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Hartmann III. von Grüningen

Graf von Grüningen
Grabplatte eines Hartmanns von Grüningen in der Markgröninger Bartholomäuskirche: Nicht wie oft vermutet von Hartmann I., sondern von Hartmann III. Sie gilt als älteste erhaltene Grabplatte eines Grafen von Württemberg.
Die von den Grafen von Grüningen in ihrer Hauptresidenz errichtete Bartholomäuskirche war als Grablege ihrer fürstlichen Dynastie vorgesehen
Im Neckarbecken zwischen dem Heuchelberg im Nordwesten und dem Halbrund der Keuperwaldberge (braun) hatten die Grafen von Grüningen etliche staufische und Reichsgüter übernommen

Hartmann III. von Grüningen (* vor 1252; † 4. Oktober 1280 auf dem Hohenasperg), entstammte der Seitenlinie Grüningen-Landau des Hauses Württemberg. Seine Eltern waren Graf Hartmann II. von Grüningen und eine unbekannte erste Gattin. Hartmann III. wehrte sich ab 1275 vergeblich gegen die „RevindikationspolitikKönig Rudolfs von Habsburg, starb nach jahrelangem Konflikt in Kerkerhaft auf dem Asperg und wurde wie sein Vater in ihrer neuen Kirche und Grablege in Grüningen beigesetzt. Mit seinem Tod begann der Abstieg dieser jungen württembergischen Dynastie.

Inhaltsverzeichnis

Hartmann I. = Hartmann I. + Hartmann II. + Hartmann III. ?Bearbeiten

Dieser Wikipedia-Artikel basiert auf der gelegentlich vertretenen Hypothese, es habe in Wirklichkeit Vater, Sohn und Enkel gegeben, die allesamt Hartmann von Grüningen hießen und von der modernen Geschichtsforschung fälschlich zu einer Person, dem Vater Hartmann I. von Grüningen, zusammengefasst wurden. Dieser Artikel über Hartmann III. steht daher im Widerspruch zu dem Artikel über Hartmann I. von Grüningen. Ebenfalls auf der Annahme der drei Hartmänner beruht der Artikel über Hartmann II. von Grüningen.

Vergebliche Gegenwehr und NiedergangBearbeiten

Hartmann III. hat vermutlich um den Jahreswechsel 1274/75 den von Grüningen aus gelenkten unterländischen Besitz seines Vaters geerbt, den es gegen die „Revindikationspolitik“ König Rudolfs von Habsburg zu verteidigen galt. Dieser forderte seit 1273 die von den Staufern übernommenen Reichsgüter im Neckarbecken und insbesondere Burg und Stadt Grüningen zurück, die Hartmann II. vom antistaufischen König Wilhelm von Holland zusammen mit der Reichssturmfahne als Erblehen bestätigt bekommen und daraufhin als Eigenbesitz interpretiert hatte. Während sich sein Vetter Graf Ulrich II. von Württemberg kompromissbereit zeigte, setzte Hartmann III. allein auf die militärische Karte und handelte sich damit einen weiteren fünf Jahre währenden Konflikt mit den königlichen Truppen ein.

Brandschatzung in GrüningenBearbeiten

Sein Vater, der „Comes illustrissimus“[1] genannte Graf Hartmann II., starb wohl 1274, spätestens Anfang 1275. Möglicherweise fiel er im Kampf oder erlag etwaigen Verwundungen, die er sich in den heftigen Auseinandersetzungen mit den königlichen Streitkräften zugezogen haben könnte.[2] Allerdings könnten diese auch seinen vorherigen Tod ausgenutzt haben, als sie um 1275 gegen Grüningen zogen, die Stadt einnahmen und die von der Grafenfamilie neu errichtete Bartholomäuskirche in Brand steckten.[3] Für diesen Todeszeitpunkt spricht, dass 1275 kein Senior mehr genannt wird und offenbar eine Erb- und Namensteilung stattgefunden hatte. Denn während im Unterland künftig nur „Hartmann (III.) von Grüningen“ erscheint, urkunden im Oberland ab September 1274 ausschließlich die Söhne Konrad und Eberhard als „Grafen von Landau“.

