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Leben und WirkenBearbeiten

Harry Luck arbeitete nach seiner Ausbildung zum Redakteur beim Remscheider General-Anzeiger (1993/94) und als freier Journalist für Zeitungen und Hörfunk. In München studierte er Politikwissenschaft (1995/2000) an der Hochschule für Politik München und schrieb eine Diplomarbeit über den „Schutz des Persönlichkeitsrechts durch Gesetz und journalistisches Standesrecht“. Er war Nachrichtenredakteur beim Bayerischen Rundfunk (1997), anschließend Münchner Korrespondent für die Nachrichtenagentur AP (1997/1999).

Von 1999 bis 2004 leitete er das Münchner Landesbüro der Nachrichtenagentur ddp. Nach einer kurzen Zwischenstation als Politikchef bei der Münchner Abendzeitung arbeitete er von 2005 bis 2006 als Chef vom Dienst in der Berliner ddp-Zentralredaktion und wechselte 2006 als Nachrichten-CvD zu FOCUS Online. Im Juli 2007 rückte er zum stellvertretenden Nachrichtenchef auf.

Seit Juni 2012 ist er Leiter der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit im Erzbistum Bamberg und Pressesprecher von Erzbischof Ludwig Schick. Seit 2016 ist er Lehrbeauftragter an der Fakultät für Geistes- und Kulturwissenschaften der Otto-Friedrich-Universität Bamberg. Er ist verheiratet mit der Journalistin und Autorin Nadine Luck.

WerkeBearbeiten

Romane

  • 2003 „Der Isarbulle“ (Emons, Neuauflage 2012 bei Allitera)
  • 2004 „Rotes Wasser“ (Egmont Horizont, mit Thomas Grimmer als „Chris Winterberg“)
  • 2004 „Schwarzgeld“ (KBV, Neuauflage 2011 bei Allitera)
  • 2005 „Wiesn-Feuer“ (KBV, Neuauflage 2014 bei Allitera)
  • 2007 „Absolution“ (KBV)
  • 2008 „Das Lächeln der Landrätin“ (KBV)
  • 2011 „Lachen und Schießen“ (Emons)
  • 2012 „Kreuther Komplott“ (Emons)
  • 2014 „Versuchung“ (Gabriel)
  • 2015 „Bamberger Hörnla“ (Emons)
  • 2016 „Bamberger Fluch“ (Emons)
  • 2017 „Bamberger Zauber“ (Emons)
  • 2018 „Bamberger Seidla“ (Emons)

Kurzgeschichten

  • 1999 „Der Dicke in Italien“ in: „Pizza Mafiosa“, Tomus
  • 2005 „Das ewige Grab im Starnberger See“ in: Eßer, Angela (Hrsg.) „Tatort Bayern“, Grafit
  • 2009 „Baywatch am Ammersee“ in: Thomas, Sabine (Hrsg.) „Tatort Ammersee“, Gmeiner
  • 2010 „Silver Surfer“ in: Thomas, Sabine (Hrsg.) „Tod am Starnberger See“, Gmeiner
  • 2010 „April in Love“ in: „Mordsjahr - 12 Bergische Krimis“, Gardez
  • 2011 „Bauerngulasch“ in: „Mörderisches Chiemgau“, Pendragon
  • 2011 „Kreuther Geschnetzeltes“ in: Thomas, Sabine (Hrsg.) „Tod am Tegernsee“, Gmeiner
  • 2014 „Harry, fahr schon mal in Hückeswagen vor“ in: „Heute dichter Schneefall“, dtv
  • 2015 "Alles zu seiner Zeit" in "Schneefrei – die schönsten Wintergeschichten", dtv
  • 2016 "Ansichtskarten schreiben: Urlaubsgrüße mit Pfeil und Stil" in: "Urlaubslesebuch", dtv

