Hans Hoffmann (Politiker, 1880)

hessischer Politiker (Zentrum)

Hans Hoffmann (genannt Johann) (* 14. September 1880 in Worms; † 17. September 1949 in Ebersteinburg) war ein hessischer Politiker (Zentrum) und ehemaliger Abgeordneter des Landtags des Volksstaates Hessen.

Ausbildung und BerufBearbeiten

Johann Hoffmann wurde als Sohn des Kaufmanns Georg Hoffmann und seiner Frau Katharina, geborene Kappel, geboren. Er besuchte das Lehrerseminar Bensheim und studierte in Gießen. Nach dem Studium wurde er Lehrer an der Grundschule Viernheim und der Oberrealschule Gießen. 1932 bis 1933 war er stellvertretender Ministerialdirektor. Nach der „Machtergreifung“ der Nationalsozialisten wurde er in den Ruhestand versetzt. Im Rahmen der Aktion Gewitter wurde er 1944 verhaftet und in das KZ Dachau gebracht. Nach Kriegsende wurde er 1945 Ministerialrat beim Regierungspräsidenten Darmstadt und im November 1945 im hessischen Kultusministerium.

PolitikBearbeiten

Johann Hoffmann war aktives Mitglied der katholischen Kirche und des Zentrums. Für das Zentrum wurde er 1918 als Stadtrat von Alzey gewählt. Von 1921 bis 1933 war er Landtagsabgeordneter des Zentrums und führte zuletzt die Zentrums-Fraktion als Vorsitzender.

EhrungenBearbeiten

1949 erhielt Johann Hoffmann die Goethe-Plakette des Landes Hessen.

LiteraturBearbeiten

  • Hans Georg Ruppel, Birgit Groß: Hessische Abgeordnete 1820–1933. Biographische Nachweise für die Landstände des Großherzogtums Hessen (2. Kammer) und den Landtag des Volksstaates Hessen (= Darmstädter Archivschriften. Bd. 5). Verlag des Historischen Vereins für Hessen, Darmstadt 1980, ISBN 3-922316-14-X, S. 138.