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Hans Sautter

deutscher Bildhauer und Hochschullehrer
Ehrengrab von Hans Sautter auf dem Friedhof Harleshausen in Kassel

Hans Sautter (* 5. Mai 1877 in München; † 15. Dezember 1961 in Kassel) war ein deutscher Bildhauer und Hochschullehrer.

LebenBearbeiten

Sautter studierte an der Akademie der Bildenden Künste München. 1919 wurde er Professor an der Staatlichen Kunstgewerbeschule Kassel (heute: Kunsthochschule Kassel), 1931 deren Direktor.

Sautter war in den 1920ern als Stadtrat für die SPD tätig. Zwischen 1919 und 1929 war er zudem für die SPD im Kommunallandtag Kassel und dem Provinziallandtag der Provinz Hessen-Nassau.[1] Nach der nationalsozialistischen Machtübernahme wurde er 1933 aus politischen Gründen entlassen und mehrmals verhaftet.

In seiner frühen Phase arbeitete Sautter wiederholt mit dem Architekten Alois Holtmeyer zusammen, so u. a. an dessen Justizgebäude in Greiz und dem Bahnhof von Marburg. Nach dem Zweiten Weltkrieg entwarf Sautter das im Fürstengarten gelegene Denkmal, das den Verfolgten der NS-Zeit, den Bombenopfern und gefallenen Soldaten gewidmet ist.[2] Das Ehrenmal hat die Form eines Steinrondells mit einer im Inneren befindlichen Dornenkrone und wurde 1953 eingeweiht.

Sautter starb 1961 in Kassel.

Zu den Schülern von Hans Sautter gehören Karl Allöder und Wilhelm Hugues.

LiteraturBearbeiten

  • Jochen Lengemann: MdL Hessen. 1808–1996. Biographischer Index (= Politische und parlamentarische Geschichte des Landes Hessen. Bd. 14 = Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Hessen. Bd. 48, 7). Elwert, Marburg 1996, ISBN 3-7708-1071-6.
  • Folckert Lüken-Isberner: Grosse Pläne für Kassel 1919 - 1949, Projekte zu Stadtentwicklung und Städtebau. Schüren Verlag, Marburg 2016, ISBN 978-3-89472-297-5.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Jochen Lengemann: MdL Hessen. 1808–1996. Biographischer Index (= Politische und parlamentarische Geschichte des Landes Hessen. Bd. 14 = Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Hessen. Bd. 48, 7). Elwert, Marburg 1996, ISBN 3-7708-1071-6, S. 321.
  2. Corinna Tomberger: Das Gegendenkmal - Avantgardekunst, Geschichtspolitik und Geschlecht in der bundesdeutschen Erinnerungskultur. transcript Verlag, Bielefeld 2007, ISBN 978-3-89942-774-5, S. 212.