Harsefeld

Gemeinde in Deutschland

Harsefeld (niederdeutsch Ha(r)sfeld) ist ein Flecken im Landkreis Stade, Niedersachsen. Von 1104 bis 1648 bestand hier das Kloster Harsefeld, eine bedeutende Benediktinerabtei. Anschließend war Harsefeld über Jahrhunderte hinweg Verwaltungssitz des Amtes Harsefeld und heute namengebender Ort für die Samtgemeinde Harsefeld.

Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Harsefeld
Harsefeld
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Harsefeld hervorgehoben

Koordinaten: 53° 27′ N, 9° 30′ O

Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Stade
Samtgemeinde: Harsefeld
Höhe: 38 m ü. NHN
Fläche: 51,81 km2
Einwohner: 13.894 (31. Dez. 2019)[1]
Bevölkerungsdichte: 268 Einwohner je km2
Postleitzahl: 21698
Vorwahlen: 04164 (Issendorf 04163)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: STD
Gemeindeschlüssel: 03 3 59 023
Gemeindegliederung: 4 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Herrenstraße 25
21698 Harsefeld
Website: www.harsefeld.de
Bürgermeister: Harald Koetzing (SPD)
Lage der Gemeinde Harsefeld im Landkreis Stade
BaljeKrummendeichFreiburg/ElbeOederquartWischhafenDrochtersenGroßenwördenEngelschoffHammahDüdenbüttelHimmelpfortenBurwegKranenburgEstorfOldendorfHeinbockelStadeDeinsteFredenbeckKutenholzJorkBuxtehudeApensenBeckdorfSauensiekAhlerstedtBrestBargstedtHarsefeldNottensdorfBliedersdorfHorneburgDollernAgathenburgLandkreis StadeNiedersachsenLandkreis CuxhavenLandkreis Rotenburg (Wümme)Landkreis HarburgHamburgSchleswig-HolsteinSchleswig-HolsteinGrünendeichMittelnkirchenNeuenkirchenGuderhandviertelSteinkirchenHollern-TwielenflethKarte
Über dieses Bild

GeografieBearbeiten

Geografische LageBearbeiten

Harsefeld liegt auf der zur Stader Geest gehörenden Zevener Geest im Elbe-Weser-Dreieck zwischen den Städten Buxtehude, Stade und Zeven und in der Agglomeration der Luftlinie 34 km entfernten Metropole Hamburg. Bremen liegt Luftlinie 63 km entfernt; Harsefeld hat eine günstige Lage zwischen den beiden Metropolen. Umschlossen wird der Flecken durch die Samtgemeinde Fredenbeck im Norden, die Samtgemeinde Horneburg im Nordosten, der Samtgemeinde Apensen im Osten und Südosten sowie gleichnamigen Samtgemeinde im Süden, Südwesten, Westen und Nordwesten.

GliederungBearbeiten

Neben dem Kernort besteht der Flecken aus den Ortsteilen:

Die beiden Ortsteile Griemshorst und Weißenfelde gehörten historisch immer mit zu Harsefeld, alle übrigen Ortsteile wurden im Zuge der Gebietsreform zum 1. Juli 1972 nach Harsefeld eingemeindet. Vor ihrer Eingemeindung bildeten Issendorf und Ruschwedel bereits von 1967 bis 1972 eine Samtgemeinde mit Harsefeld.

NachbargemeindenBearbeiten

An den Flecken Harsefeld grenzen folgende Gemeinden im Uhrzeigersinn von Norden beginnend:

Nächste StädteBearbeiten

Hemmoor
44 km, Cuxhaven
88 km
Stade
17 km
Jork
18 km
Bremervörde
30 km, Bremerhaven
71 km
  Buxtehude
16 km, Hamburg
69 km
Zeven
26 km, Bremen
89 km
Sittensen
23 km, Rotenburg (Wümme)
57 km
Tostedt
30 km, Buchholz in der Nordheide
43 km

GewässerBearbeiten

 
Die Aue bei Harsefeld

Durch die Gemeinde verläuft der kleine Fluss Aue, der durch Klein Hollenbeck, den Nordrand des Kernortes und Issendorf fließt. Der Fluss bildet hier ein Tal, das Auetal, das als Landschaftsschutzgebiet und zum Teil als Naturschutzgebiet (Aueniederung und Nebentäler) ausgewiesen ist. Die Aue fließt in Horneburg mit der Landwettern zur Lühe zusammen und mündet nach zehn weiteren Kilometern in die Elbe.

Die Aue hat einige Nebenflüsse, wie beispielsweise den Rellerbach, der durch den Kernort fließt und nahe der Gemeindegrenze zu Bargstedt in die Aue mündet, und den Steinbeck, der nahe Kammerbusch entspringt, durch Ruschwedel und die Steinbeckforst fließt und nahe der Gemeindegrenze zu Bliedersdorf in die Aue mündet. Der Rellerbach ist teilweise zu Teichen aufgestaut.

Durch den Abbau von Kies, Sand und Ton sind in Harsefeld einige kleine Baggerseen entstanden, wie die Tonkuhle und der See in der ehemaligen Kiesgrube Am Sande. Es gibt Bestrebungen die ehemalige Kiesgrube unter Naturschutz zu stellen. Derzeit findet dort vor allem Angelbetrieb statt. Eine touristische Nutzung bleibt wohl aus.[2] Des Weiteren bestehen zahlreiche kleine und größere Teiche im Gemeindegebiet.

