Heerenveen

niederländische Gemeinde

Heerenveen ( anhören?/i) (westfriesisch It Hearrenfean) ist eine Gemeinde der niederländischen Provinz Friesland und zählte am 1. Januar 2022 laut Angabe des CBS 51.123 Einwohner. Die Gesamtfläche der Gemeinde beträgt 198,17 km².

Gemeinde Heerenveen
Flagge der Gemeinde Heerenveen
Flagge
Wappen der Gemeinde Heerenveen
Wappen
Provinz  Fryslân
Bürgermeister Tjeerd van der Zwan (PvdA)
Sitz der Gemeinde Heerenveen
Fläche
 – Land
 – Wasser
198,17 km2
190,13 km2
8,04 km2
CBS-Code 0074
Einwohner 51.123 (1. Jan. 2022[1])
Bevölkerungsdichte 258 Einwohner/km2
Koordinaten 52° 57′ N, 5° 56′ OKoordinaten: 52° 57′ N, 5° 56′ O
Höhe m NAP
Bedeutender Verkehrsweg A7 E22 A32 N353 N380 N392
Vorwahl 0513, 0516
Postleitzahlen 8411–8415, 8441–8449, 8451–8459, 8468–8469, 8491, 8494–9495, 9001, 9163
Website Homepage von Heerenveen
Heerenveen location map municipality NL 2018.png
Vorlage:Infobox Ort in den Niederlanden/Wartung/Karte
Einkaufsstraße in Heerenveen
Einkaufsstraße in HeerenveenVorlage:Infobox Ort in den Niederlanden/Wartung/Bild1

OrteBearbeiten

Die Gemeinde umfasst den Ort Heerenveen (etwa 30.000 Einwohner) sowie die Dörfer und Siedlungen: Bontebok, De Knipe, Gersloot, Hoornsterzwaag, Jubbega, Katlijk, Luinjeberd, Mildam, Nieuwehorne, Nieuweschoot, Oranjewoud, Oudehaske, Oudehorne, Oudeschoot, Terband, Tjalleberd.

Lage und WirtschaftBearbeiten

Heerenveen liegt an einigen von der Binnenschifffahrt genutzten Wasserwegen und an der Autobahn und Eisenbahnstrecke zwischen Leeuwarden und Zwolle. Am Bahnhof halten auch die Schnellzüge.

In Heerenveen, welches das wirtschaftliche, soziale und kulturelle Zentrum der Region ist, gibt es mehrere Schulen, ein allgemeines Krankenhaus, eine psychiatrische Fachklinik sowie ein Theater.

Die wichtigste Fabrik ist die Batavus-Fahrradfabrik, die seit 1904 besteht. Sie gehört heute zur Accell Group, deren Geschäftssitz in Heerenveen ist.

GeschichteBearbeiten

Heerenveen wurde 1551 von drei Grafen zur Torfgewinnung gegründet. Der Name leitet sich aus den Worten heer (= „Herr“, „Graf“) und veen (= „Fehn“, „Torf“) ab. Heerenveen erhielt nie Stadtrechte.

Ab 1700 war der Vorort Oranjewoud, der inmitten eines kleinen Waldgebietes liegt, beliebt bei den Reichen der Provinz. Durch den Statthalter Frieslands angeregt, der selbst einen Landsitz anlegen ließ, bauten auch sie Herrenhäuser. Diese sind jetzt als Luxushotel oder Klinik in Gebrauch.

Um 1880 war der Sozialist Ferdinand Domela Nieuwenhuis sehr bemüht, die Lage der Arbeiter der Region zu verbessern. Ihm ist in Heerenveen ein kleines Museum gewidmet.

Nach dem Zweiten Weltkrieg hielt die Industrialisierung Einzug, zeitweise hatte der Philips-Konzern eine Fabrik in der Stadt.

Zum 1. Januar 2014 wurden Heerenveen Teile der Gemeinde Boarnsterhim nach deren Auflösung angegliedert.