Gefeierte RevancheBearbeiten

Bei der ebenfalls umstrittenen Stadt Brackenheim konnte der erstgeborene Sohn Hartmann III. am 19. Oktober 1277 die feindlichen Truppen trotz ihrer Übermacht zurückschlagen und zahlreiche Gefangene nach Grüningen führen. Diesen Sieg feierte man in Grüningen laut einem überlieferten Gesangbuch mit stadtgeschichtlichen Einträgen als „Rache des Kirchenheiligen Bartholomäus“ für die Kirchenschändung von 1275.[4] Ob die testamentarische Stiftung auf den Marienaltar der Bartholomäuskirche, die der Speyrer Bischof Friedrich von Bolanden 1277 bestätigte,[5] in diesem Zusammenhang durch Hartmann III. erfolgte oder auf seinen Vater zurückgeht, ist unklar. Allerdings könnte aus diesem Anlass auch die undatierte Stiftung der Marienglocke durch Hartmann III. erfolgt sein. Auf ihr war folgendes in Latein eingraviert: Heilige Mutter Maria, Markus Lukas Matthäus Johannes, Graf Hartmann von Grüningen, der eine Tochter des Herrn von Eberstein zur Frau hat.[6]

Tod in GefangenschaftBearbeiten

Im Frühjahr 1280 rückte allerdings ein weit größeres Heer einer Koalition schwäbischer Grafen unter Führung des Reichlandvogts Albrecht II. von Hohenberg heran. Anstatt sich in Grüningen zu verschanzen, trat er seinen Gegnern jedoch in offener Feldschlacht gegenüber und musste sich am 6. April 1280 geschlagen geben. Er starb am 4. Oktober 1280 nach halbjähriger Kerkerhaft auf dem Hohenasperg und wurde in der Bartholomäuskirche beigesetzt, die sein Vater als Grablege für ihre Dynastie vorgesehen hatte. Die Grabplatte ist erhalten und gilt als ältestes Monument mit Württemberger Wappen.[7]

Umverteilung im NeckarbeckenBearbeiten

Burggrafschaft und Stadt Grüningen fielen samt Reichssturmfahne zurück ans Reich. Hartmanns Brüder, insbesondere Konrad, der sich nun Graf von Grüningen nannte, mussten ihre Ansprüche auf die Grafschaft Grüningen aufgeben und später auch ihren Eigenbesitz in der Stadt an den König veräußern. Sie nannten sich nach dem endgültigen Verlust der Grüninger Hauptresidenz nur noch „Grafen von Landau“ nach ihrer Burg Landau bei Riedlingen an der Donau. Grüningen wurde darauf Freie Reichsstadt, die Reichsburg diente dem Reichslandvogt für Niederschwaben als Zweitresidenz.

In Marbach am Neckar konnten der Herzog Hermann I. von Teck[8] und Graf Simon von Zweibrücken und Eberstein[9] die Rechtsnachfolge von Hartmann III. anstelle seiner Brüder übernehmen; möglicherweise begünstigt durch familiäre Beziehungen zu Hartmanns einziger Erbin Beatrix von Grüningen.[10]

Ausschlaggebend für die umfangreichen Territorialgewinne der Herzöge von Teck im Neckarbecken auf Kosten der Grafen von Grüningen dürfte wie beim Grafen Albrecht II. von Hohenberg allerdings ihre Königstreue gewesen sein. Das offenbar von den Grüninger Grafen an der Nordgrenze ihres unterländischen Territoriums ausgebaute Brackenheim erhob König Rudolf von Habsburg 1280 zur „Stadt mit allen Rechten und Freiheiten, welche die Reichsstadt Esslingen hatte“.[11]

Wieder in Württemberger HandBearbeiten

Immer wieder in akuter Geldnot sah sich das Haus Landau in den achtziger und neunziger Jahren zum Verkauf zahlreicher Eigengüter gezwungen. Im Neckarbecken sind beispielsweise Veräußerungen in Fellbach, Immenrode (später abgegangene Siedlung), Ober- und Untertürkheim, Cannstatt oder Stuttgart belegt. König Adolf von Nassau kaufte den Grafen Konrad und Eberhard bis 1296 auch den Familienbesitz in der Stadt Grüningen in Raten ab.[12] Der Gipfel der Demütigung war 1299 erreicht: Konrad von Landau musste im Zuge eines Verkaufs an das Deutschordenshaus in Altshausen dem Komtur versprechen, die Kaufsumme zur Erleichterung seiner Schuldenlast zu verwenden.[13]