GeologieBearbeiten

Harsefeld liegt auf der zur Zevener Geest gehörenden Harsefelder Geest und ist somit überwiegend auf Geestboden gelegen. Kleine Waldbestände und die Wiesentäler der Aue prägen das leicht hügelige Landschaftsbild. Größere Erhebungen im Gemeindegebiet sind der Ehrensberg und der Mühlenberg. Von großen Waldbeständen ist bis auf den 694 ha großen Naturwald Braken, der Harselah bei Griemshorst und der Steinbeckforst sowie den Waldbeständen im Naturschutzgebiet Aueniederung und Nebentäler nicht viel erhalten geblieben; große Teile der Landschaft wurden für landwirtschaftliche Zwecke kultiviert. Am westlichen und südwestlichen Rand des Kernorts erstrecken sich zudem die Waldstücke Wieh und Meinkenhop. Es sind auch einige Moorflächen erhalten geblieben, beispielsweise das Kahle und Wilde Moor, ein entwässertes Hochmoor mit umfangreichen Beständen an Buchen-Kiefern-Moorwald.

KlimaBearbeiten

Das Klima in Harsefeld ist warm und gemäßigt. Es fällt überdurchschnittlich viel Niederschlag, selbst während des trockensten Monats. Die Jahresdurchschnittstemperatur beträgt 8,4 °C. Der Jahresniederschlag beläuft sich auf 753 mm. Wärmster Monat ist der Juli, kältester der Januar. Der niederschlagärmste Monat ist Februar, der August ist der niederschlagreichste.

Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Bremervörde, Niedersachsen
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Max. Temperatur (°C) 2,5 3,2 7,3 11,9 17,2 20,5 21,8 21,6 18,7 13,2 7,3 4 Ø 12,5
Min. Temperatur (°C) −2,4 −2,7 -0,2 2,9 6,5 9,7 11,8 11,5 8,8 5,5 2,1 −0,5 Ø 4,5
Niederschlag (mm) 60 43 51 47 58 72 79 81 67 60 66 69 Σ 753
T
e
m
p
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t
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2,5
−2,4
3,2
−2,7
7,3
-0,2
11,9
2,9
17,2
6,5
20,5
9,7
21,8
11,8
21,6
11,5
18,7
8,8
13,2
5,5
7,3
2,1
4
−0,5
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
N
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  Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez

GeschichteBearbeiten

 
Erz-Abt zu Harsefeld, Bronze von Bildhauer Carsten Eggers

Nordöstlich von Harsefeld befinden sich 22 Grabhügel auf dem Hohekamp. Der größte und an der höchsten Stelle gelegene Grabhügel hatte einen Durchmesser von fast 25 Metern und eine Höhe von vier Metern. Der Grabhügel Königsgrab – auch „Osterberg“ genannt – wurde 1910/11 vom Besitzer durchgegraben. Eine archäologische Untersuchung fand statt.

Der Bau der Burg Harsefeld wird in der Chronik von Thietmar von Merseburg auf 969 n. Chr. datiert. Sie war bis zur Errichtung der Grafschaft Stade Sitz der Udonen. Nach ihrer Niederlegung wurde das Areal als Kloster Harsefeld vom Orden der Benediktiner mit im 15. Jahrhundert errichteter Kirche genutzt. 1546 wurden Kloster und Kirche vom Ritter Pentz aus Mecklenburg auf Grund von Geldschulden fast vollständig zerstört. Die in spätgotischen Formen ausgeführte Abteikirche St. Marien und Bartholomäi wurde 1648 mit Turm wieder errichtet.[3]

„Unterhalb Harsefeld ergießt sich der Steinbach in die Lühe, weshalb Harsefeld, auf der linken Seite des Steinbach belegen, nach Bremen fällt“, schrieb Landschaftsdirektor Wilhelm von Hodenberg 1858.[4] „Im eigentlichen Harsefeld ist Geest, von der Aue und Lühe bewässert; Alt und Neukloster, an der Este liegend, hat meist morastigen Boden“, erläutert Peter von Kobbe 1824.[5]

Historische Bedeutung hat auch das 1740 errichtete Amtshofgebäude am Rande der Klosteranlage. Darin befindet sich die Friedrich-Huth-Bücherei. Sie wurde 1845 von dem Kulturförderer Friedrich Huth (1777–1864) gestiftet. Der Kaufmann wuchs in Harsefeld auf, brachte es als Bankier in London zu einem beachtlichen Vermögen. Kurz vor seinem Tod besuchte er noch einmal seine Heimat und beschloss, für die Harsefelder Bürger eine Volksbibliothek zu stiften. Dafür spendete er 1750 Goldtaler. Anfänglich umfasste die Bibliothek rund 1000 Bände, bald darauf waren es schon 3000 Exemplare. Noch heute zählt die Bücherei als eine der bestausgestatteten im Landkreis Stade. Zu Ehren des großzügigen Spenders wurde 1998 eine überlebensgroße Bronze-Büste vor dem Amtshof enthüllt. Geschaffen wurde das Kunstwerk von Bildhauer Carsten Eggers.

