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Heinrich Spitta (Komponist)

deutscher Musikpädagoge, Komponist und Musikwissenschaftler

Heinrich Arnold Theodor Spitta (* 19. März 1902 in Straßburg; † 23. Juni 1972 in Lüneburg) war ein deutscher Musikpädagoge, Komponist und Musikwissenschaftler.

Spitta stammte aus einer Musiker- und Theologenfamilie. Sein Vater war der Theologe Friedrich Spitta und sein Onkel der Musikwissenschaftler und Bach-Biograph Philipp Spitta. Er studierte bei Arnold Mendelssohn und Hermann Grabner und promovierte 1924 an der Universität Göttingen über Heinrich Schütz’ Orchester- und unveröffentlichte Werke.

1933 unterrichtete Spitta als Lehrer an der Akademie für Kirchen- und Schulmusik in Berlin und wurde zugleich ins Kulturamt der Reichsjugendführung berufen. Er komponierte vor allem Chorwerke, die in der Feiergestaltung der Hitlerjugend zum Einsatz kamen (u. a. Heilig Vaterland, 1934; Jahr überm Pflug, 1936). Aufgrund dieser Tätigkeit war er im Krieg teilweise uk-gestellt.

Ab 1950 lehrte Spitta an der Pädagogischen Hochschule in Lüneburg, ab 1957 als Professor. 1967 ging er in den Ruhestand.

LiteraturBearbeiten

  • Fred K. Prieberg: Handbuch Deutsche Musiker 1933–1945, CD-Rom-Lexikon, Kiel 2004, S. 6720–6746.