshalb habe er das Lied gemacht. Man müsse jedoch „den Song nicht unbedingt nur auf den Islam fokussieren“.[33] Das Lied wurde als Video auf zahlreichen Seiten der social media verbreitet, darunter auch politisch rechts stehende, die Willkommen, liebe Mörder als sarkastischen Kommentar zur Willkommenskultur verstanden. Daraufhin verbat sich Kunze „jede dem Geist dieses Songs widersprechende Vereinnahmung und Anbiederung, zumal von rechts“. Er erklärte in einem Facebookbeitrag: „Das Lied ‚Willkommen liebe Mörder‘ von meinem Räuberzivil-Album ‚Tiefenschärfe‘ entstand im Sommer 2014, also ein Jahr vor der Flüchtlingsdebatte. Gemeint und auf ironische Weise angesprochen sind die Mörder der NSU.“[34]

2018: Schöne Grüße vom SchicksalBearbeiten

 
Heinz Rudolf Kunze (2018)

Anfang Februar 2018 schloss Kunze einen Plattenvertrag mit Electrola/Universal Music Group.[35] Am 4. Mai erschien dort das Album „Schöne Grüße vom Schicksal“. Die Tour zum Album „Schöne Grüße vom Schicksal“ begann am 11. Januar 2019 in Leipzig[36] Zur Verstärkung gehören 2019 neben den bisherigen Musikern Jens Carstens, Peter Koobs, Leo Schmidthals und Matthias Ulmer auch die Sängerinnen Jördis Tielsch (+ Violine) und Natalie Pütz sowie der Gitarrist Andrew Gräser.[37]

2019–2020Bearbeiten

Im Oktober 2019 veröffentlichte die Schlagersängerin Nicole ihr Album 50 ist das neue 25, für dessen gleichnamigen Titelsong sowie für sechs weitere Lieder Heinz Rudolf Kunze die Texte und Jens Carstens die Kompositionen schufen.[38] Hinzu kommt noch die von Nicole und Heinz Rudolf Kunze eingesungene Duett-Version von Dein ist mein ganzes Herz (Text: Kunze, Komposition: Heiner Lürig).

Im November 2019 veröffentlichte Kunze die Single Der Prediger aus dem am 21. Februar 2020 erschienenen Album Der Wahrheit die Ehre[39], mit dem Kunze auf Platz 3 der deutschen Album-Charts landete.[40]

Im Januar 2020 unterstützte Kunze als Erzähler die Neufassung von Oscar Wildes Meisterwerk „Das Gespenst von Canterville“ mit 100 Musikerinnen und Musikern als aktuelle Ausgabe der jährlichen Veranstaltungsreihe Cinephonics der Kreismusikschule Alzey-Worms.[41]

Am 6. März 2020 veröffentlichte die Band Anyone’s Daughter die Single One World for You and Me, bei dem mehrsprachigen Lied sind Heinz Rudolf Kunze, Tayfun Ünlü, Mick Jackson, Dani Suara sowie John Vooijs und Matthias Ulmer zu hören.[42][43]

Im Mai 2020 erschien das Hörbuch Wenn man vom Teufel spricht – Live Lesung in Leipzig, aufgezeichnet im März 2020 im Kupfersaal Leipzig.[44] Am 23. Mai 2020 gab Kunze in Erfurt coronabedingt das erste Autokonzert seiner Karriere.[45] Am 13. November 2020 erschien das Doppel-Album Wie der Name schon sagt – Solo live.[46]

Seit Juni 2020 gibt es Kunzes Podcast Durch die Brille gefragt, in dem er Persönlichkeiten aus Musik, Entertainment, Politik, Wirtschaft und Sport interviewt. Gäste waren u. a. Klaus Meine, Jim Rakete, Reinhard Mey, Flake, Arno Köster, Jan Hofer und Jerry Scheff.[47]

Texte, Eindeutschungen und Kompositionen für andere KünstlerBearbeiten

Heinz Rudolf Kunze hat für andere Künstler Kompositionen und Texte geschaffen bzw. fremdsprachige Texte ins Deutsche übertragen. So schrieb Kunze für Herman van Veen, Milva, Mario Adorf, Karel Gott, The Hooters, Peter Hammill, die Rock-Band City um Sänger Toni Krahl, Bernd Stelter, Dieter Birr, Hildegard Knef und Nicole. Der Auftrag von Udo Jürgens, nach dessen rudimentären musikalischen Vorgaben auch für ihn zu texten, blieb Kunze zufolge aus eigenem Unvermögen im Ansatz stecken, was er sehr bedauerte, da man einander bereits seit den 1980er-Jahren gekannt und geschätzt habe.[48][49][50][51][52]