Im Flecken Harsefeld brannten am 30. Mai 1799 insgesamt 80 Wohn- und Nebengebäude ab. Mittags um 11 Uhr, als die Einwohner bei der Feldarbeit waren, sei die Feuersbrunst entstanden, wie in den „Hannoverischen Anzeigen“ vom 17. Juni 1799 mitgeteilt wurde. Innerhalb vier Stunden seien 53 Wohnhäuser mit 21 Nebengebäuden, auch das Pfarrhaus, abgebrannt. Wenig sei gerettet worden. 64 Familien seien obdachlos geworden und ihrer Habe und Güter beraubt.[6]

Bedeutung des NamensBearbeiten

Man geht davon aus, dass Harse abzuleiten ist vom altsächsischen horsa bzw. hers = Ross, Pferd,[7] sodass der Name Harsefeld mit „Feld der Pferde“ oder „Feld der Rösser“ zu deuten ist. Diese Deutung wird auch durch Namensvarianten in mittelalterlichen Urkunden (siehe unten) gestützt, wie beispielsweise Herseveld (969), Rossenvelde (1101) und so weiter.

Eine andere Theorie besagt, dass Harse von Hirse kommen soll.

In einer weiteren Überlieferung heißt es dann, dass der Name Harsefeld von den ersten Siedlern vergeben wurde. Diese haben der Überlieferung nach ein blindes Pferd so lange laufen lassen, bis es an einer saftigen Weide zum Grasen anhielt. Auf ebendieser Weide wurde dann die Siedlung Harsefeld gegründet, was sicherlich, wie oben beschrieben, vom altsächsischen Begriff Horsa für Pferd abzuleiten ist.

Nennung in alten UrkundenBearbeiten

Über Harsefeld und seine mittelalterlichen Schreibweisen geben verschiedene Quellen Auskunft.[8]

Annalista Saxo.

a. 969. [Comes Heinricos de Stadhe] construxit castrum in loco qui Herseveld dicitur. — a. 979. Duobus monasteriis, scilicet in Alesleve et Hersevelden constitutis … — a. 1010. Heinricus comes, filius Heinrici de Stathe, destruxit castrum Herseveld, quod pater suus exstruxerat, et fecit ex eo monasterium et congregationem canonicorum. — a. 1087. Iste Udo et mater eius … expulerunt clericos de loco sue constructionis Herseveld et posuerunt illic monachos. — a. 1101. Congregatio monachorum in Rossenvelde cepit institui … — a. 1106. Udo, marchio aquilonaris … ad locum qui Rossenvelde dicitur est delatus, … de hoc seculo migravit … Auch Thietmar (a. 994) und Albert v. Stade (a. 1144) gedenken der civitas Hersevel und des castrum Hersevelde.

EingemeindungenBearbeiten

Am 1. Juli 1972 wurden die Gemeinden Hollenbeck, Issendorf und Ruschwedel eingegliedert. Außerdem kam ein Teil der Gemeinde Bargstedt mit damals etwa 100 Einwohnern hinzu.[9]

ReligionBearbeiten

ReligionsstatistikBearbeiten

Mit ca. 7000 Protestanten ist Harsefeld stark evangelisch-lutherisch geprägt (54,2 %). Mit einem Anteil von 5,9 % besteht eine kleine römisch-katholische Minderheit. Die übrigen 39,8 % der Einwohner bekannten sich zu keiner Konfession bzw. gehören sonstigen Konfessionen/Religionen an (Stand Mai 2011).[10]

Evangelisch-lutherische Kirchengemeinde HarsefeldBearbeiten

 
St.-Marien-und-Bartholomäi-Kirche

Die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde ist die größte Kirchengemeinde im Gemeindegebiet. Sie ist zuständig für die Orte Harsefeld, Weißenfelde und Griemshorst und ist in zwei Pfarrbezirke aufgeteilt. Gottesdienste findet jeden Sonntag um 10 Uhr statt.

Das Kirchengebäude der Gemeinde ist die St.-Marien-und-Bartholomäi-Kirche im Klosterpark. Sie war Stiftskirche des Klosters Harsefeld. Das jetzige Kirchengebäude wurde 1583 erbaut, nachdem die alte Kirche nach zwei Bränden im 16. Jahrhundert abgebrannt war und mehrfach umgebaut wurde. Ihre jetzige Form im Stil der Neugotik erhielt sie 1856/60. Umfassende Renovierungsarbeiten fanden in den 1950er Jahren und 2014 statt.[11]

Die Prostestanten aus den ebenfalls evangelisch-lutherisch geprägten Ortsteilen Hollenbeck und Issendorf sind historisch bedingt in Bargstedt bzw. Ruschwedel in Apensen eingepfarrt.

Weitere GemeindenBearbeiten

PolitikBearbeiten

Gemeinderatswahl 2016
Wahlbeteiligung: 58,90 %[14]
 %
40
30
20
10
0
36,36
24,34
22,29
7,42
5,48
2,14
1,96
n. k.
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2011
 %p
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
  -8
-10
+6,44
-8,17
+5,80
-5,68
+5,48
+0,76
+0,06
-2,75
Sitzverteilung ab 2016 im Gemeinderat Harsefeld
1
11
2
7
2
7
1
11 
Insgesamt 31 Sitze

GemeinderatBearbeiten

Der Gemeinderat ist die kommunale Volksvertretung des Flecken Harsefeld. Über die Vergabe der 31 Sitze entscheiden die Bürger alle fünf Jahre in allgemeiner, unmittelbarer, freier, gleicher und geheimer Wahl.

