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Heinrich Willers

deutscher Archäologe und Numismatiker

Heinrich Willers (* 30. September 1870 in Algermissen bei Hildesheim; † 17. Juli 1915 in Berlin) war ein deutscher Archäologe und Numismatiker.

Willers wurde als Sohn eines Bauern und Ziegeleibesitzers in Algermissen geboren und katholisch erzogen. Er besuchte das Hildesheimer Gymnasium Andreanum, studierte Klassische Philologie, Geschichte und Archäologie in Göttingen und Bonn und promovierte 1898 in Halle.[1] Anschließend arbeitete er als Bibliothekar und Privatdozent, zuletzt in Berlin. In seinen letzten Lebensjahren beschäftigte er sich vorwiegend mit Fragen der griechischen Plastik.

Seine wichtigsten Arbeiten waren die Forschungsberichte Die römischen Bronzeeimer von Hemmoor (1901), Neue Untersuchungen über die römische Bronzeindustrie von Capua und von Niedergermanien (1907) und Geschichte der römischen Kupferprägung vom Bundesgenossenkrieg bis auf Kaiser Claudius (1909).

Zur Erinnerung an Willers verleiht sein altes Gymnasium Andreanum jährlich einen Ehrenpreis an Schülerinnen und Schüler mit besonderen Leistungen auf dem Gebiet der Alten Sprachen.

LiteraturBearbeiten

  • Hans Gummel: Lebensgeschichtliche Mitteilungen über vor dem 1. Oktober 1936 verstorbene deutsche Vorgeschichtsforscher. In: Ders.: Forschungsgeschichte in Deutschland. Berlin: De Gruyter, 1938, S. 470.
  • Friedrich Winter: Heinrich Willers 1870–1915. Nekrolog. In: Prähistorische Zeitschrift 7 (1915), S. 83f.
  • Heinrich Willers †. In: Zeitschrift für Numismatik 1920, S. 139.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. De Verrio Flacco glossarum interprete disputatio critica. Halle, Phil. Diss. v. 9. April 1898.