Im September 2019 erschien Leonardo Colombatis Buch „Bruce Springsteen – Like a Killer in the Sun“ als deutsche Erstausgabe, für das Heinz Rudolf Kunze die 101 enthaltenen Springsteen-Liedtexte ins Deutsche übertragen hat.[53] Kunze widmete diese Übertragungen seinem verstorbenen Freund Peter Rüchel, WDR-Redakteur sowie Erfinder und Macher des Rockpalast: „Er war der erste, der mich vor Jahrzehnten auf Springsteen aufmerksam gemacht hat, und einer der wichtigsten Lehrer meines Lebens“.[54]

Weiteres EngagementBearbeiten

Heinz Rudolf Kunzes Aktivitäten sind vielseitig. 2003 sprach sich Kunze auf einem Konzert in Hamburg gegen den Irak-Krieg aus.[55] Neben seiner Rockmusik schrieb Kunze den Text für die Hymne des 30. Evangelischen Kirchentages 2005 in Hannover (Mehr als dies/Wenn dein Kind dich morgen fragt), schrieb den Text für den Titelsong der Zeichentrickserie Little Amadeus und war dreieinhalb Jahre Sachverständiger in der Enquête-Kommission „Kultur in Deutschland“[56] des Deutschen Bundestages.

Kunze betätigte sich in den ARD-Fernsehserien In aller Freundschaft und Großstadtrevier als Schauspieler, in letzterer in der 289. Folge („Bretter, die die Welt bedeuten“). 2015 hatte er eine kleine Rolle in der Folge „Die Spur der Nachtigall“ der TV-Serie SOKO Wismar. Darüber hinaus hält er Lesungen in Theatern, Kleinkunstbühnen und Kirchen, nimmt an Fernsehshows wie Das perfekte Promi-Dinner und Das große Einseifen teil, war Juror des Gospel-Awards 2005 und 2006.[57] Am 13. November 2009 wurde er Schirmherr des gemeinnützigen Berliner Projektes „Der Straßenchor“, welches das ZDF in einer achtteiligen Serie dokumentiert hat.[58]

Kunze lehrt seit dem Wintersemester 2007[59] das Schreiben von Songs als Dozent im Studiengang Popularmusik der Hochschule Osnabrück.[60]

Im Februar 2017 ist Heinz Rudolf Kunze auf dem Hommage-Album „Manfred Krug: Seine Lieder“ vertreten, er interpretiert darauf das Lied „Früh war der Tag erwacht“.[61]

In dem Film Timm Thaler oder das verkaufte Lachen, der im Februar 2017 in die Kinos kam, hatte Kunze eine kleinere Rolle übernommen.

DiskografieBearbeiten

Kunzes Zwischenbilanz 2020Bearbeiten

Heinz Rudolf Kunze hat nach eigenen Angaben bislang (Stand: Februar 2020) rund 4,5 Millionen Tonträger verkaufen können.

„Ich hätte gerne mehr erreicht als viereinhalb Millionen Tonträger. Grönemeyer schafft das mit zwei Platten. Ich brauche 38 dafür. Ich bin nie zufrieden. Andererseits muss ich sehr dankbar sein. Es ist toll, dass ich schon so lange mitspielen darf. Mal in der ersten Liga, mal in der zweiten, aber nie in der dritten.“

Heinz Rudolf Kunze (Februar 2020)[62]

Studioalben

Jahr Titel Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungenTemplate:Charttabelle/Wartung/ohne Quellen
(Jahr, Titel, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
  DE   AT   CH
1981 Reine Nervensache
Erstveröffentlichung: 29. Mai 1981
1982 Eine Form von Gewalt
Erstveröffentlichung: Januar 1982
1983 Der schwere Mut
Erstveröffentlichung: 27. Januar 1983
1984 Ausnahmezustand
Erstveröffentlichung: 4. Oktober 1984
1985 Dein ist mein ganzes Herz DE8
 
Gold

(22 Wo.)DE
Erstveröffentlichung: 25. Oktober 1985
Verkäufe: + 250.000
1986 Wunderkinder DE18
 