Über das Ergebnis der Gemeindewahl am 11. September 2016 geben nebenstehende Diagramme Auskunft.

BürgermeisterBearbeiten

Seit November 2011 war Michael Ospalski (SPD) Bürgermeister des Fleckens.[15] Mit Stand von 2019 ist Harald Koetzing neuer Bürgermeister.

Wappen, FlaggeBearbeiten

Blasonierung: „In Silber ein schwarzer Ritter auf schwarzem, mit Gold gezäumtem, springendem Ross. Im blauen Schildhaupt drei goldene Rosen und im blauen Schildfuß zwei goldene Rosen.“

Die Gemeinde führt das Wappen des früheren Amtes Harsefeld, das auf dem Besitz des von den Harsefelder Grafen gestifteten Klosters entstand. Das Wappen ist redend (Harsefeld = Horse = Ross, aber auch die Bedeutung in Rose statt Ross kommt vor). Durch Erlass des niedersächsischen Ministers des Innern vom 9. Juli 1948 ist das Wappen genehmigt.

Die Flagge ist blau-weiß (1:1) gestreift und mittig mit dem Wappen belegt.

StädtepartnerschaftenBearbeiten

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

Sehenswürdigkeiten und DenkmaleBearbeiten

Amtshof HarsefeldBearbeiten

Im Klosterpark liegt der alte Amtshof (Abtshof) aus dem Jahre 1742, dessen Gewölbekeller noch aus der Klosterzeit um das 11. Jahrhundert stammt. Das Haus diente dem Abt als Wohnhaus und Weinkeller. Später war hier der Verwaltungssitz des Amts Harsefeld. Der historische Gewölbekeller wird heute gastronomisch genutzt, im Rest des Gebäudes befindet sich seit 1980 die 1845 vom Mäzen Friedrich Huth gestiftete Friedrich-Huth-Bücherei. Regelmäßig finden hier auch Lesungen, Kabarette, Konzerte und Kindertheater statt.

Garten der SteineBearbeiten

 
Findlinge im Garten der Steine

Auf dem nordöstlich von Harsefeld befindlichen Ehrenberg wurde 2003 der Garten der Steine eröffnet, ein Ausstellungsareal, welches ganzjährig geöffnet ist und 170 Findlinge, unter anderem aus Feuerstein, Granit und Basalt zeigt. Sie stammen überwiegend aus Feldern und Sandgruben, die für den Bau der Autobahn A 26 ausgehoben wurden.[16] Anhand der Steine und weiteren, auf Tafeln angebrachten Erläuterungen, werden dem Besucher erdgeschichtliche Prozesse erklärt, die Verwendung von Findlingen verdeutlicht oder auch gesteinsbildende Vorgänge geschildert. Der Besucher durchläuft dabei zwölf Stationen, die dabei einen Rundgang durch den Garten bilden.

GrefenkreuzBearbeiten

Das Grefenkreuz befindet sich an der L 124 zwischen Harsefeld und Helmste-Feldkurg auf einem urgeschichtlichen Grabhügel. Diese Landmarke diente ursprünglich als Grenzmarkierung zwischen der Gerichtsbarkeit des Klosters Harsefeld und der des Patrimonialgerichts Horneburg. Sorgennate Grefen waren für die Verwaltung exakt begrenzter kleiner Gebiete tätig. Außerdem diente das Grefenkreuz in der öden Heidelandschaft als Orientierung für Reisende, früher befand sich dort eine Kreuzung. Auch Carl Friedrich Gauß peilte bei seiner Landesvermessung in den 1840er Jahren das Grefenkreuz an.[17]

KriegerdenkmaleBearbeiten

  • Kriegerdenkmal Harsefeld
  • Kriegerdenkmal Hollenbeck
  • Kriegerdenkmal Ruschwedel
  • Kriegerdenkmal Issendorf

WeiteresBearbeiten

  • Zahlreiche alte Fachwerkhäuser im Stadtkern

MuseenBearbeiten

Museum HarsefeldBearbeiten

 
Museum im ehemaligen Gerichtsgebäude

Das Harsefelder Museum im Klosterpark wurde 1986 eröffnet. Im Erdgeschoss befindet sich die Ausstellung „Burg, Stift, Kloster Harsefeld“ mit Informationen und Exponaten aus der Zeit der Burg, deren Verlegung nach Stade 969 und der Entwicklung des Stifts zum Benediktinerkloster. Dort werden Funde und Befunde aus den Klostergrabungen von 1981 bis 1984 wie z. B. Buchbeschläge, Griffel, Ess- und Trinkgeräte ausgestellt. Im Dachgeschoss finden sich die Ausstellung „5000 Jahre Leben an der Aue“ und das Friedrich-Huth-Zimmer.

Das Museum befindet sich im ehemaligen Gerichts- und Registraturgebäude aus dem Jahre 1776, dessen Fundamente noch von einem Wirtschaftshaus aus der Klosterzeit von 1101 bis 1647 stammen.

