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Heidersdorf

Gemeinde im Erzgebirgskreis, Sachsen, Deutschland
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Heidersdorf
Heidersdorf
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Heidersdorf hervorgehoben
Koordinaten: 50° 41′ N, 13° 24′ O
Basisdaten
Bundesland: Sachsen
Landkreis: Erzgebirgskreis
Verwaltungs­gemeinschaft: Seiffen/Erzgeb.
Höhe: 574 m ü. NHN
Fläche: 9,51 km2
Einwohner: 800 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 84 Einwohner je km2
Postleitzahl: 09526
Vorwahl: 037361
Kfz-Kennzeichen: ERZ, ANA, ASZ, AU, MAB, MEK, STL, SZB, ZP
Gemeindeschlüssel: 14 5 21 280
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Olbernhauer Str. 3
09526 Heidersdorf
Website: heidersdorf.de
Bürgermeister: Andreas Börner (PBI (parteilose Bürgerinitiative))
Lage der Gemeinde Heidersdorf im Erzgebirgskreis
SachsenAmtsbergAnnaberg-BuchholzAue-Bad SchlemaAuerbach (Erzgebirge)Bärenstein (Erzgebirge)Lauter-BernsbachBockauBörnichen/Erzgeb.Breitenbrunn/Erzgeb.BurkhardtsdorfCrottendorfDeutschneudorfDrebachEhrenfriedersdorfEibenstockElterleinGelenau/Erzgeb.GeyerGornau/Erzgeb.GornsdorfGroßolbersdorfGroßrückerswaldeGrünhain-BeierfeldGrünhainichenHeidersdorfHohndorfJahnsdorf/Erzgeb.JohanngeorgenstadtJöhstadtKönigswaldeLauter-BernsbachLößnitz (Erzgebirge)LugauMarienbergMildenauNeukirchen/Erzgeb.Niederdorf (Sachsen)NiederwürschnitzOberwiesenthalOelsnitz/Erzgeb.OlbernhauPockau-LengefeldRaschau-MarkersbachScheibenbergSchlettauSchneeberg (Erzgebirge)SchönheideSchwarzenberg/Erzgeb.SehmatalSeiffen/Erzgeb.Stollberg/Erzgeb.StützengrünTannenbergThalheim/Erzgeb.Thermalbad WiesenbadThumWolkenstein (Erzgebirge)ZschopauZschorlauZwönitzKarte
Über dieses Bild

Heidersdorf ist eine Gemeinde im Osten des Erzgebirgskreises in Sachsen (Deutschland).

Inhaltsverzeichnis

GeografieBearbeiten

Die Gemeinde Heidersdorf ist ein Waldhufendorf in einem Nebental am Oberlauf der Flöha. Vom Tal aus liegt der Ort in nordwestlicher Richtung. Höchster Punkt des Ortes ist der Krähenberg mit 652 m, der niedrigste liegt im Flöhatal.

NachbargemeindenBearbeiten

Nachbargemeinde im Süden, Westen und Nordwesten ist Olbernhau, im Norden Sayda, im Osten Neuhausen/Erzgeb. und im Südosten Seiffen/Erzgeb.

GemeindegliederungBearbeiten

Neben dem Ort Heidersdorf gehört der Ortsteil Niederseiffenbach zur Gemeinde.

GeschichteBearbeiten

 
Rathaus Heidersdorf

Am 20. Januar 1451 wird der Ort als „Heyderstorff“ erstmals in einer Urkunde erwähnt. Der Ort gehört zur Herrschaft von Schönberg auf Purschenstein und Sayda. Mit der Reformation 1539 kam Heidersdorf zur Parochie Sayda. Ein erster Lehrer wird 1662 erwähnt, ein Schulhaus wird ab 1666 genutzt. 1767 wurde ein neues Schulgebäude errichtet. 1834 wurde ein Friedhof errichtet und 1873 eine Parentationshalle. Die Freiwillige Feuerwehr wurde am 6. Februar 1878 gegründet. In den 1880er Jahren errichtete man mehrere Fabriken. Eine Postagentur hatte Heidersdorf seit 1888. Mit der Eröffnung der Flöhatalbahn nach Neuhausen erhielt Heidersdorf am 1. Oktober 1895 Bahnanschluss im damals noch eigenständigen Nachbarort Niederseiffenbach. Die Station erhielt erst mit der Eingemeindung des Orts nach Heidersdorf den Namen von Heidersdorf. Am 1. Januar 1908 wurde Heidersdorf eigenständige Kirchgemeinde. 1912 erfolgte der Anschluss an die Elektrizitätsversorgung. 1924 wurde das Rathaus eingeweiht. Der Ortsteil Mortelgrund wurde 1925 der Stadt Sayda zugeordnet.