Gold

(17 Wo.)DE
Erstveröffentlichung: 23. Oktober 1986
Verkäufe: + 250.000
1988 Einer für alle DE13
(8 Wo.)DE
Erstveröffentlichung: 25. August 1988
1989 Gute Unterhaltung DE31
(25 Wo.)DE
Erstveröffentlichung: 27. Oktober 1989
1991 Brille DE4
(17 Wo.)DE
Erstveröffentlichung: 15. Januar 1991
1992 Draufgänger DE22
(12 Wo.)DE
Erstveröffentlichung: 28. August 1992
1994 Kunze: Macht Musik DE10
(15 Wo.)DE
Erstveröffentlichung: 25. Februar 1994
1996 Richter-Skala DE46
(9 Wo.)DE
Erstveröffentlichung: 23. Februar 1996
1997 Alter Ego DE33
(5 Wo.)DE
Erstveröffentlichung: 28. Februar 1997
1999 Korrekt DE12
(11 Wo.)DE
Erstveröffentlichung: 1. März 1999
2001 Halt! DE10
(7 Wo.)DE
Erstveröffentlichung: 15. Januar 2001
2002 Wasser bis zum Hals steht mir DE65
(1 Wo.)DE
Erstveröffentlichung: 4. Februar 2002
2003 Rückenwind DE26
(4 Wo.)DE
Erstveröffentlichung: 31. März 2003
2005 Das Original DE28
(3 Wo.)DE
Erstveröffentlichung: 28. Februar 2005
2007 Klare Verhältnisse DE21
(5 Wo.)DE
Erstveröffentlichung: 26. Januar 2007
2009 Protest DE15
(8 Wo.)DE
Erstveröffentlichung: 30. Januar 2009
2011 Die Gunst der Stunde DE8
(6 Wo.)DE
Erstveröffentlichung: 21. Januar 2011
2012 Hier rein da raus DE23
(1 Wo.)DE
Erstveröffentlichung: 7. September 2012
mit Räuberzivil
2013 Stein vom Herzen DE18
(5 Wo.)DE
Erstveröffentlichung: 25. Oktober 2013
2015 Tiefenschärfe
Erstveröffentlichung: 27. Februar 2015
mit Räuberzivil
2016 Deutschland DE8
(5 Wo.)DE
Erstveröffentlichung: 12. Februar 2016
Meisterwerke:Verbeugungen DE37
(1 Wo.)DE
Erstveröffentlichung: 30. September 2016
Coveralbum
2018 Schöne Grüße vom Schicksal DE16
(4 Wo.)DE
Erstveröffentlichung: 4. Mai 2018
2020 Der Wahrheit die Ehre DE3
(5 Wo.)DE
Erstveröffentlichung: 21. Februar 2020

grau schraffiert: keine Chartdaten aus diesem Jahr verfügbar

Musiker der VerstärkungBearbeiten

Seit Beginn seines musikalischen Schaffens hat Heinz Rudolf Kunze einen überschaubaren Kreis an professionellen Musikern an seiner Seite, die ihn im Studio und auf den Tournee-Bühnen unterstützen und sein musikalisches Anliegen verstärken. Von Anfang an traten sie als Gruppe in Erscheinung – als „Heinz Rudolf Kunze und Verstärkung“. Kunze war dem Kreis dieser Musiker eng verbunden und scheute personelle Veränderungen (wohl auch wegen seiner Erfahrungen aus dem Bruch mit Mick Franke, wo zwischen den einstigen Freunden viele Jahre absolute Funkstille herrschte). Das führte auch dazu, dass Kunze in seinen erfolgreichen Jahren seine Musiker wie Angestellte monatlich entlohnte, auch wenn weder Studio-Produktionen noch Tourneen waren – eine auch damals schon ungewöhnliche Praxis.

Im Laufe der Jahrzehnte ergaben sich mehrere meist grundsätzliche Veränderungen der an der Verstärkung beteiligten Musiker, so dass bis heute (2014) vier Generationen erkennbar sind:

Die Verstärkung 1981 bis 1984: Mick Franke (Gitarre), Hendrik Schaper (Keyboard; wechselte zu Udo Lindenberg), Josef Kappl (Bass) sowie am Schlagzeug Joachim Luhrmann (1981/82) und Mickie Stickdorn (1982/83).

Die Verstärkung 1985 bis 1994: Joschi Kappl (Bass), Peter Miklis (Schlagzeug, seit 1984), Thomas Bauer (Keyboards, Saxophon, seit 1984), Martin Huch (Gitarre, Pedal Steel, Lap Steel, seit 1986) und Heiner Lürig (Gitarre, musikalischer Leiter).

Die Verstärkung 1995 bis 2002: Raoul Walton (Bass), Matthias Ulmer (Keyboards), CC Behrens (Schlagzeug) und weiterhin Heiner Lürig (Gitarre, musikalischer Leiter).