Führungen sind nach Vereinbarung möglich und der Eintritt ist frei.[18]

NaturdenkmaleBearbeiten

Nummer Bezeichnung Ort Lage Koordinaten Bild
ND STD 00017[19] Findling Harsefeld Braken, Harselah, Kahles und Wildes Moor; südöstlich von Hollenbeck 53° 25′ 19,7″ N, 9° 29′ 18,5″ O
ND STD 00018[19] Findling Harsefeld Braken, Harselah, Kahles und Wildes Moor; südöstlich von Hollenbeck 53° 25′ 14,9″ N, 9° 28′ 55,8″ O
ND STD 00030[19] Findling Harsefeld Braken, Harselah, Kahles und Wildes Moor; südöstlich von Hollenbeck 53° 25′ 45,1″ N, 9° 28′ 55,7″ O
ND STD 00031[19] Findling Harsefeld nahe der Hollenbeeke; nordwestlich von Hollenbeck 53° 26′ 22,6″ N, 9° 27′ 19,4″ O
ND STD 00032[19] Findling Harsefeld Buttermoor; südwestlich von Hollenbeck 53° 26′ 2″ N, 9° 27′ 12,2″ O
ND STD 00033[19] Findling Harsefeld Am Brink; nordwestlich von Hollenbeck 53° 26′ 25,1″ N, 9° 27′ 3,6″ O
ND STD 00046[19] Findling Harsefeld Braken, Harselah, Kahles und Wildes Moor; südöstlich von Hollenbeck 53° 25′ 34,5″ N, 9° 28′ 43,3″ O
ND STD 00047[19] Findling Harsefeld Braken, Harselah, Kahles und Wildes Moor; südöstlich von Hollenbeck 53° 25′ 18,8″ N, 9° 28′ 20,6″ O
ND STD 00048[19] Findling Harsefeld Braken, Harselah, Kahles und Wildes Moor; südöstlich von Hollenbeck 53° 25′ 19,8″ N, 9° 28′ 24,5″ O

Grünflächen und NaherholungBearbeiten

KlosterparkBearbeiten

 
Der Klosterpark mit Kirche, Amtshof und Mueseum im Hintergrund

Der Klosterpark liegt im Zentrum von Harsefeld. Dort befinden sich das historische Ensemble von Amtshof, Museum, Kriegerdenkmal, Kirche und dem historischen Ausgrabungsgelände des Klosters Harsefeld. In den 1980er Jahren konnte man auf dem historischen Ausgrabungsgelände die Reste des Klosters Harsefeld ausgraben. So wurde die Struktur der Grundmauern des Kosters sichtbar. Im Klosterpark befinden sich zudem ausgedehnte Grünflächen, Teiche und kleine Bruchwaldbestände. Der Rellerbach durchfließt den Park.

Der Klosterpark zählt seit 2003 zu den Gärten Europas. 2012/13 fanden Renovierungsarbeiten statt.

KlostermeileBearbeiten

 
Fundamente des ehemaligen Klosters

Die Klostermeile ist ein Rundweg. Er startet an der Kirche und verläuft durch das ehemalige Klostergelände, am Amtshof und am Teich vorbei und dann über mehrere Brücken (die längste davon misst 200 m) über Rellerbach und Bruchwald zur Herrenstraße. Nun führt die Klostermeile vom Rathaus weiter zu den Klosterteichen, die im Mittelalter von den Mönchen angelegt worden sind und heute als Teil eines Landschaftsschutzgebiets ausgewiesen sind.

Für die Parkgestaltung wurde Harsefeld 1986 im Rahmen des Landeswettbewerbs Naturnahes Bauen in der Gemeinde ausgezeichnet.

Ehrensberg und AuetalBearbeiten

 
Brücke im Auetal

Der Ehrenberg war der germanischen Gottheit Tiu oder Er geweiht. Hier befinden sich die Reste von Grabhügeln aus der Bronzezeit und der Garten der Steine.

Durch das Landschaftsschutzgebiet Auetal führen zahlreiche Wanderwege. Zwei Brücken verbinden diese über die Aue mit Issendorf.

Nekropole Daudieck – archäologischer LehrpfadBearbeiten

Im Bereich der nordwestlichen Gemeindegrenze liegen zwischen Issendorf und Daudieck (Horneburg) befinden sich etwa 50 Hügelgräber aus der Jungsteinzeit. Besonders sehenswert sind Körpergräber der Altsachsen aus dem 5. Jahrhundert. Ein Rundweg mit Infotafeln fhrt ducrh das Gelände. Von hier hat man auch einen schönen Ausblick auf das Auetal.

 
Stelle mit Staunässe im Braken

BrakenBearbeiten

Durch den über 600 ha großen Naturwald Braken führen zahlreiche Wanderwege.

FriedhöfeBearbeiten

Der größte Friedhof im Kernort ist der Friedhof Gierenberg beim Rathaus. Ergänzend dazu gibt ers den Oberen Friedhof nahe der katholischen Kirche St. Michael. Dieser Friedhof hat eine Größe von etwa 10000 m².

1985 wurde der Friedhof Ehrenberg am Ortsrand eröffnet. Der somit jüngste Friedhof des Fleckens hat eine Größe von etwa 55000 m².

Die drei Friedhöfe gehören zur St.-Marien und Bartholomäikirche.

In den Ortsteilen Ruschwedel, Issendorf und Hollenbeck gibt es jeweils eigene Friedhöfe, die in Bargstedt bzw. Apensen eingepfarrt sind.

