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Hans von Könneritz

deutscher Rittergutsbesitzer und Politiker, MdL (Königreich Sachsen)

Hans Heinrich Freiherr von Könneritz (* 1864; † 1924) war ein deutscher Rittergutsbesitzer und Politiker.

Leben und WirkenBearbeiten

Der älteste Sohn des sächsischen Finanzministers Léonçe von Könneritz (1835–1890) und dessen Ehefrau Marie Violande Auguste Erdmuthe geb. Gräfin von Beust (1845–1926) übernahm nach dem Tod seines Vaters dessen Rittergut in Erdmannsdorf.[1] Während seiner Patronatszeit wurde 1892/93 die Trinitatiskirche in Erdmannsdorf neu erbaut.[2]

Von 1899 bis zur Abschaffung der Monarchie im Königreich Sachsen im Rahmen der Novemberrevolution 1918 gehörte er als gewählter Rittergutsbesitzer des Erzgebirgischen Kreises der I. Kammer des Sächsischen Landtags an.[3] Er war sächsischer Kammerherr und im Vorstand des Bezirks-Armen-Arbeitshauses tätig. Nach seinem Tod übernahm 1924 sein Bruder Ferdinand Richard von Könneritz (1867–1943) das Rittergut, geriet aber u. a. wegen der Erbauseinandersetzung und den hohen Erbschaftssteuern derart in finanzielle Schwierigkeiten, dass das Schloss im Dezember 1932 und der dazugehörige Landwirtschaftsbetrieb 1936 versteigert werden musste.[1]

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b Gemeindeverwaltung Erdmannsdorf (Hrsg.): 1196–1996, 800 Jahre Erdmannsdorf. Erdmannsdorf, 1996, S. 25
  2. Kirchengeschichte von Erdmannsdorf (Memento vom 18. August 2013 im Webarchiv archive.is)
  3. Josef Matzerath: Aspekte sächsischer Landtagsgeschichte – Präsidenten und Abgeordnete von 1833 bis 1952, Dresden 2001, S. 110