Während die Brüder Konrad und Eberhard von Landau die einstige schwäbische Vormachtstellung ihrer Familie restlos einbüßten und sich vergeblich gegen den Abstieg in die politische Bedeutungslosigkeit stemmten, gelang es ihrem Württemberger Vetter Graf Eberhard, dem Erlauchten, nach und nach Grüninger Positionen im Neckarbecken wiederzubesetzen. So versuchte er spätestens ab 1301, Burg und Stadt Grüningen in seinen Besitz zu bringen: König Albrecht von Habsburg bekannte am 11. März 1301 in Schwäbisch Hall, dem Grafen Eberhard von Württemberg 12.000 Pfund Heller schuldig zu sein, und verpfändete ihm dafür wunschgemäß Burg und Stadt Grüningen.[14] 1336 sollte es Eberhards Nachfolger Graf Ulrich III. von Württemberg schließlich gelingen. Von König Ludwig als Erblehen übertragen, gelangten die Württemberger Grafen somit erneut und diesmal endgültig in den Besitz von Grüningen und der Reichssturmfahne, die sie ab 1495 auch als Herzöge in ihr viergeteiltes Wappen übernahmen. Und den Grafentitel „von Grüningen“ führte selbst der zum König gekrönte Friedrich von Württemberg noch als Nebentitel. Das belegt eine Urkunde von 1806, in der er sich unter anderem „Graf zu Gröningen“ nannte.[15]

FamilieBearbeiten

Aus einem Hartmann werden dreiBearbeiten

In der landläufigen Geschichtsschreibung wird meist verkannt, dass es statt einem, 1237 erstmals erwähnten und 1280 vermeintlich gestorbenen, in diesem Zeitabschnitt drei Grafen Hartmann von Grüningen gab. Obwohl die überlieferten Urkunden um 1246 und von 1265 bis 1274 zwei Phasen belegen, in denen jeweils Senior und Junior differenziert werden. Der vermeintlich zweite und tatsächlich der dritte Hartmann gilt als jung verstorben und somit wenig relevant.

Dieser Hartmann III. wird erstmals 1265 genannt[16], als sein Vater, Hartmann II. von Grüningen („senior“), Ländereien an das Kloster Salem mit Zustimmung des Juniors veräußert. Sollte er zu diesem Zeitpunkt bereits geschäftsfähig gewesen sein, wäre er vor 1252 von einer ersten unbekannten Gattin Hartmanns II. geboren worden. In der Folgezeit wird er mehrfach erwähnt, bleibt aber im Jahr 1273 bei einer Aufzählung der Söhne von Hartmann II. und seiner zweiten Gattin Hedwig von Veringen außen vor.[17] Daher die allgemeine Vermutung, dass er vorher verstorben sei. Dagegen spricht, dass Hartmann II. nicht nur hierbei, sondern auch 1274 noch Senior genannt wird: Am 23. April übergibt Graf Hartmann der Ältere von Grüningen dem Konvent und Kloster Salem das Eigentumsrecht der Besitzungen Elisabeths, der Witwe Ritter Konrads von Schatzberg.[18] Tatsächlich wurde Hartmann III. 1273 nicht mit den „verbliebenen“ Söhnen Hartmanns II. und Hedwigs (⚭ 1252) aufgezählt, weil er offenbar wie seine Schwestern Agnes und Adelheid von einer früheren Ehe stammte und bei der Veräußerung von Hedwigschem Heiratsgut nicht gehört werden musste.