SportBearbeiten

 
Eissporthalle Harsefeld

Der Sportverein TuS Harsefeld bietet viele Sportarten an, wie Fußball und Schwimmen. Seit der Spielzeit 2009 hat der TuS Harsefeld eine Jugendspielgemeinschaft mit dem TSV Apensen in den Jahrgangsstufen U13 bis U19.

Der Fußballverein spielt seit der Saison 2014/15 in der sechsklassigen Landesliga Lüneburg. Die Heimspiele werden im Waldstadion (4000 Plätze) ausgetragen.

Durch die einzige Eissporthalle im Landkreis Stade ist Harsefeld das Zentrum der „kalten“ Sportarten, so auch für Eishockey. Die Eishockey-Abteilung des TuS Harsefeld, die Harsefeld Tigers, nehmen am Spielbetrieb des Niedersächsischen Eissport-Verbandes (NEV) teil. Die Eissporthalle wurde im Sommer 2009 renoviert.

Wirtschaft, Verkehr und InfrastrukturBearbeiten

UnternehmenBearbeiten

Der Massivhaus-Hersteller Viebrockhaus hat seinen Hauptsitz in Harsefeld.

Außerdem befindet sich der Hof Holtermann mit Biogasanlage und Legehennenstall in Harsefeld-Weißenfelde.

MedienBearbeiten

In Harsefeld werden das Stader Tageblatt (mit Buxtehuder Wochenblatt), die Kreiszeitung Wochenblatt und das Mittwochsjournal sowie die Samtgemeindezeitung Auf der Geest vertrieben. Überregionale Printmedien werden größtenteils aus dem Großraum Hamburg bezogen, Hörfunkmedien kommen von Bremen und aus Hamburg.

Öffentliche EinrichtungenBearbeiten

  • Rathauskomplex: Das Harsefelder Rathaus beherbergt unter anderem die Gemeinde- und Samtgemeindeverwaltung, das Einwohnermeldeamt, die Kfz-Zulassungsstelle, das Standesamt, die Sozialstation und das Gemeindearchiv. Der Komplex befindet sich in der Herrenstraße 25
  • Forstamt Harsefeld, Am Amtshof 1
  • Jugendbegegnungsstätte (JUBS), Jahnstraße 15
  • Deutsche Post AG, Marktstraße 20
  • EWE, Markstraße 20
  • Familien-Informations-Zentrum (FIZ), Herrenstraße 25a

Öffentliche SicherheitBearbeiten

Der Rettungsdienst wird wie im gesamten Landkreis durch das Deutsche Rote Kreuz sichergestellt. Im benachbarten Bargstedt befindet sich die Rettungswache, die neben der Samtgemeinde Harsefeld auch für die Samtgemeinde Fredenbeck zuständig ist. An der Rettungswache sind regulär ein Rettungswagen und ein Mehrzweckfahrzeug stationiert.[20]

Das seit der Schließung des Amtsgerichts Harsefeld zuständige Amtsgericht ist das Amtsgericht Buxtehude.

BildungBearbeiten

KindertagesstättenBearbeiten

  • Waldkindergarten „Die Naturforscher“
  • DRK-Kindertagesstätte „Am Feldbusch“
  • DRK-Kindertagesstätte „Löwenzahn“
  • DRK-Kindertagesstätte „Rappelkiste“
  • DRK-Kindertagesstätte „Villa Kunterbunt“
  • DRK-Kindertagesstätte „Hand in Hand“
  • DRK-Kindertagesstätte Ruschwedel
  • DRK-Kindertagesstätte „Lummerland“, Hollenbeck

SchulenBearbeiten

Es existieren zwei Grundschulen im Gemeindegebiet.

  • Rosenborn-Grundschule, Meybohmstraße
  • Grundschule am Feldbusch, seit 2001

Alle weiterführenden Schulen, bis auf die Förderschule, befinden sich beim Schulzentrum Jahnstraße/Brakenweg.

  • Balthasar-Leander-Schule, Meybohmstraße: Angeboten werden die Schulformen Förder-/Sonderschule.[21]
  • Selma-Lagerlöf-Oberschule, Jahnstraße, seit 1973; die Hauptschule befand sich zu der Zeit bei der Rosenborn-Grundschule. Später wurden die Realschule und die Hauptschule mit zwei getrennten Verwaltungen in das Gebäude an der Jahnstraße verlegt. Seit 2004 sind die beiden Schulen zu einer Schule (Oberschule) zusammengefasst.
  • Aue-Geest-Gymnasium Harsefeld seit 2004; Neubau von 2006

Sonstige InstitutionenBearbeiten

  • Volkshochschule Harsefeld
  • Jugendkunstschule Harsefeld

GesundheitswesenBearbeiten

Harsefeld liegt im Einzugsbereich der Elbe-Kliniken in Buxtehude und Stade. In Harsefeld selbst existiert ein breites Spektrum an Hausärzten, Zahnärzten, Tierärzten sowie Physio- und Lerntherapie und einigen weiteren Fachärzten (u. a. HNO-Arzt und Gynäkologe). Zudem gibt es im Kernort drei Apotheken.

Die beiden Altenheime Haus Am Rosenborn und Aueterassen sowie ein Pflegedienst und die Sozialstation gewährleisten die Betreuung für ältere Einwohner in Harsefeld.