Weitere Bücher

  • 1998 „CDU - Das schwarze Parteibuch“, Tomus
  • 1999 „Fit for Computer - Das ultimative Handbuch für User, Hacker, Online-Freaks“, Tomus
  • 1999 „Handy Buch“, Tomus
  • 2000 „Internet - ein fröhliches Wörterbuch für Web-Master, Online-Profis, Chat-Kranke und Cyber-Casanovas“, Tomus
  • 2003 „Herzlichen Glückwunsch, Papa! - Ein Buch für alle, die ihrem Vater, Daddy, Paps, Ernährer immer schon mal sagen wollten, wie lieb sie ihn haben“, Tomus
  • 2013 „Wie spießig ist das denn?“, Blanvalet

Öffentliche PositionenBearbeiten

Diskussion um Namen des Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasiums RemscheidBearbeiten

Harry Luck setzte sich als Schüler von 1988 bis 1992 für eine Umbenennung des Remscheider Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasiums ein, zuerst mit einem Brief an Ministerpräsident Johannes Rau, später mit einer Veröffentlichung in der Schülerzeitung. In der darauf folgenden öffentlichen Diskussion wurde eine Arbeitsgruppe aus Schülern und Lehrern gegründet, die sich 1991 wegen Arndts rassistischen und antisemitischen Äußerungen dafür aussprach, die Schule von ihrem Namen zu entlasten, den sie in der Nazizeit bekommen hat. Die Fachkonferenz Religion verabschiedete eine Resolution, in der Arndt als Namensgeber für die Schule als "nicht haltbar" abgelehnt wurde. Als Begründung wurde Arndts "heidnisch-atheistische" Agitation genannt, mit der zur Wirkungsgeschichte des Antisemitismus beigetragen wurde, "die in der Schoa des jüdischen Volkes gipfelte". Diesem Votum folgte die Lehrerkonferenz, die Schulkonferenz lehnte eine Umbenennung im Frühjahr 1992 schließlich ab.[1]

2004/2005 kam es zu einer erneuten Diskussion über den Schulnamen, in deren Verlauf Luck sich mit einem Meinungsbeitrag im "Remscheider General-Anzeiger" positionierte.[2] Den Contra-Beitrag lieferte der ehemalige Schüler und Journalist Sascha Lehnartz. 2006 lehnte der Remscheider Stadtrat den Antrag der Schule auf Umbenennung in Richard-von-Weizsäcker-Gymnasium mit knapper Mehrheit ab.[3] Nach dem Namensstreit an der Universität Greifswald 2017 wurde Luck erneut vom lokalen Radiosender RSG zum Thema interviewt.

Initiative "Kein Lebkuchen vor dem 1. Advent"Bearbeiten

Als Gründer der Facebook-Initiative "Kein Lebkuchen vor dem 1. Advent"[4] hat Luck in zahlreichen Beiträgen und Interviews[5][6] darauf hingewiesen, dass mit dem frühzeitigen Verkauf von Advents- und Weihnachtsartikeln ab August der Sinn der Vorweihnachtszeit entleert wird. Dabei nahm er wiederholt Bezug auf die Initiative "Advent ist im Dezember"[7] der evangelischen Kirche.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Arbeitsgruppe E.M. Arndt: Ernst Moritz Arndt - Demagoge oder Demokrat? Abgerufen am 12. August 2017.
  2. Remscheider General-Anzeiger: Ernst Moritz Arndt - Demagoge oder Demokrat? Abgerufen am 12. August 2017.
  3. Arbeitsgruppe E.M. Arndt: Ernst Moritz Arndt - Demagoge oder Demokrat? Abgerufen am 12. August 2017.
  4. Sicherheitskontrolle erforderlich. Abgerufen am 12. August 2017.
  5. Einzelhandel: Facebook-Widerstand gegen Lebkuchen zur Unzeit. In: Die Zeit. 19. Oktober 2010, ISSN 0044-2070 (zeit.de [abgerufen am 12. August 2017]).
  6. Weihnachtsmann oder Nikolaus? - Leben & erziehen. In: Leben & erziehen. 3. Dezember 2015 (leben-und-erziehen.de [abgerufen am 12. August 2017]).
  7. Advent ist im Dezember - Advent ist im Dezember. Abgerufen am 12. August 2017.