Ein vierter Hartmann?Bearbeiten

Für Irritationen sorgte allerdings eine Urkunde von 1284: Auf Burg Landau übergibt ein einmalig genannter und aus dem historischen Kontext herausgerissener „Hartmann von Gottes Gnaden Graf von Gröningen“ um seines Seelenheils willen das Eigentumsrecht aller Besitzungen und Leute in Bleichen („villa Blachun“), womit der Ritter Marquard von Bleichen von ihm belehnt war, dem Kloster Söflingen.[19] Sollte dies Hartmann III. sein, wäre sein Vater erst 1280 gestorben. Naheliegender erscheint allerdings, dass es sich 1284 um einen weiteren Hartmann, also den IV. handelte. Diese Deutung erscheint dadurch stichhaltig, dass ab 1280 der nachgeborene Konrad II. Chef des Hauses Grüningen-Landau wurde, was ausschließt, dass Hartmann III. da noch lebte. Dessen mutmaßlicher Sohn Hartmann IV. wäre Anfang der achtziger Jahre noch minderjährig gewesen. Allerdings hätte er spätestens 1284 an Konrads Stelle treten müssen. Schlüssig erscheint deshalb ein Datierungsfehler und die Zuordnung der Urkunde zu Hartmann II. (1274).[20]

GeschwisterBearbeiten

Hartmann III. hatte drei Brüder und vermutlich vier Schwestern:

  • Agnes von Grüningen, die vor 1263 mit Graf Rudolf II. von Montfort vermählt wurde[21] und deshalb von einer vorangegangenen Ehe stammen muss;[22]
  • Adelheid von Grüningen, vermutete Äbtissin von Heiligkreuztal, die wie Hartmann III. von einer vorangegangenen Ehe stammen soll;
  • Anna von Grüningen, wurde laut Sommer „nach dem Tode ihres Vaters“ Priorin von Kloster Offenhausen[23] und urkundete als solche 1277;[24]
  • Konrad II. von Grüningen-Landau (ca. 1254–1300), ab Oktober 1280 Chef des Hauses, musste die Ansprüche auf die Grafschaft Grüningen aufgeben und einen gravierenden politischen Bedeutungsverlust seiner Familie hinnehmen; er nannte sich zuletzt nur noch Graf von Landau;
  • Ludwig von Grüningen-Landau, Geistlicher im Domkapitel zu Augsburg, Kirchherr zu Grüningen und Cannstatt;
  • Eberhard I. von Landau, der vergeblich versuchte, durch eine Ehe mit Richenza von Calw-Löwenstein nochmals die Position des Hauses im Unterland zu stärken.
  • Adelheid von Landau, 1293 verheiratet mit dem Edlen Berthold von Mühlhausen, der mehrfach in Grüningen urkundete und eng mit den Grafen Eberhard I. von Württemberg und Konrad von Grüningen-Landau kooperierte;[25]

Ehe und NachkommenBearbeiten

Verheiratet war Hartmann III., wie die ehemalige Glockenstifter-Inschrift in der Grüninger Bartholomäuskirche nahelegt, vermutlich mit einer Tochter von Graf Otto senior und Beatrix von Eberstein. Die Inschrift ohne Datum auf der größeren der beiden Glocken[26] könnte sich allerdings auch auf eine erste Ehe von Hartmann II. beziehen.

Zu Hartmanns teils schwach belegten Nachkommen zählen:

  • Conrad von Grüningen († 1277 bei Chalon, Frankreich);[27]
  • Beatrix von Grüningen, vermutlich eine Enkelin der namengebenden Beatrix von Eberstein[28] und verheiratet mit Herzog Hermann I. von Teck.[29]
  • „Hartmann von Gottes Gnaden Graf genannt von Gro(e)ningen“,[30] der 1284 erstmals und darauf nicht mehr urkundlich erwähnt wird und wegen eines Datierungsfehlers wohl ein Phantom darstellt.[31]

Hartmanns III. Witwe könnte eine zweite, nicht standesgemäße Ehe mit Arnold von Tamm eingegangen sein, da eine „Gräfin von Grüningen“ 1304 gemeinsam mit diesem in Esslingen urkundete.[32]