VerkehrsanbindungBearbeiten

StraßeBearbeiten

Harsefeld ist nicht direkt an das Fernverkehrsstraßennetzes angeschlossen. Die Landesstraße 124 (ZevenStade) führt in nördlicher Richtung über Helmste nach Stade zur Bundesstraße 73 sowie in südwestlicher Richtung über Ahlerstedt und Heeslingen nach Zeven zur Bundesstraße 71. Die Die L 123 (BremervördeHorneburg), verläuft durch den Ortsteil Issendorf und verbindet ihn mit Bremervörde und der Bundesstraße 71 und mit Horneburg und der Bundesstraße 73. Der Kernort ist über die Kreisstraße 46 mit der Landesstraße 123 verbunden. Über die Kreisstraße 53 besteht eine Verbindung zur Landesstraße 127 (WangersenBuxtehude).

An das Nahverkehrsstraßennetz ist Harsefeld über die Kreisstraßen 53 (Harsefeld – Sauensiek), Kreisstraße 46 (Harsefeld–Ohrensen) sowie 27 II (Harsefeld–Hedendorf) angeschlossen. Die K 46 verbindet den Kernort mit den Ortsteilen Griemshorst und Weißenfelde sowie Revenahe-Kammerbusch. Die K 27 II führt über Rutenbeck zur Bundesstraße 73 in Hedendorf. Von der K 27 II zweigt die Kreisstraße 49 ab (Apensen–Rutenbeck) ab, die den Ortsteil Ruschwedel mit dem Kernort verbindet. Die Kreisstraße 49 mündet in die L 130, die Anschluss zur Bundesstraße 73 in Horneburg bietet und in Scheeßel an die Bundesstraße 75. Auch Buxtehude ist über Apensen zu erreichen. Die K26n fungiert als Umgehungsstraße im Kernort.

Der nächste Autobahnschluss besteht im etwa 20 km entfernten Sittensen an die Bundesautobahn 1 (HeiligenhafenSaarbrücken). Über die BAB 1 besteht eine gute Verbindung zu den Metropolen Hamburg und Bremen. Weitere wichtige Verbindungen nach Hamburg sind die Bundesstraßen 73 und 3.

Durch den Bau der Bundesautobahn 26 (Stade–Hamburg) soll eine direkte Anbindung an die Bundesautobahn 7 in Hamburg-Moorburg realisiert werden. Derzeit reicht sie von Stade bis Buxtehude. Die nächste Anschlussstelle in befindet sich ca. 15 km entfernt in Horneburg. Mit dem in Planung befindlichen Teilstück der Bundesautobahn 20 bei Stade soll eine weitere Möglichkeit geschaffen werden, die Elbe zu queren. Von der BAB 20 soll sich irgendwann die BAB 22 abspalten und zum Wesertunnel führen.

Die Tabelle listet die Fernverkehrsverbindungen in und in der Nähe von Harsefeld mit Straßenkategorie, Straßennummer, Straßenverlauf (beinhaltet eine Auswahl von Städten bzw. Ortschaften) sowie Anmerkungen zur jeweiligen Verbindung auf.

Kat. Nummer Verlauf Anmerkungen
A   HeiligenhafenLübeckHamburgBremenDortmundKölnTrierSaarbrücken
A   Kreuz KehdingenStadeBuxtehudeNeu WulmstorfHamburgDreieck Hamburg-Stillhorn kursiv in Planung
A   Dreieck WesterstedeOvelgönneBremervördeElbquerungGlückstadt LübeckWismarRostockStralsundAnklamPrenzlauKreuz Uckermark kursiv in Planung
B   (Bundesautobahn 27) CuxhavenNeuhaus (Oste)HemmoorHimmelpfortenStade (Bundesautobahn 26) – HorneburgBuxtehudeNeu WulmstorfHamburg-Heimfeld (Bundesautobahn 7)
B   BremerhavenBremervördeZevenRotenburg (Wümme)SoltauUelzenSalzwedelGardelegenMagdeburg
L L 124 (Bundesstraße 73) Stade – Harsefeld – Zeven (Bundesstraße 71)
L L 123 (Bundesstraße 73) HorneburgBargstedtKutenholzBremervörde (Bundesstraße 71)
L L 130 (Bundesstraße 73) HorneburgApensenSauensiekSittensen (Bundesautobahn 1) – Scheeßel (Bundesstraße 75)
L L 127 WangersenBuxtehude

SchieneBearbeiten

Harsefeld ist mit dem gleichnamigen Bahnhof wie der Ortsteil Ruschwedel an die Bahnstrecke Bremerhaven–Buxtehude angebunden, die vorwiegend für den Personenverkehr genutzt wird. Die Strecke wird von der EVB betrieben und unterhalten und bietet Anschluss and die Bahnhöfe Bremerhaven Hauptbahnhof, Bremervörde und Buxtehude. Von überregionaler Bedeutung ist jedoch der etwa 14 km entfernte Bahnhof Buxtehude, der über die Niederelbebahn an Hamburg, Cuxhaven und Stade angeschlossen ist.

Linie Linienverlauf Takt (min) EVU
RB 33 (Cuxhaven – Dorum –) Bremerhaven Hbf – Geestenseth – Bremervörde – HarsefeldBuxtehude 60 EVB
 
Historisches Fahrzeug der Buxtehude-Harsefelder Eisenbahnfreunde e. V.

