Hans O. Peters

deutscher Architekt und Filmarchitekt

Hans Otto Theodor Peters (* 17. Mai 1894 in Hamburg, Deutschland; † 12. Juni 1980 in Laguna Beach, Orange County, Kalifornien)[1] war ein deutschamerikanischer Architekt und Filmarchitekt mit Karriere beim US-amerikanischen Film, einer der führenden Szenenbildner bei 20th Century Fox und MGM.

Leben und Wirken Bearbeiten

Hans O. Peters hatte in Deutschland Architektur studiert. Am 27. März 1923 übersiedelten er und seine (seit Oktober 1919) Ehefrau Herta Maria, seine Schwester, die Mutter und Peters' 1921 in Hamburg geborene Tochter Anke in die Vereinigten Staaten. In Pasadena beabsichtigte Peters, sich als Architekt niederzulassen. Dort hatte er zunächst in seinem erlernten Beruf gearbeitet und wurde 1927 in Glendale Vater eines Sohnes namens Detlef.

Die Nähe zur Filmstadt Los Angeles brachte ihn bald nach Hollywood. Dort stieß er 40-jährig zum Film. In den kommenden drei Jahrzehnten beteiligte sich Hans Peters an Filmbauten zu einer Fülle von A-Produktionen, darunter Ende der 1930er Jahre mehrere Shirley-Temple-Kassenerfolge wie Heidi und (nach dem Krieg) ausstattungsprächtige Leinwandklassiker vom Schlage Der Spieler, Scaramouche, der galante Marquis und Die Ritter der Tafelrunde.

Peters, der am 9. November 1938[2] die amerikanische Staatsbürgerschaft erhielt, wurde insgesamt fünfmal für den Oscar nominiert. In der weitgehend filmfreien Zeit 1938 bis 1940 hielt sich Peters zeitweise in Norwegen auf. Diesen Aufenthalt beendete er mit Ausbruch des Zweiten Weltkriegs und kehrte Anfang Oktober 1939[3] in die Vereinigten Staaten zurück.

In den Jahren 1957 bis 1959 entwarf Peters die Bauten zu drei Fernsehserien.

Filmografie (Auswahl) Bearbeiten

Weblinks Bearbeiten

Anmerkungen Bearbeiten

  1. Lebensdaten und Geburtsort laut Filmarchiv Kay Weniger. Sterbeort Laguna Beach lt. Social Security Death Index bzw. Orange County lt. California Death Index. Die IMDb-Daten zu Peters – 23. Juli 1894 und 29. September 1976 – inklusive Geburts- und Sterbeort „London“ sind komplett falsch.
  2. lt. Filmarchiv Weniger
  3. wie 2