Weiterführende InformationenBearbeiten

QuellenBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Peter Fendrich: Rückkehr der Grafen von Grüningen – Einblick in die revidierte Geschichte der Grafschaft auf den Spuren Heyds. In: Durch die Stadtbrille – Geschichtsforschung, Geschichten und Denkmalpflege in Markgröningen, Band 10, hrsg. v. AGD Markgröningen, Markgröningen 2016, S. 40–47, ISBN 978-3000539077
  • Ludwig Friedrich Heyd: Geschichte der Grafen von Gröningen. 106 S., Stuttgart 1829.
  • Ludwig Heyd: Geschichte der vormaligen Oberamts-Stadt Markgröningen mit besonderer Rücksicht auf die allgemeine Geschichte Württembergs, größtenteils nach ungedruckten Quellen verfasst. Stuttgart 1829, 268 S., Faksimileausgabe zum Heyd-Jubiläum, Markgröningen 1992.
  • Sönke Lorenz, Dieter Mertens und Volker Press (Hrsg.): Das Haus Württemberg. Ein biographisches Lexikon. Kohlhammer, Stuttgart u. a. 1997, ISBN 3-17-013605-4.
  • Sönke Lorenz: Von Baden zu Württemberg. Marbach – ein Objekt im herrschaftlichen Kräftespiel des ausgehenden 13. Jahrhunderts. In: Zeitschrift für Württembergische Landesgeschichte (ZWLG), 72/2013, S. 33–52.
  • Johann Daniel Georg von Memminger: Die Grafen von Grüningen-Landau. Ihre Benennung und ihre Verwandtschaft mit dem Hause Württemberg. In: Württ. Jahrbücher für vaterländische Geschichte, Geographie, Statistik und Topographie, 1826, Heft 1, S. 69–97 (Google) und Heft 2, S. 376–440 (Google).
  • Ursula Mereb: Studien zur Besitzgeschichte der Grafen und Herren von Grüningen-Landau von ca. 1250 bis ca. 1500. 108 S., Tübingen 1970.
  • Karl Pfaff: Der Ursprung und die früheste Geschichte des Wirtenbergischen Fürstenhauses: Kritisch untersucht und dargestellt. Mit sieben Beilagen, drei Stammtafeln und einer historisch-geographischen Karte. 111 S., Stuttgart 1836.
  • Gerhard Raff: Hie gut Wirtemberg allewege I: Das Haus Württemberg von Graf Ulrich dem Stifter bis Herzog Ludwig. Stuttgart 1988, ISBN 3-89850-110-8.
  • Hermann Römer: Markgröningen im Rahmen der Landesgeschichte I., Urgeschichte und Mittelalter. 291 S., Markgröningen 1933.