Harsefeld erhielt seine erste Eisenbahnanbindung 1902 durch den Bau der Strecke Buchholz–Bremervörde–Bremerhaven. 1928 kam die Strecke nach Buxtehude hinzu. Auf beiden Strecken wurde der Personenverkehr 1968/1969 eingestellt; seit 1993 wird Harsefeld wieder planmäßig von Personenzügen der EVB angefahren, die zwischen Bremerhaven und dem Bahnhof Buxtehude pendeln.

Im Lokschuppen unterhalten die Buxtehude-Harsefelder Eisenbahnfreunde einen historischen WUMAG-Triebwagen Nürnberg 761 von 1926 und weitere historische Fahrzeuge u. a. einen auf Schienenbetrieb umgebauten Opel Olympia Rekord von 1953.

PersönlichkeitenBearbeiten

EhrenbürgerBearbeiten

In Harsefeld geborenBearbeiten

Mit Harsefeld verbundenBearbeiten

  • Johann Friedrich Andreas Huth = Frederick Huth (1777–1864), bedeutender Kaufmann und Bankier in London
  • Heinrich Behnken (1880–1960), Lehrer und plattdeutscher Autor

LiteraturBearbeiten

  • Zeitschrift des Historischen Vereins für Niedersachsen, Teil 1. Hrsg. unter Leitung des Vereins-Ausschusses, Hannover 1856, in der Hahn'schen Hofbuchhandlung, S. 234
  • Adolf Peter Krönke: Der Flecken Harsefeld Sein Weg durch die Geschichte, herausgegeben im Auftrag des Fleckens Harsefeld, Druck und Klischees: A. Pockwitz Nachf. Karl Krause, Stade, 343 Seiten.
  • Adolf Peter Krönke: Geschichten und Döntjes aus dem Heimatland, Band 2, durchgearbeitet und herausgegeben von Hinrich Gerken, Verlag Kreissparkasse Harsefeld 1989. DNB-Link

WeblinksBearbeiten

Commons: Harsefeld – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Landesamt für Statistik Niedersachsen, LSN-Online Regionaldatenbank, Tabelle 12411: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes, Stand 31. Dezember 2019 (Hilfe dazu).
  2. Zensusdatenbank - Ergebnisse des Zensus 2011. Abgerufen am 23. April 2020.
  3. Die Vorgeschichte des späteren Benediktinerklosters Harsefeld begann etwa um 1002. Als Sühne für ihre Beteiligung an der Ermordung des Markgrafen Eckhard I. von Meißen sollen die Brüder Heinrich und Udo von Katlenburg zu dem genannten Zeitpunkt ein Stift für Weltgeistliche in Harsefeld gegründet haben. (Hinrichs, Wiard, Stupor Saxoniae inferioris: Ernst Schubert zum 60. Geburtstag, Göttingen 2001, S. 20 f.)
  4. Wilhelm von Hodenberg: Die Diöcese Bremen und deren Gaue in Sachsen und Friesland. Celle 1858, S. 41.
  5. Peter Ludwig Christian Kobbe: Geschichte und Landesbeschreibung der Herzogthümer Bremen und Verden, Erster Teil. Göttingen 1824, S. 39.
  6. Blazek, Matthias, Das Löschwesen im Bereich des ehemaligen Fürstentums Lüneburg von den Anfängen bis 1900, Adelheidsdorf 2006, S. 165, ISBN 978-3-00-019837-3.
  7. Metathese: hers ('Ross') aus hros F. Holthausen, Altsächsisches Elementarbuch, Heidelberg 1921. S. 65
  8. Zitiert nach: Mélanges russes tirés du bulletin historico-philologique de l'Académie impériale des sciences de St.-Pétersbourg (1849–1851), Band 1, Sankt Petersburg 1851, S. 332.
  9. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 246 f.
  10. Zensusdatenbank - Ergebnisse des Zensus 2011. Abgerufen am 22. April 2020.
  11. St. Marien- und Bartholomäi. Abgerufen am 20. Januar 2020.
  12. St. Michael | Mariä Himmelfahrt, Buxtehude. Abgerufen am 20. Januar 2020.
  13. Startseite. 3. August 2018, abgerufen am 20. Januar 2020.
  14. Wahlergebnis Kommunalwahl Niedersachsen 2016 Fleckenrat Harsefeld auf harsefeld.de, abgerufen am 24. April 2017
  15. http://www.abendblatt.de/region/stade/article2082169/Michael-Ospalski-ist-neuer-Harsefelder-Buergermeister.html
  16. LGLN: GeoLife – Das Freizeitportal in Niedersachsen – geolife.de. Archiviert vom Original am 7. April 2014. Abgerufen am 4. April 2014.
  17. Samtgemeinde Harsefeld (Hrsg.): Harsefeld...schön hier! Informationsbroschüre. 9. Auflage. Harsefeld 2017, S. 39 f.
  18. Wizard Computersysteme GmbH: Museum Harsefeld Ulrike Riepe – Harsefeld, Museen. In: www.kreis-stade.de. Abgerufen am 1. April 2016.
  19. a b c d e f g h i Umweltkarten. Abgerufen am 23. Januar 2020.
  20. Rettungswache Bargstedt. Abgerufen am 10. Februar 2020.
  21. Samtgemeinde Harsefeld. In: www.harsefeld.de. Abgerufen am 1. April 2016.