Zu DDR-Zeiten unterhielt der VEB Wasserversorgung Leipzig im Ort ein Betriebs-Ferienheim für seine Betriebsangehörigen.[2]

1969 erfolgte die Erweiterung der Schule. Im Juli 1981 kam es zu Unwetterschäden. 1982 wurde eine zentrale Trinkwasserversorgung errichtet. Seit 1992 hat Heidersdorf nur noch eine Grundschule.

 
Pfarrkirche Heidersdorf

EingemeindungenBearbeiten

Ehemalige Gemeinde bzw. Gutsbezirk Datum Zuwachs in ha Zuwachs Einwohner Anmerkung
Rittergut Purschenstein, Gutsbezirk 1. April 1921 54,74 0 Teileingliederung (Flurstücksnummern 159, 178, 179, 186, 219a, 220b, 221, 222, 228a, 260, 261, 261a, 360a)
Mortelgrund (Anteil Heidersdorf) 14. Juli 1925[3] Umgliederung des Ortsteils von Heidersdorf nach Sayda
Niederseiffenbach mit OT Lässigherd 1. April 1939[3] 135,30 371 Teileingliederung (50 % der Fläche) ohne die Ortsteile Hirschberg, Wettinhöhe und Seiffengrund (Niederseiffenbacher Anteil), gleichzeitig Auflösung der Gemarkung Niederseiffenbach
Eisenzeche 1. April 1939[3] 31 Eingliederung des Ortsteils von Oberneuschönberg
Staatsforstrevier Hirschberg, Gutsbezirk 13. Oktober 1948[4] 186,88 0 Teileingliederung (neue Flurstücksnummern 1139 bis 1154)
Staatsforstrevier Hirschberg, Gutsbezirk 21. März 1949[4] 2,95 0 Teileingliederung der Abteilungen 7, 8 und 58 (neue Flurstücksnummern 1136 bis 1138) im Zuge der Bodenreform

EinwohnerentwicklungBearbeiten

Folgende Einwohnerzahlen beziehen sich auf den 31. Dezember des voranstehenden Jahres mit Gebietsstand Januar 2008:

1982 bis 1988

  • 1982 − 1.188
  • 1983 − 1.180
  • 1984 − 1.163
  • 1985 − 1.166
  • 1986 − 1.119
  • 1987 − 1.119
  • 1988 − 1.104

1989 bis 1995

  • 1989 − 1.074
  • 1990 − 1.053
  • 1991 − 1.052
  • 1992 − 1.046
  • 1993 − 1.042
  • 1994 − 1.049
  • 1995 − 1.048

1996 bis 2002

  • 1996 − 1.050
  • 1997 − 1.019
  • 1998 − 1.021
  • 1999 − 1.001
  • 2000 − 0999
  • 2001 − 0996
  • 2002 − 0984

2003 bis 2012

  • 2003 − 969
  • 2004 − 956
  • 2005 − 938
  • 2006 − 923
  • 2007 − 918
  • 2009 − 888
  • 2012 − 844

ab 2013

  • 2013 − 820
Quelle: Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen

PolitikBearbeiten

GemeinderatBearbeiten

Gemeinderatswahl 2014[5]
Wahlbeteiligung: 54,7 %
 %
70
60
50
40
30
20
10
0
61,2 %
15,1 %
23,7 %
PBI
RBV
WV Neuber
   
Insgesamt 8 Sitze

Seit der Gemeinderatswahl am 25. Mai 2014 verteilen sich die 8 Sitze des Gemeinderates folgendermaßen auf die einzelnen Gruppierungen:

  • Parteilose Bürgerinitiative Heidersdorf e.V. (PBI): 5 Sitze
  • WV Neuber, Dietmar: 2 Sitze
  • Regionalbauernverband Erzgebirge e. V. (RBV): 1 Sitz

BürgermeisterBearbeiten

  • 1990–2015: Dieter Lippmann (Parteilose Bürgerinitiative)
  • seit 2015: Andreas Börner (Parteilose Bürgerinitiative)

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

PersönlichkeitenBearbeiten

  • Tom Reichelt (* 1982), Skilangläufer, Olympiateilnehmer 2010

WeblinksBearbeiten

  Commons: Heidersdorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Heidersdorf im Digitalen Historischen Ortsverzeichnis von Sachsen

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Bevölkerung des Freistaates Sachsen jeweils am Monatsende ausgewählter Berichtsmonate nach Gemeinden (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Facebook-Eintrag
  3. a b c Das Sachsenbuch, Kommunal-Verlag Sachsen KG, Dresden, 1943
  4. a b Verzeichnisse der seit Mai 1945 eingemeindeten Gemeinden und Nachweis über die Aufgliederung der selbständigen Gutsbezirke und Staatsforstreviere, 1952, Herausgeber Ministerium des Innern des Landes Sachsen
  5. Ergebnisse der Gemeinderatswahl 2014