Einzelnachweise und AnmerkungenBearbeiten

  1. Übersetzt „hochwohlgeborener“ Graf, was von fürstlichem Stand bedeuten sollte.
  2. Die Überlieferung weiß allerdings von einem Hartmann von Grüningen, der bereits 1273 im Kloster Heiligkreuztal beigesetzt worden sein soll. Siehe auch David Wolleber: Nachfahrentafeln zur Geschichte des Hauses Württemberg, Schorndorf 1591; UB Tübingen Mh6-2 Gegen dieses Todesjahr spricht eine Urkunde vom 23. April 1274, in der letztmals ein Hartmann „senior“ auf Burg Landau auftritt. Siehe WUB, Band VII., Nr. 2417, S. 306, WUB online
  3. Siehe Ludwig Friedrich Heyd: Geschichte der Grafen von Gröningen. 106 S., Stuttgart 1829, S. 81, und Ludwig Heyd: Geschichte der vormaligen Oberamts-Stadt Markgröningen mit besonderer Rücksicht auf die allgemeine Geschichte Württembergs, größtenteils nach ungedruckten Quellen verfasst. Stuttgart 1829, 268 S., Faksimileausgabe zum Heyd-Jubiläum, Markgröningen 1992, S. 7.
  4. Siehe Ludwig Friedrich Heyd: Geschichte der Grafen von Gröningen. 106 S., Stuttgart 1829, S. 81.
  5. Siehe Stiftungsbestätigung im WUB, Band VIII, Nr. 2689, S. 36–37, WUB online
  6. Gravur im Original: „SANCTA MARIA MATER, MARCUS, LUCAS, MATHÄUS, JOHANNES, COMES HARTMANNUS DE GRÜNINGEN QUI (H)ABET FILIAM DE EBERST.“
  7. Umschrift auf dem Grabmal: "ANNO.D(omi)NI. MC CLXXX. IN. DIE. FRA(n)CISSI. OB(iit). HARTMANN(us). COMES. DE. GRUENINGEN". Übersetzt: "Im Jahr des Herrn 1280 am Tag des heil. Franziskus (4. Okt.) starb Hartmann, Graf von Grüningen." Werner Feil: Evang. Bartholomäus-Kirche Markgröningen. In: Schnell Kunstführer. 1. Auflage. Nr. 1655. Schnell & Steiner, München 1987, ISBN 978-3-7954-5365-7.
  8. Sönke Lorenz: Von Baden zu Württemberg. Marbach – ein Objekt im herrschaftlichen Kräftespiel des ausgehenden 13. Jahrhunderts. In: Zeitschrift für Württembergische Landesgeschichte (ZWLG), 72/2013, S. 44ff, der sich auf Rolf Götz bezieht: Die Herzöge von Teck – Herzöge ohne Herzogtum (Schriftenreihe des Stadtarchivs Kirchheim unter Teck), Kirchheim 2009, S. 33.
  9. Sönke Lorenz: Von Baden zu Württemberg. Marbach – ein Objekt im herrschaftlichen Kräftespiel des ausgehenden 13. Jahrhunderts. In: Zeitschrift für Württembergische Landesgeschichte (ZWLG), 72/2013, S. 40, und WUB online
  10. Sönke Lorenz: Von Baden zu Württemberg. Marbach – ein Objekt im herrschaftlichen Kräftespiel des ausgehenden 13. Jahrhunderts. In: Zeitschrift für Württembergische Landesgeschichte (ZWLG), 72/2013, S. 44, der sich auf Rolf Götz bezieht: Die Herzöge von Teck – Herzöge ohne Herzogtum (Schriftenreihe des Stadtarchivs Kirchheim unter Teck), Kirchheim 2009, S. 33. Ihre Onkel Konrad und Eberhard treten 1299 als Bürgen für Herzog Hermann von Teck auf. Siehe u. a. WUB Band XI, Nr. 5267, S. 237–238, WUB online
  11. Quelle: Regesta Imperii VI, 1, 1245 RI online
  12. Vgl. Oberamtsbeschreibung Ludwigsburg, 1859, S. 248ff, bei Wikisource und WUB Band X, Nr. 4708, S. 378–379, WUB online
  13. Quelle: WUB Band XI, Nr. 5219, S. 201–202, WUB online
  14. Vgl. Regesta Imperii (1844), S. 224, Nr. 328, und HStA Stuttgart H 51 U 174, Landesarchiv BW
  15. Zitat aus Landesbibliographie Baden-Württemberg (BSZ)
  16. Siehe Karl Pfaff: Der Ursprung und die früheste Geschichte des Wirtenbergischen Fürstenhauses: Kritisch untersucht und dargestellt. Mit sieben Beilagen, drei Stammtafeln und einer historisch-geographischen Karte. 111 S., Stuttgart 1836, S. 69.