Die Verstärkung seit 2002: Jens Carstens (Schlagzeug), Leo Schmidthals (Bass), Jörg Sander (Gitarre), Matthias Ulmer (Keyboards) und zeitweise Heiner Lürig (Gitarre). Mit dem Wechsel von Jörg Sander zu Udo Lindenberg kam Zoran Grujovski (Gitarre) zeitweise dazu.[63][64] Von 2014 bis 2019 war Peter Koobs als Gitarrist dabei,[65] neu dabei ist ab 2020 Manuel Lopez.[66]

Musiker bei RäuberzivilBearbeiten

Kunzes zweite Band parallel zur Verstärkung hat sich im Laufe der jüngeren Zeit entwickelt. Die Anfänge reichen zurück in die Jahre, als er mit Wolfgang Stute ausgiebig tourte. Dann kamen Hajo Hoffmann (Geige, Mandoline) und später Peter Pichl[67] (Bass) dazu.[68] Seit 2015 besteht Räuberzivil aus Ralph König,[69] Hilko Schomerus[70] und Peter Pichl.[71]

MusicalsBearbeiten

  • 1987 – Les Misérables (deutsche Version: Übersetzung HRK)
  • 1994 – Miss Saigon (deutsche Version: Übersetzung HRK)
  • 1996 – Joseph and the Amazing Technicolor Dreamcoat (deutsche Version: Übersetzung HRK)
  • 1999 – RENT (deutsche Version: Übersetzung HRK)
  • 2003–2014 – Ein Sommernachtstraum (nach Shakespeare, HRK gemeinsam mit Heiner Lürig): Angelehnt an die Shakespeare-Vorlage entstand ein Musical, das 2003–2006 sowie 2010–2014 in Hannover-Herrenhausen aufgeführt wurde.[72] In insgesamt fünf Spielzeiten bis zum letzten Vorhang am 30. August 2014 gab es 89 Vorstellungen mit 65.000 Zuschauern.[73]
  • 2004 – POE – Pech und Schwefel (HRK gemeinsam mit Frank Nimsgern)
  • 2007 – Kleider machen Liebe – oder: Was ihr wollt (nach Shakespeare, HRK gemeinsam mit Heiner Lürig)
  • 2011 – Der Sturm (nach Shakespeare, HRK gemeinsam mit Heiner Lürig)[74]
  • 2018 – Wie es euch gefällt (nach Shakespeare, HRK gemeinsam mit Heiner Lürig)[75]
  • 2018 – Ein Sommernachtstraum: 21 Aufführungen vom 21. Juni bis 28. Juli 2018 an der Württembergischen Landesbühne Esslingen, Spielort Stadtpark Maille[76]
  • 2019 – Heiner Lürig veröffentlichte Anfang Oktober ein von ihm produziertes Album mit den Liedern des Kunze-Lürig-Musicals Wie es euch gefällt, gesungen von den Mitwirkenden der Uraufführung 2018 in Hannover und dem Komponisten.[77]

SchriftenBearbeiten

Außerdem sind frühe Text-Werke von Heinz Rudolf Kunze in folgenden Anthologien erschienen:

  • 1975 – Osnabrücker Autoren. Lyrik + Prosa. Bünde 1975: 8 Texte.[83]
  • 1979 – Schreibfreiheit. Lyrik und Prosa. Osnabrück 1979: 9 Texte.[84]

Weitere Veröffentlichungen:

  • 1986 – Der Favorit oder: Die vielen Gesichter im leeren Spiegel – Biographie über David Bowie von Heinz Rudolf Kunze in Idole 8, Rock & Schock, Verlag Ullstein, Hrsg. Siegfried Schmidt-Joos, ISBN 3-548-36529-9. Der gleichnamige Text wurde auch als 9-teilige Hörspielreihe beim NDR mit Heinz Rudolf Kunze als Sprecher gesendet.
  • 1986 – Das Empire fällt – Biographie über Ray Davies von Heinz Rudolf Kunze in Idole 9, British Beat, Verlag Ullstein, Hrsg. Siegfried Schmidt-Joos, ISBN 3-548-36522-1
  • 2006 – Vorwort „Ich war Stevie Winwood – Heinz Rudolf Kunze über das Jahr 1971“ in 1971 – Ein Jahr und seine 20 Songs – aus der Reihe Süddeutsche Zeitung Diskothek 1955–2004 (pro Jahr ein Buch mit beiliegender CD, dokumentiert werden jeweils 20 Lieder aus dem Erscheinungsjahr). ISBN 978-3-86615-073-7, München 2006.

Darüber hinaus haben andere Autoren folgende Bücher (bzw. Publikationen) über Heinz Rudolf Kunze veröffentlicht:

  • 1988 – Ein partiell genialer Barbar – Notizen zu Heinz Rudolf Kunze und seiner neuen Platte Einer für alle von Tom R. Schulz. 16-seitige Begleit-Broschüre (Format A4) zur gleichnamigen Tournee 1988–1989. Eine Publikation der WEA-Presseabteilung Hamburg.
  • 1999 – heinz rudolf kunze – agent provocateur Peter Badge (limitierte Auflage – 2000 nummerierte Exemplare, 100 römisch nummerierte Exemplare gelangten nicht in den Handel)
  • 2005 – Silbermond samt Stirnenfuß – Texte und Musik von Heinz Rudolf Kunze zwischen 1980 und 2005 von Holger Zürch. ISBN 3-938873-31-0
  • 2006 – Wurzeln schlagen – Heinz Rudolf Kunze zum 30. November 2006; Das Buch zum Baum und zum 50er Jubiläum. Limitierte, einmalige Auflage (vergriffen); herausgegeben von Holger Zürch
  • 2007 – Heinz Rudolf Kunze – Meine eigenen Wege. Die Biographie von Karl-Heinz Barthelmes
  • 2008 – Woran man mit mir war – Heinz Rudolf Kunze: 2005 bis 2008 von Holger Zürch. Erschienen als ISBN 978-3-86901-008-3 sowie – mit teilweise verändertem Text- und Bild-Inhalt – als Fan-Edition (limitierte, einmalige Auflage – vergriffen).

AuszeichnungenBearbeiten

  • Goldene Stimmgabel
    • 1986, 1999, 2007
  • RSH-Gold
    • 2000: in der Kategorie „Erfolgreichster Künstler National“[85]
  • Im Frühjahr 2000 bekam Kunze den Fred-Jay-Preis der GEMA-Stiftung. Der Preis wird Personen verliehen, die sich um die Schaffung und Förderung deutscher Texte im Bereich der populären Musik verdient gemacht haben.[86]
  • Am 7. Juli 2003 durften sich Heinz Rudolf Kunze und Heiner Lürig in das Goldene Buch der Stadt Hannover eintragen. Damit wurden ihr musikalischer Werdegang und der Erfolg ihres Musicals Sommernachtstraum gewürdigt.[86]
  • Heinz Rudolf Kunze erhielt 2006 den Praetorius-Musikpreis des Landes Niedersachsen für sein Lebenswerk.[86]
  • Am 20. November 2007 erhielt Heinz Rudolf Kunze den Niedersächsischen Staatspreis. Dieser Preis würdigt Verdienste in den Bereichen Wissenschaft, Kultur und Publizistik und wurde von Ministerpräsident Christian Wulff überreicht.[86]

Der Musikjournalist HRKBearbeiten

Heinz Rudolf Kunze schrieb gelegentlich auch über ihn faszinierende Künstler-Kollegen vielseitige Essays, so über David Bowie[87], John Lennon, Randy Newman, Ray Davies, Chuck Berry, Neil Young, die Doors, The Who und Herman van Veen. Die Texte sind zwischen 1983 und 2008 in verschiedenen Publikationen veröffentlicht worden.

DiversesBearbeiten

  • Am 26. Oktober 2019 war Kunze zu Gast bei einem Spiel der ProSieben-Sendung Die Liveshow bei dir zuhause. Die zwei Kandidatenfamilien sollten in dem Spiel zu fünf Fragen vorhersagen, wer von vier Einwohnern der Wedemark (darunter Kunze) sie als erstes richtig beantworten wird.
  • Im Frühjahr 2019 erschien zur Würdigung von Fredrik Vahle das Hommage-Album Zugabe: Musiker verschiedener Genres huldigen dem Meister mit ihren Interpretationen seiner bekanntesten Kinderlieder, so auch Heinz Rudolf Kunze mit dem Titel Ping Pong Pinguin.[88]
  • Zum Jahreswechsel 2018–2019 veröffentlichte Kunze bei Instagram seine Textbilanz 2018: „152 Sprechtexte, 305 Songtexte – auf ein outputreiches 2019!“
  • Zum Hessentag 1997 in Korbach gab es unter dem Motto „Rock meets Big Band“ ein Konzert von Kunze mit Verstärkung sowie mit der hr-Bigband unter Leitung von Kurt Bong. Eine Auswahl von 14 der 19 Lieder dieser musikalischen Zusammenarbeit wurde nachträglich im Radio gesendet.[89] 21 Jahre später arbeitete Kunze unter dem Motto „Rock meets Classic“ zur Kieler Woche 2018 mit dem Philharmonischen Orchester Kiel zusammen.[90]
  • Im Februar 1997 diente die Klosterkirche Grimma als Dreh-Kulisse für Heinz Rudolf Kunze: Der Mitteldeutsche Rundfunk filmte dort mit Kunze das Video zu dessen Lied „Du bist nicht allein“, das wenige Wochen später – am 6. März 1997 – erstmals im MDR-Fernsehen ausgestrahlt wurde.[91]
  • 1993 ereignete sich in Kunzes Garten ein schweres Unglück. Während seiner Abwesenheit biss seine bisher als ungefährlich geltende Dogge plötzlich das Kind der Reinmachefrau zu Tode, „ein schrecklicher Vorfall“, dessen Neben- und Nachwirkungen eine „schwierige Zeit“ für Kunze zur Folge hatten.[92]
  • Das Lied Er ist wieder da[93] von Marion Maerz aus dem Jahr 1965 spielte die Verstärkung bei den Konzerten 1987 als Eröffnungslied und Coversong mit leicht verändertem Schlußtext – sie machte es damit auch den Kunze-Fans bekannt. Kunze sang bei diesem Lied nicht mit, sondern betrat aus dramaturgischen Gründen am Ende des Liedes die Bühne. Es wurde auf dem Doppel-Live-Album Deutsche singen bei der Arbeit veröffentlicht.[94]
  • Am Ende des Liedes „Madagaskar“[95] aus dem Jahr 1985 erklingt als Chor-Zitat ein Ausschnitt aus dem afrikanischen Lied „Shosholoza“.

