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Hansjörg Müller (2015)

Hansjörg Gerhard Georg Müller (* 30. April 1968 in Treuchtlingen) ist ein deutscher AfD-Politiker und seit der Bundestagswahl 2017 Mitglied des Deutschen Bundestages.

Inhaltsverzeichnis

LebenBearbeiten

Müller ist Diplom-Volkswirt. Er lebt in Ainring-Mitterfelden.[1][2]

Politischer WerdegangBearbeiten

Zusammen mit anderen AfD-Mitgliedern gründete Müller 2013 den Verein „AfD-Mittelstandsforum e.V.“ Er zog nach der Bundestagswahl 2017 über die Landesliste der AfD Bayern in den 19. Bundestag ein. Er stand auf Platz 6 der Landesliste und kandidierte im Wahlkreis Traunstein.[1] Innerhalb der AfD-Bundestagsfraktion wurde er zum 4. Geschäftsführer der Fraktion gewählt. Er ist für die AfD Mitglied im Ausschuss für Wirtschaft und Energie.[3]

PositionenBearbeiten

Nach der Spaltung der AfD in ALFA und die heutige AfD positionierte sich Müller klar. Er sagte, unter Lucke sei die Ausrichtung der AfD „so schwammig“ gewesen. Nun hingegen sei die Botschaft klar: „Deutsche Interessen zuerst.“[4] Nach der Bundestagswahl schrieb die Wochenzeitung Die Zeit, Müller sei „nationalkonservativ“ innerhalb der AfD. Er gehörte neben Björn Höcke und André Poggenburg zu den Unterzeichnern der Erfurter Resolution und gilt als Unterstützer der rechtsnationalistischen innerparteilichen Vereinigung Der Flügel.[2][5]

Müller kritisiert nicht nur die aus seiner Sicht für die deutsche Wirtschaft negativen Folgen der Handelssanktionen gegen Russland, sondern behauptet, es gebe „Pläne der Kriegstreiber und Wirtschaftsvernichter aus Washington“, eine Annäherung von Deutschland und Russland durch Provokationen und einen angezettelten Krieg in der Ukraine zu zerstören. Belege dazu will er auf einer „Freidenker-Seite im Internet“ gefunden haben. Ebenso brachte Müller die These auf, der Abschuss des Malaysia-Airline-Flugs 17 sei von den ukrainischen Luftstreitkräften im Auftrag der USA vorgenommen worden, um ein Eingreifen westlicher Mächte zu provozieren. Dabei beruft sich Müller auf zwei YouTube-Videos.[6]

Als die Auschwitz-Überlebende Anita Lasker-Wallfisch am 31. Januar 2018 eine Rede im Bundestag hielt, verweigerte Müller den Applaus.[7] Das Fernsehmagazin Kontraste thematisierte dies.[8][9]

WeblinksBearbeiten

FußnotenBearbeiten

  1. a b Profil von Diplom-Volkswirt Hansjörg Müller, AfD – Bundestag. In: abgeordnetenwatch.de. Abgerufen am 30. September 2017.
  2. a b Kai Biermann, Astrid Geisler, Christina Holzinger, Paul Middelhoff, Karsten Polke-Majewski: AfD-Fraktion: Rechts bis extrem im Bundestag. In: Die Zeit. 26. September 2017, ISSN 0044-2070 (zeit.de [abgerufen am 30. September 2017]).
  3. Liste der 49 ordentlichen Mitglieder. In: bundestag.de
  4. Caterina Lobenstein: AfD: Der Ex-Präsident des BDI bleibt der AfD ergeben. In: zeit.de. 11. Dezember 2015, abgerufen am 30. September 2017.
  5. AfD-Spitze will Höcke doch in der Partei halten. In: tagesschau.de. Abgerufen am 30. September 2017.
  6. Alternatiwa dlja Germanii. www.faz.net, 13. August 2017
  7. Kordula Doerfler, Daniela Vates, Markus Decker: Gedenkstunde mit Rechtsradikalen. In: fr.de. 31. Januar 2018, abgerufen am 9. Februar 2018.
  8. Sendung vom 8. Februar 2018, ab Minute 25:40
  9. Severin Weiland: Hand-Werk. In: spiegel.de. 20. Februar 2018, abgerufen am 15. September 2018.