  17. Hartmann senior verkaufte mit Zustimmung von „Hedwigis uxoris nec non universae prolis suae, quam tunc habuit, C., L., E., Mon. Heiligkreuztal decimas et molendinum in Andelfingen“. Vgl. Karl Pfaff: Der Ursprung und die früheste Geschichte des Wirtenbergischen Fürstenhauses: Kritisch untersucht und dargestellt. Mit sieben Beilagen, drei Stammtafeln und einer historisch-geographischen Karte. 111 S., Stuttgart 1836, S. 71, und WUB Band VII, Nr. 2335, S. 238–239, WUB online
  18. Quelle: WUB Band VII, Nr. 2417, Seite 306, WUB online
  19. Im Original: „Hartmannus, dei gratia Comes dictus de Gro(e)ningen“. Quelle: WUB, Band VIII, Nr. 3303, S. 430 WUB online
  20. Der Kontext lässt auf einen Schreibfehler beim Datum schließen, denn ein X weniger wäre laut Fendrich schlüssig: Dann verwiese die Urkunde auf eine 1274 (MCXXIIII) kurz vor seinem Tode durch Hartmann II. um „seines Seelenheils willen“ erfolgte Stiftung. Zumal ein 1284 geschäftsfähiger Erbe Hartmanns III. die Bemühungen, Grüningen zurückzuerlangen, und den Verkauf des Grüninger Eigengutes sicher nicht seinem Onkel Konrad überlassen hätte. Für einen Datierungsfehler sprächen außerdem der Ort der Ausfertigung, da die Burg Landau bei der Erbteilung den Onkeln des ominösen vierten Hartmanns als „Grafen von Landau“ zugeteilt worden war, und gewisse Zweifel, ob ein rund zwanzigjähriger Graf in Geldnot primär in sein Seelenheil investieren würde.
  21. Quelle: WUB Band VI, Nr. 1833, S. 228–229, WUB online
  22. Die Tochter Elisabeth von Rudolf und Agnes war 1275 bereits mit Truchsess Eberhard von Waldburg verheiratet. Vgl. WUB Band VII, Nr. 2520, Seite 381–382, WUB online
  23. Ingrid Karin Sommer: Die Chronik des Stuttgarter Ratsherrn Sebastian Küng (Veröff. des Archivs der Stadt Stuttgart, Bd. 24), Stuttgart 1971, S. 43 (Quelle: Pfeilsticker).
  24. Quelle: WUB Band VIII, Nr. 2652, S. 10, WUB online
  25. Berthold von Mühlhausen (bei Stuttgart) verkaufte am 15. Juli 1293 mit Zustimmung seiner Frau Adelheid, Gräfin von Landau, dem Kloster Bebenhausen einen von ihr eingebrachten Hof in Zuffenhausen. Siehe WUB Band X, Nr. 4402, S. 156–157, WUB online
  26. Die Gravur verweist auf einen „Graf Hartmann von Grüningen, der eine Tochter des Herrn von Eberstein zur Frau hat“ (Originaltext der Gravur siehe Anmerkung oben).
  27. „1277 obiit Conradus, filius Hartmanni comitis in Francia apud Speracum, quae civitas sita iuxta Schalunna; et illuc missus fuerat, ut disceret gallicum.“ Siehe Ludwig Friedrich Heyd: Geschichte der Grafen von Gröningen. 106 S., Stuttgart 1829, S. 91, Anm. 6 (Necrolog im alten Gesangbuch im Pfarrhaus).
  28. Beatrix ⚭ Graf Otto senior von Eberstein († 1279).
  29. Sönke Lorenz: Von Baden zu Württemberg. Marbach – ein Objekt im herrschaftlichen Kräftespiel des ausgehenden 13. Jahrhunderts. In: Zeitschrift für Württembergische Landesgeschichte (ZWLG), 72/2013, S. 44, der sich auf Rolf Götz bezieht: Die Herzöge von Teck – Herzöge ohne Herzogtum (Schriftenreihe des Stadtarchivs Kirchheim unter Teck), Kirchheim 2009, S. 33.
  30. Quelle: WUB Band VIII, Nr. 3303, S. 430, WUB online
  31. Ob er tatsächlich existierte und von Hartmann III. abstammte, widerspricht dem historischen Kontext und kann durch keine weitere Urkunde belegt werden. Naheliegend ist ein Datierungsfehler: „Statt MCCLXXXIIII (1284) wäre MCCLSXXIIII (1274) nachvollziehbar“ (Siehe Peter Fendrich: Regesten der Grafen von Grüningen (Datenbank), Markgröningen 2013 u. Anm. oben).
  32. Zitat (1304): „Comitissa de Grüningen et Arnoldus legaverunt 4 lb cere (Wachs), que dantur de domo lapidea Eberhardi de Tamme, Martini“ aus Herbert Raisch: Das Esslinger Urbar von 1304. Lagerbuch Nummer 1 des Spitals St. Katharina in Esslingen (1304 bis nach 1334) (Schriftenreihe Esslinger Studien 2), Esslingen 1966.

Siehe auchBearbeiten

WeblinksBearbeiten