PrivatesBearbeiten

Kunze war von 1981 bis 2009 verheiratet und hat einen erwachsenen Sohn und eine erwachsene Tochter. 2009 heiratete er zum zweiten Mal; Ehefrau Gabriele brachte einen Sohn mit in die Ehe[96] und hat zwei erwachsene Töchter. Das Ehepaar lebt in der Nähe von Hannover.[4]

Heinz Rudolf Kunze ist Anhänger des Fußballvereins Werder Bremen und steuerte mit Das ist mein Verein einen Song zum Doppelalbum Lauter Werder bei, das im Jahr 2019 veröffentlicht wurde.[97]

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

Commons: Heinz Rudolf Kunze – Sammlung von Bildern

QuellenBearbeiten

  1. heinzrudolfkunze.de abgerufen am 29. Februar 2020
  2. Thorge Schramm: Heinz Rudolf Kunze: „Ich schreibe jeden Tag“. Interview. In: schlager.de. 17. Mai 2018, abgerufen am 11. April 2020.
  3. heinzrudolfkunze.de abgerufen am 11. April 2020
  4. a b Interview von Heinz Rudolf Kunze. In: FAZ; abgerufen am 2. März 2016
  5. a b Rolf-Ulrich Kunze: Das halbe Jahrhundert meiner Eltern (pdf), Familienbiographie über die Eltern Rudi Kunze (1925–2001) und Gerda Kunze geb. Lehmann (1926–2010) - Karlsruhe 2015, ISBN 978-3-7315-0360-6. - abgerufen am 10. November 2018
  6. Olaf Neumann: Heinz Rudolf Kunze: „Keiner weiß mehr, was wahr ist“. Neue Presse (Coburg), Interview, Online-Portal, 6. April 2020. Abgerufen am 10. April 2020.
  7. Liste ehemaliger Stipendiaten der Studienstiftung des deutschen Volkes#Musiker und Komponisten
  8. Heinz Rudolf Kunze im Gespräch: „Meine Musik soll man beim Sex hören“. In: Der Tagesspiegel, 22. Januar 2001.
  9. Podcast des NDR (Memento vom 8. Dezember 2013 im Internet Archive) (MP3)
  10. heinzrudolfkunze.de abgerufen am 19. April 2020
  11. Austritt aus der Nato. In: Der Spiegel. Nr. 25, 1996, S. 188 (online – Interview mit Kunze über Rundfunk-Quoten für deutschen Rock).
  12. Heinz Rudolf Kunzes Single "Aller Herren Länder". Abgerufen am 2. Juni 2018.
  13. epd-Agenturmeldung und Liedtext, abgerufen am 22. Februar 2020
  14. https://werkzeug.heinzrudolfkunze.de/musik/songs/littleamadeus.html, abgerufen am 12. Oktober 2020
  15. nmz.de - abgerufen am 15. November 2018
  16. Video-Mitschnitt in sechs Folgen - abgerufen am 19. November 2018
  17. werkzeug.heinzrudolfkunze.de: Album Ich bin
  18. werkzeug.heinzrudolfkunze.de: Album Stein vom Herzen
  19. mawi-concert.de (Memento vom 6. Oktober 2014 im Internet Archive)
  20. werkzeug.heinzrudolfkunze.de: Album Stein vom Herzen – Live bei radio 88.8
  21. rakete-medien.de
  22. werkzeug.heinzrudolfkunze.de: Albenübersicht
  23. heinerluerig.de: Nachrichten zu aktuellen Projekten, September 2015 (Memento vom 28. Februar 2016 im Internet Archive)
  24. Meisterwerke:Verbeugungen. In: heinzrudolfkunze.de. 30. September 2016, abgerufen am 8. Mai 2018.
  25. quentin-qualle.de
  26. loewe-verlag.de
  27. herbstlese.de
  28. loewe-verlag.de (Memento vom 23. Januar 2015 im Internet Archive)
  29. a b DNB 1073122522
  30. heinzrudolfkunze.de: Einstimmig (Memento vom 22. Dezember 2015 im Internet Archive)
  31. moz.de – abgerufen am 18. September 2019
  32. Jan Drees, Projekte (Memento vom 5. September 2014 im Internet Archive)
  33. Kunze in einem Interview in Galore. Das Interview Magazin. Ausgabe 3, März/April 2015, S. 80–88, hier 85
  34. Eintrag vom 13. Dezember 2015 auf der Facebook-Seite seiner Band Räuberzivil.