PolitikBearbeiten

Sitzverteilung im GemeinderatBearbeiten

Kommunalwahl am 16. März 2022[2]
Wahlbeteiligung: 53,08 %
 %
20
10
0
19,66
11,97
10,76
10,58
9,5
9,41
8,11
7,02
6,98
6,02
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2018
 %p
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
+1,23
−2,53
+0,59
+6,73
−0,2
−4,38
−0,08
+0,75
−2,71
+0,61
Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Anmerkungen
Anmerkungen:
d Heerenveen Lokaal
i GemeenteBelangen
j ChristenUnie 4,25 % (–1,16 %), Lijst Van der Kooij 1,03 % (+1,03 %), Jezus Leeft 0,74 % (+0,74 %)
 
Heerenveen, Gemeentehuis: Crackstate

Der Gemeinderat kommt seit 1982 wie folgt zustande:

Partei Sitze[2]a
1982 1986 1990 1994 1998 2002 2006 2010 2013b 2018 2022
PvdA 9 13 10 7 8 7 12 8 8 6 7
VVD 5 4 3 4 4 5 4 4 4 5 4
FNP 1 1 1 1 1 1 1 2 3 3 3
Heerenveen Lokaal 1 3
GroenLinks 2 2 3 2 2 2 1 3 3
CDA 6 5 6 5 4 5 4 3 4 5 3
D66 1 1 3 4 1 1 0 2 3 2 3
SP 1 2 2
GemeenteBelangenc 4 4 3 2
ChristenUnie 1 2 2 2 1 1
Leefbaar
Heerenveenc
2 3 4 2
GPV 0 0 0 1
RPF
Links Heerenveend 1
CPNd 2
PSPd
PPRd 1
Gesamt 25 25 25 25 25 27 27 27 29 31 31
Anmerkungen
a Parteien, die zwar an der Wahl teilgenommen hatten, aber keinen Ratssitz erlangen konnten, werden nicht berücksichtigt.
b Aufgrund der Eingemeindung von Akkrum, Nes sowie Teilen von Boarnsterhim und Skarsterlân zum 1. Januar 2014 fand eine außerplanmäßige Kommunalwahl im Jahre 2013 statt.
c Zur Kommunalwahl 2010 ging Leefbaar Heerenveen in die neu gegründete Lokalpartei GemeenteBelangen auf.
d Links Heerenveen war ein Zusammenschluss der lokalen CPN-, PSP- und PPR-Fraktionen.

BürgermeisterBearbeiten

Seit dem 10. Juni 2011 ist Tjeerd van der Zwan (PvdA) amtierender Bürgermeister der Gemeinde. Zu seinem Kollegium zählen die Beigeordneten Jelle Zoetendal (PvdA), Hans Broekhuizen (CDA), Jaap van Veen (VVD) sowie der Gemeindesekretär Jeroen van Leeuwestijn.[3]

Sportliches und SehenswürdigesBearbeiten

Heerenveen hat, abgesehen vom Herrenhaus „Crackstate“, kaum Baudenkmäler. Die Stadt hat aber eine vom Sport geprägte Atmosphäre.

Das Eisschnelllaufstadion Thialf, benannt nach einer Figur aus der nordischen Mythologie, war weltweit eine der ersten überdachten Wettkampfstätten dieser Art. Jährlich finden dort nationale und internationale Wettkämpfe statt.

Der Fußballverein SC Heerenveen spielt seit 1993 ununterbrochen in der niederländischen Ehrendivision und nahm bereits mehrfach an europäischen Wettbewerben teil. Sein Stadion mit einer Kapazität von rund 26.000 Plätzen ist nach dem in Heerenveen geborenen Abe Lenstra benannt worden, einem der besten Spieler der niederländischen Fußballhistorie und Nationalspieler in den 1940er und 1950er Jahren.

StädtepartnerschaftenBearbeiten

Heerenveen hat zwei Partnerstädte: [4]

Stadt Land seit
Baselga di Pinè Italien  Italien
Rischon LeZion Israel  Israel 1993

PersönlichkeitenBearbeiten

Söhne und Töchter

WeblinksBearbeiten

Commons: Heerenveen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Bevolkingsontwikkeling; regio per maand. In: StatLine. Centraal Bureau voor de Statistiek, 28. Februar 2022 (niederländisch).
  2. a b Ergebnisse der Kommunalwahlen: 1982–2002 2006 2010 2013 2018 2022, abgerufen am 3. Mai 2022 (niederländisch)
  3. College van B&W Gemeentesecretaris Gemeente Heerenveen, abgerufen am 17. Juni 2018 (niederländisch)
  4. Historie - VVV Heerenveen. Abgerufen am 11. März 2015.Vorlage:Cite web/temporär