  35. Electrola (Textvorlage): Heinz Rudolf Kunze veröffentlicht neues Album bei Electrola / Universal Music! smago! Abgerufen am 6. Februar 2018.
  36. Lars Schmidt: Heinz Rudolf Kunze und Gottes Videobeweis. Leipziger Volkszeitung, Online-Portal, 13. Januar 2019. Abgerufen am 15. Januar 2019.
  37. Dennis Kresse: Heinz Rudolf Kunze – Köln, Palladium (17.01.2019), Monkeypress.de, 19. Januar 2019
  38. Es sind folgende sieben Lieder, die Kunze getextet und Carstens komponiert haben: 50 ist das neue 25, Alle Menschen sind besonders, Sag nicht alles, Der Maharadscha, Eine richtige Frau, Können wir nicht Fremde bleiben? und Gerne am Leben. Quelle: schlagerprofis.de abgerufen am 28. Februar 2020
  39. In seinen lichten Augenblicken dichtet Heinz Rudolf Kunze seit rund 40 Jahren spottlustig wie ein Heinrich Heine, der deutsche Bausparvertragspartner das Fürchten lehrt. Zu Kinks- und Who-informierten Riffs wird auf "Der Wahrheit die Ehre" der Gang der Dinge sarkastisch in Strophenform gebracht: "Ich bin so müde wie die Loreley beim Kämmen / Ich bin so müde wie ein letzter Rolling Stone" – das kann man so stehen lassen. Der Standard, Online-Portal, 14. Mai 2020. Abgerufen am 17. Mai 2020.
  40. offiziellecharts.de abgerufen am 28. Februar 2020
  41. allgemeine-zeitung.de abgerufen am 27. Januar 2020
  42. youtube.com abgerufen am 6. März 2020
  43. amazon.de abgerufen am 6. März 2020
  44. https://www.heinzrudolfkunze.de/index.php/2020/04/01/neues-hoerbuch-zur-live-lesung-shirt/, abgerufen am 24. Mai 2020
  45. https://www.thueringer-allgemeine.de/regionen/erfurt/heinz-rudolf-kunze-begeistert-bei-autokonzert-in-erfurt-id229172204.html, abgerufen am 24. Mai 2020
  46. https://www.heinzrudolfkunze.de/index.php/2020/10/14/livealbum-wenn-man-vom-teufel-spricht-erscheint-am-13-11-20/, abgerufen am 15. November 2020
  47. https://podtail.com/de/podcast/durch-die-brille-gefragt/, abgerufen am 23. August 2020
  48. Silbermond samt Stirnenfuß – Texte und Musik von Heinz Rudolf Kunze zwischen 1980 und 2005, ab S. 159
  49. Freie Presse, Heinz-Rudolf Kunze: "Wir haben kein Lied verarscht" (Memento vom 21. Dezember 2016 im Internet Archive)
  50. dieter-maschine-birr-fanclub.jimdo.com (Memento vom 21. Dezember 2016 im Internet Archive)
  51. Der Mann Für Dich. hildegardknef.de
  52. Wer War Froh, Dass Es Dich Gab? hildegardknef.de
  53. reclam.de – abgerufen am 6. September 2019
  54. DNB 1184611378 S. 858
  55. DVD Dabei sein ist alles, sowie Klarstellung – An alle die mich kennen und mögen. werkzeug.heinzrudolfkunze.de, 27. März 2003, abgerufen am 8. Mai 2018.
  56. Abschluss-Bericht als pdf, siehe besonders S. 230–234 (PDF) Abgerufen am 1. September 2012
  57. Gospel-Award: Drei Finalisten aus Berlin nominiert (Memento vom 6. Oktober 2014 im Internet Archive)
  58. Heinz Rudolf Kunze übernimmt Schirmherrschaft des Projekts „Der Straßenchor“ (Zugriff 26. November 2009)
  59. Preise, Preise, Preise – herzlichen Glückwunsch! (PDF) Staatspreis für Heinz Rudolf Kunze. (Nicht mehr online verfügbar.) In: „im Duett“. Institut für Musik der FH Osnabrück, 3. Dezember 2007, archiviert vom Original am 4. Februar 2015; abgerufen am 4. Februar 2015.
  60. Neues Studienangebot des IfM der FH Osnabrück: Instrumental-Pädagogik „Popularmusik“. (Nicht mehr online verfügbar.) In: „hs-osnabrueck.de“. Hochschule Osnabrück, 5. Juni 2007, archiviert vom Original am 4. Februar 2015; abgerufen am 4. Februar 2015: „Ab dem Wintersemester 2007 wird es am Institut für Musik der Fachhochschule Osnabrück erstmals die Möglichkeit geben ein achtsemestriges, instrumental-pädagogisches Studium im Bereich Popularmusik zu absolvieren. […] Als Dozenten für das neue Studienprofil konnten u. a. bereits namhafte Künstler wie Marcus Setzer, Heinz Rudolf Kunze und Marcus Deml gewonnen werden.“
  61. Manfred Krug: Seine Lieder. jpc.de
  62. Heinz Rudolf Kunze im Interview, 17. Februar 2020, abgerufen am 19. Februar 2020
  63. heinzrudolfkunze.de (Memento vom 14. Juli 2014 im Internet Archive)
  64. Verstärkungsarchiv werkzeug.heinzrudolfkunze.de
  65. de-de.facebook.com
  66. munique-band.de abgerufen am 23. Februar 2020
  67. Homepage von Peter Pichl
  68. Räuberzivil. wolfgangstute.de, abgerufen am 8. Mai 2018.
  69. Homepage von Ralph König
  70. Homepage von Hilko Schomerus
  71. heinzrudolfkunze.de (Memento vom 14. Februar 2016 im Internet Archive)
  72. Ein Sommernachtstraum. shakespeare-herrenhausen.de
  73. Keine Neuauflage für Sommernachtstraum. haz.de
  74. shakespeare-herrenhausen.de: "Der Sturm"
  75. wieeseuchgefaellt-musical.de - abgerufen am 2. Juni 2018
  76. stuttgarter-nachrichten.de
  77. heinerluerig.de abgerufen am 1. Oktober 2019
  78. DNB 1050843975
  79. Quentin Qualle Die Muräne hat Migräne, Heinz Rudolf Kunze, Jens Carstens. (PDF 7,2 MB) loewe-verlag.de, 17. Juni 2014, abgerufen am 8. Mai 2018.
  80. DNB 106402095X
  81. aufbau-verlag.de: Schwebebalken
  82. DNB 1096780747
  83. Herausgegeben von Gudula Budke im Namen der Literarischen Gruppe Osnabrück. Verlag Wilfried Th. Sieber, ISBN 3-87968-012-4, S. 73–82
  84. Herausgegeben von Gudula Budke im Namen der Literarischen Gruppe Osnabrück e. V., Edition Literatur Osnabrück, S. 108–117
  85. RSH-Gold Verleihung 2000
  86. a b c d werkzeug.heinzrudolfkunze.de
  87. Heinz Rudolf Kunze: Der Favorit: David Bowie – Stationen einer Karriere, neunteilige Feature-Serie (jeweils 45 Minuten lang) von 1985, einzeln abrufbar. NDR Info, Online-Portal. Abgerufen am 13. Mai 2020.
  88. Kinderlieder-Klassiker: Fredrik Vahle - Zugabe - Musiker interpretieren seine schönsten Lieder. Argon Verlag, Online-Portal, 29. März 2019. Abgerufen am 4. Juni 2019.
  89. Holger Zürch: Silbermond samt Stirnenfuß – Texte und Musik von Heinz Rudolf Kunze zwischen 1980 und 2005 - eine Bestandsaufnahme. ISBN 978-3-938873-31-1, Leipzig 2005, S. 118
  90. kieler-woche.de abgerufen am 11. Mai 2018
  91. Ingolf Rosendahl: Kamera an: Heinz Rudolf Kunze rockte in der Klosterkirche. In: Leipziger Volkszeitung, 13. Februar 1997, S. 6
  92. Peter E. Müller: Der „alte Grantler“ schlägt wieder zu. In: Berliner Morgenpost, März 1994, Gespräch mit Heinz Rudolf Kunze
  93. https://www.songtexte.com/songtext/marion-maerz/er-ist-wieder-da-13cae171.html, abgerufen am 27. November 2020
  94. https://werkzeug.heinzrudolfkunze.de/musik/songs/eristwiederda.html, abgerufen am 26. November 2020
  95. heinzrudolfkunze.de abgerufen am 19. April 2020
  96. Thomas Eisenkrätzer: Nicht mehr so norddeutsch vergrübelt. In: Kieler Nachrichten, 6. November 2008.
  97. Heinz Rudolf Kunze und Bremer Rap-Combo ergänzen Werder-LP. In: werder.de. 23. November 2018, abgerufen am 24. Januar 2019.